von
WOB

Wer kann mir bitte zu folgendem etwas sagen :

Familiensitiation :
Mutter, 56 Jahre, Hausfrau, die letzten
24 Jahre nicht berufstätig jedoch aus
der Tätigkeit davor einen geringen Rentenanspruch.

Vater berufstätig, 57 Jahre

Sohn, 22 Jahre und Student.

Die Mutter ist verstorben. Sind die
geringen Rentenansprüche komplett verloren oder bekommt der Sohn eine Halbwaisenrente ?

Mit freundlichen Grüssen

von Experte/in Experten-Antwort

Hat die Mutter bereits Rente aus der gesetzlichen RV erhalten (so kann man Ihre Aussage im Sachverhalt verstehen), ist damit auch die allgemeine Wartezeit erfüllt. Letzteres führt bei Tod der Mutter zum Anspruch auf Halbwaisenrente für den Sohn.

Auch wenn der Sohn bereits über 18 ist, besteht - grundsätzlich -bis zu dessen vollendetem 27. Lebensjahr für Zeiten des Studiums (Immatrikulation) Anspruch auf Halbwaisenrente

Ist es aber so, dass die Mutter noch keine Rente bezogen hat und mit den in Ihrem Versicherungskonto angerechneten Versicherungszeiten bis zum Tod die allgemeine Wartezeit von 60 Monaten nicht erfüllt hat, so kann kein Anspruch auf Halbwaisenrente für den Sohn bestehen.

Dies alles liese sich recht einfach durch Rückfrage beim zuständigen Rentenversicherungsträger klären. Online, ohne Kenntnis der Akten etc., ist dies nicht verbindlich möglich.

MfG

von
!!!

Aber nicht nur der Sohn hätte Anspruch auf Halbwaisenrente.

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, dann hat der Vater, wenn er zum Zeitpunkt des Todes mit der Mutter verheiratet war, Anspruch auf Witwerrente.

Sie sollten hierzu eine Beratungstelle aufsuchen und ggfs. einen Antrag stellen.

von
DN

Ergänzung: Für den Fall, dass die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren nicht erfüllt ist, können die geleisteten Rentenbeiträge erstattet werden.

von Experte/in Experten-Antwort

Die Frage war explizit danach gerichtet ob der Sohn Leistungen erhalten kann - was auch erläutert wurde.

Natürlich ist in einem solchen Fall immer auch der Anspruch auf Witwenrente zu prüfen.

Scheidet indes beides mangels nicht erfüllter allg. Wartezeit der Verstorbenen aus, so besteht (unter den Voraussetzungen des § 210 I Nr.2 SGB VI) Anspruch auf Erstatung der Beiträge.

Sich zu diesen Möglichkeiten in einer Auskunfts und beratungsstelle beraten zu lassen, ist anzuraten.

MfG