von
Überschreiter

Sehr geehrte Damen und Herren!
Bin Jahrgang 1954 und habe einen Schwerbehindertenausweis (50GdB). Habe verstanden, dass ich damit im Alter von 63Jahren und 8Monaten abschlagsfrei die Rente beantragen kann. Im Alter von 62Jahren erreiche ich 45 Beitragsjahre. Mir ist bekannt, dass ich dann bei einem Renteneintritt von 65 Jahren, die noch austehenden 8Monate nicht mehr arbeiten muss. Gilt dies auch, wenn ich wegen der Behinderung mit 63 Jahren die Rente beantrage?

von
Schade

Sie wissen doch schon, dass die Rente bei Rentenbeginn mit 63+8 abschlagsfrei ist-sofern Sie dann immer noch schwerbehindert sind.

Gehen Sie schon mit 63 in Rente, dann haben Sie für 8 Monate Vorbezug 2,4% Abschlag (8 x 0,3), gehen Sie schon mit 60+8 in Rente , dann halt 10,8% (36 x 0,3).

Die 45 Jahre interessieren bei der AR für Schwerbehinderte nicht, die würden nur interessieren, wenn Sie mit 65 die "Rentenart: AR für bes. langj. Versicherte" beantragen würden.
(tun Sie aber nicht, weil die AR für Schwerbehinderte schon mit 63+8 abschlagsfrei ist :-)))

Langer Rede kurzer Sinn: für Schwerbehinderte ist es unwichtig, ob 45 Arbeitsjahre vorliegen, es genügt, dass man 35 Versicherungsjahre aufweist.

von
RentMan

Die Rentenart "Altersrente für besonders längjährig Versicherte"zu deren Anspruch man 45 Beitragsjahre aufweisen muss, ist ausschliesslich ab dem 65.Lebensjahr möglich. Eine vorzeitige Inanspruchnahme dieser Rente, vor Vollendung des 65.Lebensjahres ist nicht möglich.

Experten-Antwort

Hallo Überschreiter,

die Wartezeit von 45 Jahren ist nur von Bedeutung für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte nach Vollendung des 65. Lebensjahres. Eine vorzeitige Inanspruchnahme dieser Altersrente ist nicht möglich.
Mit Vollendung des 63. Lebensjahres könnten Sie die Altersrente für schwerbehinderte Menschen beantragen, soweit weiterhin Schwerbehinderung vorliegt.
Der Abschlag würde dann 8 X 0,3 % = 2,4 % betragen.