von
Neuling

Was ich nicht verstehe ist, warum wird eine EM-Rente überhaupt unbefristet gewährt, wenn dann doch alle 2 Jahre eine Überprüfung stattfindet?

Das widerspricht sich doch irgentwie.

Dann soll der Rententräger doch lieber die Renten generell befristen, somit weiß derjenige wenigstens, woran er ist und bleibt nicht im Ungewissen und der Druck entfällt.

Oder ist das so gewollt? Hmmm...*grübel*...?

von
KSC

1) zunächst ist das so weil es eben so (und nicht anders) gesetzlich geregelt ist. Es entspricht so dem politischen Willen.

2) dass unbefristete Renten alle 2 Jahre überprüft werden, steht auch in keinem Gesetz - einige RV Träger praktizieren dies wohl, andere aber auch nicht. Ich kenne in meinem Bereich unzählige Dauerrentner die noch nie überpfüft wurden. Und die sind froh eine Dauerrente zu bekommen.

von
Herz1952

Hallo Neuling,

korrekt heißen die "unbefristeten" Renten "Renten auf unbestimmte Dauer.

Diese werden auch nicht regelmäßig alle 2 Jahre überprüft, zumindest nicht bei der DRV. Die Regionalstellen können das allerdings anders handhaben. Außerdem spielt die Art der Krankheit eine entscheidende Rolle. Wenn nicht abzusehen ist, dass sich die Krankheit bessern kann, wird sie meistens auf "unbestimmte Dauer" gewährt. Dies bedeutet auch, dass die Dauer auch widerrufen werden kann, wenn sich entsprechende Anhaltspunkte ergeben.

Oft merkt der EM-Rentner nicht einmal, wann eine Überprüfung stattfindet. Nämlich dann, wenn nur eine Anfrage beim zuständigen Arzt stattfindet.

Das Ende der Rente kann den Übergang in die Altersrente sein, oder auch eine Schwerbehinderten-Rente auf Antrag, oder der Tod. Deshalb ist der Ausdruck "auf unbestimmte Dauer" angebracht.

von
Neuling

Zitiert von: KSC

1) zunächst ist das so weil es eben so (und nicht anders) gesetzlich geregelt ist. Es entspricht so dem politischen Willen.

2) dass unbefristete Renten alle 2 Jahre überprüft werden, steht auch in keinem Gesetz - einige RV Träger praktizieren dies wohl, andere aber auch nicht. Ich kenne in meinem Bereich unzählige Dauerrentner die noch nie überpfüft wurden. Und die sind froh eine Dauerrente zu bekommen.

Unter 1) wird es gesetzlich geregelt...

Unter 2) steht es in keinem Gesetz....

was denn nu?

von
Neuling

Zitiert von: Herz1952

Hallo Neuling,

korrekt heißen die "unbefristeten" Renten "Renten auf unbestimmte Dauer.

Diese werden auch nicht regelmäßig alle 2 Jahre überprüft, zumindest nicht bei der DRV. Die Regionalstellen können das allerdings anders handhaben. Außerdem spielt die Art der Krankheit eine entscheidende Rolle. Wenn nicht abzusehen ist, dass sich die Krankheit bessern kann, wird sie meistens auf "unbestimmte Dauer" gewährt. Dies bedeutet auch, dass die Dauer auch widerrufen werden kann, wenn sich entsprechende Anhaltspunkte ergeben.

Oft merkt der EM-Rentner nicht einmal, wann eine Überprüfung stattfindet. Nämlich dann, wenn nur eine Anfrage beim zuständigen Arzt stattfindet.

Das Ende der Rente kann den Übergang in die Altersrente sein, oder auch eine Schwerbehinderten-Rente auf Antrag, oder der Tod. Deshalb ist der Ausdruck "auf unbestimmte Dauer" angebracht.

Was ist denn der Unterschied zwischen DRV und Regionalstellen?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Neuling,

Erwerbsminderungsrenten werden grds. auf Zeit gewährt. Die Zahlung einer Dauerrente kann nur in Ausnahmefällen erfolgen, wenn es aufgrund schwerwiegender medizinischer Gründe unwahrscheinlich ist, dass die Erwerbsminderung behoben werden kann. Sie sollten in Ihrem speziellen Fall ruhig nachfragen, warum eine weitere Überprüfung erfolgen soll. Ohne nähere Kenntnis zum individuellen Sachverhalt ist eine konkrete Aussage unsererseits nicht möglich. Aus Ihrem Rentenbescheid geht hervor, wer Ihr Ansprechpartner bei der Deutschen Rentenversicherung ist. Sie können sich mit dem zuständigen Sachbearbeiter zur Klärung der individuellen Lage in Verbindung setzen und erfahren dort, warum es zu der Entscheidung gekommen ist.

von
=//=

Zitiert von: Herz1952

Diese werden auch nicht regelmäßig alle 2 Jahre überprüft, zumindest nicht bei der DRV. Die Regionalstellen können das allerdings anders handhaben.

Oft merkt der EM-Rentner nicht einmal, wann eine Überprüfung stattfindet. Nämlich dann, wenn nur eine Anfrage beim zuständigen Arzt stattfindet.

