von
jandrek

Guten Tag, euch allen!
Was tu ich, wenn die KK, ohne meine Zustimmung den RehaEntlassungsbericht- unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, bei der Rehaklinik den Entlassungsbericht anfordert und bekommt. (Die KK behauptete schriftlich der Klinik gegenüber, dass meine schriftliche Zustimmung vorliegen würde)
Im Ergebnis, erhalte ich kein Krankengeld mehr.
Was empfehlt ihr mir?

von
GroKo

Zitiert von: jandrek

Guten Tag, euch allen!
Was tu ich, wenn die KK, ohne meine Zustimmung den RehaEntlassungsbericht- unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, bei der Rehaklinik den Entlassungsbericht anfordert und bekommt. (Die KK behauptete schriftlich der Klinik gegenüber, dass meine schriftliche Zustimmung vorliegen würde)
Im Ergebnis, erhalte ich kein Krankengeld mehr.
Was empfehlt ihr mir?

Geh arbeiten.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo jandrek,

bei Unstimmigkeiten mit dem Datenschutz sollten Sie sich zunächst an den internen Datenschutzbeauftragten des betreffenden Sozialleistungsträgers (hier also der Krankenkasse) wenden. Sollte sich das Problem auf diesem Wege nicht klären lassen, können Sie sich darüber hinaus auch an den Bundesdatenschutzbeauftragten wenden.

von
Achill

Normalerweise werden Entlassungsbericht nur von den RV-Trägern an die Krankenkassen übersandt.

Und hier haben Sie schlecht Karten, da die RV-Träger, sowie die Krankenkassen auch gesetzlich verpflichtet sind Amtshilfe zu leisten.

von
W*lfgang

Zitiert von: jandrek
Was empfehlt ihr mir?
jandrek,

fordern Sie die Krankenkasse auf, Ihre schriftliche Zustimmung zur Datenweitergabe mit Unterlagen zu belegen - bzw. um Benennung der gesetzlichen Grundlagen, diese ohne Zustimmung anzufordern/erhalten zu können.

Fordern Sie die Rentenversicherung, das Auskunftsersuchen der KK vorzulegen/Ihre schriftliche Zustimmung dazu und ggf. um Übersendung der gesetzlichen Vorschriften, das ohne Ihre Einwilligung tun zu dürfen.

Wenden Sie sich an die Datenschutzbeauftragten der KK, der DRV, den Bundesdatenschutzbeauftragten.

NUR, was soll das alles bezwecken - die Nichtzahlung des KG alleine kann es nicht sein, da liegen andere Gründe vor, dass die KK das Krankengeld eingestellt hat. Vielleicht nicht dem Hinweis der DRV gefolgt, dass das Dispositionsrecht zur Nicht-EM-Rentenantragstellung eingeschränkt ist ...? Eben weil die KK mit im Boot sitzt und ein 'berechtigtes' Interesse daran hat, die Erwerbsfähigkeit/-minderung feststellen zu lassen und Sie evtl. Ihren Mitwirkungspflichten nicht nachgekommen sind.

Alles nur Spekulation, da niemand hier die Schriftwechsel/die Sachverhalte kennt.

Die stärkste Position Ihnen gegenüber hat zz. die KK – die zahlt nicht, nun müssen Sie das lösen ...

Gruß
w.

von
HotRod

1. Dienstauffsichtsbeschwerde mit Klageandrohung

2. Beschwerde an den Datenschutzbeauftragten

3. Information des Bundesministeriums für Gesundheit

Das menschenverachtende und auf Erniedrigung der Versicherten ausgerichtete Vorgehen der GKVen hat Methode und gehört angeprangert !

von
W*lfgang

Zitiert von: jandrek
Das menschenverachtende und auf Erniedrigung der Versicherten ausgerichtete Vorgehen
...Sie sollten mal 'ne neue Formel in Ihren Textbaustein einwerfen/Sie werden langweilig - (über)fordert Sie das etwas? ...oder meinen Sie vulgo: wer früher stirbt, ist kürzer arm?! Dann lassen Sie das raus - oder was im Detail kratzt Sie an? Los, hier haben Sie alle Möglichkeiten des (relativ) sachlichen Miteinanders/Outing ...so lange Sie nicht vor Sachargumenten/statt Nebelkerzen zurückscheuen - oder zucken Sie vor (legislativem) Weihwasser zurück ;-)

Gruß
w.

von
Herz1952

Hallo W*lfgang,

in diesem Fall stimme ich ausnahmsweise mit HotRod mit der Dienstaufsichtsbeschwerde überein.

Allerdings löst das nicht das ganze Problem. Erstens ko..en mich die Krankenkassen mit Ihren Vorgehensweise in mehrfacher Hinsicht an. Ich habe das mehrfach selbst erlebt.

Außerdem stehen die REHA-Ärzte so unter Erfolgszwang, dass sie aus dieser Situation heraus auch ihre Ausbildung vergessen und von vornherein - insbesondere die Psychologen voller Vorurteile sind. Ein Kardiologe hatte bei mir anscheinend seine Ausbildung als Arzt (innere Medizin) total vergessen und dachte auch ich würde wieder voll leistungsfähig (zumindest fast). Da wäre eine Wunderheilung notwendig gewesen. Ich wusste das auch durch einen Kardiologen der Universitätsklinik, das dies nicht mehr möglich war. Er hatte recht, dass ich nur noch ca. 50 % Gesamtherzleistung nach einer Bypas OP erreichen konnte. So war es denn auch. So konnte ich getrost sagen, dass ich wieder arbeiten wollte, falls die "Vorhersagen/Vermutungen" des Reha-Arztes eintreffen. So wurde ich arbeitsunfähig (zunächst) entlassen. Nach KG bekam ich umgehend Arbeitsmarktrente und anschließend volle EM-Rente auf unbestimmte Dauer.

