von
Jenny

Ich hätte nur mal rein intressehalber eine paar fragen an Sie:
ich bin Jahrgang 66 und mein Mann Jahrgang 65.
Ist es richtig so:
Unsere Regelaltersrente beträgt 67 Jahre.
Bei Behinderung ab 50% könnten wir frühestens mit 62 Jahren und mit Abschlag von bis zu 10,8% in Rente gehen.
Mit 65 Jahren und ab 50 % Behinderung ohne Abschlag in Rente gehen.
Ansonsten höchstens bei Krankheit eine Erwerbsunfähigkeits oder Teilerwerbsungähigkeitsrenten bekommen und dabei müssten in 5 Jahren 3 Jahre mit Rentenrechtlichen Zeiten belegt sein.
Was sind eigentlich Vertrauensregelungen nachdem sich die Abschläge auch noch richten?

liebe Grüße
Jenny

von
Schade

Ja, das haben Sie so ziemlich richtig verstanden.

Und Vertrauensschutzregelungen gibt es derzeit für Ihre Jahrgänge nicht, somit erspare ich mir diese aufzulisten (das sind letztlich Übergangsbestimmungen, nachdenen Ältere auf früheres Recht vertrauen konnten)

von
jenny

aber ansonsten hab ich alles richtig verstanden?

Experten-Antwort

Die einzelnen Rentenbeginntermine haben Sie richtig ermittelt.
Die Rente "aus Gesundheitsgründen" heißt heute "Rente wegen Erwerbsminderung" statt Erwerbsunfähigkeitsrente und für die von Ihnen angesprochenen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen gilt:
Der Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung setzt - neben der Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen - voraus, dass der teilweise oder voll erwerbsgeminderte Versicherte
- in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit hat und
- vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt hat.
Vertrauensschutzregelungen bezüglich der Abschläge bei Altersrenten nach dem Altersgrenzenanpassungsgesetz wurden für eine Übergangszeit für "ältere" Versicherte eingeführt. Der letzte Jahrgang, für den sie gelten, ist Jahrgang 1954.