Das Ende der Rente kann den Übergang in die Altersrente sein, oder auch eine Schwerbehinderten-Rente auf Antrag, oder der Tod. Deshalb ist der Ausdruck "auf unbestimmte Dauer" angebracht.

Ich frage mich auch, was Sie unter DRV und Regionalstellen verstehen.

Es gibt zwar seit 2005 eine Deutsche Rentenversicherung, aber immer noch eine Unterteilung in die DRV Bund (= frühere BfA) und die Regionalträger DRV XY (=frühere LVA'en).

Die meisten Kontrollen erfolgen über die DRV Bund. Die Regionalträger kotrollieren nur in ganz wenigen Ausnahmefällen, z.B. dann, wenn eine Änderung der gesundheitlichen Verhältnisse bekannt oder vermutet werden oder eine Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze aufgenommen wird.

Mir ist aus meiner Praxis kein Fall bekannt, wo nur ein Arztbericht angefordert wird und der Rentner nichts von einer Kontrolle bemerkt. Das ist keinesfalls die Regel.

@Neuling:

Im § 102 Absatz 2 Sozialgesetzbuch 6 steht, dass Renten wegen Erwerbsminderung auf Zeit geleistet werden. Das ist somit die Regel. Die Ausnahme: Es wird eine EM-Rente auf Dauer gezahlt, wenn das Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bei weniger als 3 Stunden/Tag liegt UND eine Besserung des Gesundheitszustandes unwahrscheinlich ist.

Im rentenbescheid steht bei einer Dauerrente als Rentenende grundsätzlich das Erreichen der Regelaltersgrenze. Was aber nicht bedeutet, dass nicht auch eine vorzeitige Altersrente VOR Erreichen der Regelaltersgrenze gezahlt werden kann UND dass tatsächlich die Rente auf Dauer gewährt wird, wenn es Umstände gibt, wodurch eine Besserung des Gesundheitszustandes erreicht wird.

Krasses Beispiel: Ein seit Jahrzehnten erwerbsgeminderter Rentner hat eine Dauerrente wegen einer schweren Nierenerkrankung bezogen und erhält jetzt eine Spenderniere. Diese wird gut angenommen und der Rentner kann Wochen oder Monate später wieder mehr als 6 Stunden am Tag arbeiten.

Dann würde die EM-Rente aufgrund der wesentlichen Besserung entzogen.

von
michele

Das mit der Überprüfung versteht kein Mensch!reine Schikane...

Mir wurde sofort eine unbefristete Rente gewährt,aber nach 3 jahren kam die erste Überprüfung!wer soll das bitte verstehen?

von
Schorsch

Zitiert von: Neuling

Dann soll der Rententräger doch lieber die Renten generell befristen, somit weiß derjenige wenigstens, woran er ist und bleibt nicht im Ungewissen und der Druck entfällt.

Dann müssen Sie aber auch nach jedem Bewilligungszeitraum einen Fortzahlungsantrag stellen, während Dauerrenten bis auf Weiteres weiter laufen.

Wollen Sie das wirklich?

"Unbefristet" heißt auch nicht "unendlich", sondern "bis auf Weiteres".

von
Schorsch

Zitiert von: michele

Mir wurde sofort eine unbefristete Rente gewährt,aber nach 3 jahren kam die erste Überprüfung!wer soll das bitte verstehen?

"Unbefristet heißt "auf unbestimmte Dauer" und nicht "unendlich".

Und dass Überprüfungen erfolgen KÖNNEN, wird im Rentenbescheid ausdrücklich erwähnt.

von
Rentenprüfer

Zitiert von: Neuling

....somit weiß derjenige wenigstens, woran er ist und bleibt nicht im Ungewissen und der Druck entfällt.

Schön, dass Sie dem Ende Ihrer Zeitrente so gelassen entgegensehen.

Die meisten Bezieher von Zeitrenten können schon Monate vor Ablauf nicht mehr richtig schlafen.

von
Max

Hallo!

Also diese Selbsauskunfstfragebögen habe ich im Abstand von 2 Jahren ......über einen sehr langen Zeitraum erhalten.....vom DRV BUND Berlin.....jetzt zum ersten mal wurde diese regelmäßige Prüfung nicht duchgeführt ob ich das nun gut heißen soll......auch das bringt eben wieder eine gewisse Unsicherheit....

Herz
Bei welchem Arzt soll der DRV den anfragen wenn er den Rentner nicht vorher angeschrieben hat .....wo er in Behandlung ist......außerdem muss man Ihn ja ausdrücklich von der Schweigepflicht entbinden....

Neuling wenn Ihnen eine sogenannte Dauerrente entzogen wird ist das ein Anderer Vorgang als bei einer Zeitrente.....den die Beweislast wird umgekehrt ob einem eine Rente noch zusteht!

Max

Max

von
Schorsch

Zitiert von: Max

Bei welchem Arzt soll der DRV den anfragen wenn er den Rentner nicht vorher angeschrieben hat .....wo er in Behandlung ist......außerdem muss man Ihn ja ausdrücklich von der Schweigepflicht entbinden....

So ist es!

von
michele

es ist einfach nicht logisch,wenn man sofort eine unbefristete rente erhält,und danach trotzden alle 2-3 jahre überprüft wird.

kann man eigentlich eine befristete rente einfordern und die unbefristete zurück geben?

von
Neuling

Der Empfänger einer unbefristeten EM-Rente (egal ob diese Leistung auch als Rente auf unbestimmte Dauer oder Dauerrente bezeichnet wird), wird doch im Rentenbescheid auf seine Mitwirkungspflicht hingewiesen und somit bösgläubig gestellt.

Das sollte doch ausreichen.

Trotzdem fallen Überprüfungen an. Der Verwaltungsaufwand für diese Fälle...und das sind ja nicht wenige... ist m.E. viel zu hoch.

Ein wenig Vertrauen zu den Leistungsempfängern sollte man schon haben.

von
Herz1952

Hallo Max,

die DRV hat doch mit dem Verlängerungsantrag sämtliche Ärzte und Krankenhäuser bei denen ich in Behandlung war. Und sollte die Anfrage ins Leere laufen, können sie immer noch einen Selbstauskunftsbogen anfordern. So dachte ich wenigstens. Für mich war das so wie so unerheblich. Nur der Kardiologe auf der Reha glaubte irgendwie an ein Wunder, war aber leider nicht der Fall.

In meinem Bescheid ist nichts erwähnt, dass eine Überprüfung stattfinden könnte. Zumindest war das entsprechende "Kästchen", das darauf hindeuten könnte, nicht angekreuzt.

Mittlerweile könnte ich die EM-Rente auf unbestimmte Dauer auch auf eine Rente wg. Schwerbehinderung "umschreiben" lassen.

Das seltsame war bei mir, dass die Krankenkasse meinen Hausarzt gefragt hatte, ob ich nicht schon die Reha hinter mir hätte. Dabei war es noch gar nicht sicher, ob noch Bypässe gelegt werden könnten, oder evtl. ein Spenderherz in frage käme.

Wundern kann ich mich mittlerweile über nichts mehr. Wenn es nach der Reha-Sozialberaterin gegangen wäre, sollte ich mich noch vor dem Stichtag beim Arbeitsamt melden, bei dem noch eine 24-Monate lange ALG I möglich gewesen wäre.

Wenn ich mich nicht irre hat allerdings unser Sohn mittlerweile auch eine Rente auf unbestimmte Dauer und er hat etwas gesagt, dass diese alle 2 Jahre überprüft werden könnte. Ich habe allerdings den Rentenbescheid nicht gesehen. Unserer beiden Renten wurden nach 3 Jahren Befristung auf unbestimmte Dauer verlängert.

Es ist allerdings als Ende der Rente die Regelaltersgrenze eingetragen. Ob wir diese erreichen ist fraglich.

@Neuling. Aus Ihrer Frage geht allerdings nicht eindeutig hervor, ob Sie schon Rente beziehen, oder ob es eine allgemeine Frage ist, weil Sie sich im Forum umgesehen haben.

von
Max

Zitiert von: michele

es ist einfach nicht logisch,wenn man sofort eine unbefristete rente erhält,und danach trotzden alle 2-3 jahre überprüft wird.

kann man eigentlich eine befristete rente einfordern und die unbefristete zurück geben?

Michele haben Sie eigentlich gelesen was ich geschrieben habe?

Denken Sie mal darüber nach!

Außerdem finden diese sogenannte Nachprüfungen in aller Regel nur von der DRV Bund Berlin in dieser Regelmässigkeit statt......dies wurde hier schon mehrfach von Betroffenen und auch Expeten bestätigt!

Da es keine allgemeine Gesetzgebung gibt die für alle Rententräger gilt ist.....quasi der Geprüfte der Gelackmeierte!

Max

von
Neuling

Zitiert von: Herz1952

@Neuling. Aus Ihrer Frage geht allerdings nicht eindeutig hervor, ob Sie schon Rente beziehen, oder ob es eine allgemeine Frage ist, weil Sie sich im Forum umgesehen haben.

Das Zweite trifft zu.

von
Max

Hallo Herz!

(Das seltsame war bei mir, dass die Krankenkasse meinen Hausarzt gefragt hatte, ob ich nicht schon die Reha hinter mir hätte. Dabei war es noch gar nicht sicher, ob noch Bypässe gelegt werden könnten, oder evtl. ein Spenderherz in frage käme.

Wundern kann ich mich mittlerweile über nichts mehr. Wenn es nach der Reha-Sozialberaterin gegangen wäre, sollte ich mich noch vor dem Stichtag beim Arbeitsamt melden, bei dem noch eine 24-Monate lange ALG I möglich gewesen wäre.)

Den Kostenträgern gehts wohl nur um die Kohle......hauptsache von meiner Liste gestrichen!

Aber noch leben wir!

MfG

Max

von
Schorsch

Zitiert von: michele

kann man eigentlich eine befristete rente einfordern und die unbefristete zurück geben?

Möchten Sie denn gerne alle paar Jahre einen Fortzahlungsantrag stellen?