@Jandrek,

Der "Datenschutz" bringt Sie auch nicht weiter. Legen Sie Widerspruch gegen den Bescheid der KK ein und lassen Sie sich von Ihrem Arzt arbeitsunfähig schreiben, falls Sie das noch sind aus der Sicht Ihres Arztes. Fordern Sie die Weiterzahlung des Krankengeldes (notfalls unter "Androhung" weiterer Massnahmen, wie z.B. Klage.

Lesen Sie Ihren Reha-Bericht und nehmen Sie sich notfalls einen freien Sozialberater.

Einen anderen Rat kann ich Ihnen nicht geben. Es sei denn, Sie sind aus Ihrer Sicht ebenfalls arbeitsfähig, dann können Sie arbeiten gehen. Wenn dieser Versuch scheitert, dann gehen Sie wieder zum Arzt.

Herz1952

von
HotRod

Zitiert von: Herz1952

Fordern Sie die Weiterzahlung des Krankengeldes (notfalls unter "Androhung" weiterer Massnahmen, wie z.B. Klage.

Mit welcher Begründung ?

Warum die KG-Zahlungen eingestellt wurden, hat der Fragesteller bisher unterschlagen !

von
User

Zitiert von: Achill

Normalerweise werden Entlassungsbericht nur von den RV-Trägern an die Krankenkassen übersandt.

Und hier haben Sie schlecht Karten, da die RV-Träger, sowie die Krankenkassen auch gesetzlich verpflichtet sind Amtshilfe zu leisten.

Wenn keine Einverständniserklärung vom Versicherten vorliegt, wird die DRV trotzdem den Entlassungsbericht nicht versenden.

Und hier hat die KK ja bei der Rehaklinik den Bericht angefordert.

von
Achill

Zitiert von: User

Zitiert von: Achill

Normalerweise werden Entlassungsbericht nur von den RV-Trägern an die Krankenkassen übersandt.

Und hier haben Sie schlecht Karten, da die RV-Träger, sowie die Krankenkassen auch gesetzlich verpflichtet sind Amtshilfe zu leisten.

Wenn keine Einverständniserklärung vom Versicherten vorliegt, wird die DRV trotzdem den Entlassungsbericht nicht versenden.

Und hier hat die KK ja bei der Rehaklinik den Bericht angefordert.

Rehakliniken sind angehalten Anfragen der Krankenkassen auf Entlassungsberichte dem RV-Träger weiterzuleiten, da die Kliniken nicht das Recht haben diesen zu übersenden.

So kenne ich das zumindest.

von
User

Zitiert von: Achill

Zitiert von: User

Zitiert von: Achill

Normalerweise werden Entlassungsbericht nur von den RV-Trägern an die Krankenkassen übersandt.

Und hier haben Sie schlecht Karten, da die RV-Träger, sowie die Krankenkassen auch gesetzlich verpflichtet sind Amtshilfe zu leisten.

Wenn keine Einverständniserklärung vom Versicherten vorliegt, wird die DRV trotzdem den Entlassungsbericht nicht versenden.

Und hier hat die KK ja bei der Rehaklinik den Bericht angefordert.

Rehakliniken sind angehalten Anfragen der Krankenkassen auf Entlassungsberichte dem RV-Träger weiterzuleiten, da die Kliniken nicht das Recht haben diesen zu übersenden.

So kenne ich das zumindest.

Richtig, und jetzt?

Es ist egal ob die Rehaklinik oder die DRV den E-Bericht versandt hat, wenn die KK reinschreibt "Einverständniserklärung liegt vor", wird das nicht nochmal nachgefragt.

Von daher an den Datenschutzbeauftragen der KK wenden und da Stunk machen. Die Klinik oder die RV trifft hier mMn keine Schuld.

von
HotRot

hallo HotRot,

die Krankenkassen geben zunächst keine Begründung. Denen geht es nur um Krankengeld zu sparen, notfalls auch rechtswidrig. Wer sich das gefallen lässt ist ohnehin der Dumme.

Bei mir hat sogar der Gutachter des MDK darauf hingewiesen, dass die KK eine sog. Verweisungstätigkeit prüfen sollte.

Das hat die KK nicht getan und sofort die KG-Zahlung eingestellt. Dies war rechtswidrig - zumindest in meinem Fall.

Ich hatte einen freien Renten- und Sozialberater. Dieser schrieb einen Brief an die Krankenkasse diesbezüglich und die KK wurde mit den Kosten (400,-- € zuzüglich MwSt) belastet und das KG weitergezahlt.

Aber merke: Wo kein Kläger, da kein Richter. Recht hat man nicht, Recht muss man bekommen.

Die KK hat das Krankengeld deshalb nicht weitergezahlt, weil lt. Gutachten keine AU mehr vorliegt. Entweder man läßt es, oder erhebt Widerspruch. Dieser kann innerhalb eines Monats noch näher begründet werden.

Herz1952

von
Achill

Zitiert von: User

Zitiert von: Achill

Zitiert von: User

Zitiert von: Achill

Normalerweise werden Entlassungsbericht nur von den RV-Trägern an die Krankenkassen übersandt.

Und hier haben Sie schlecht Karten, da die RV-Träger, sowie die Krankenkassen auch gesetzlich verpflichtet sind Amtshilfe zu leisten.

Wenn keine Einverständniserklärung vom Versicherten vorliegt, wird die DRV trotzdem den Entlassungsbericht nicht versenden.

Und hier hat die KK ja bei der Rehaklinik den Bericht angefordert.

Rehakliniken sind angehalten Anfragen der Krankenkassen auf Entlassungsberichte dem RV-Träger weiterzuleiten, da die Kliniken nicht das Recht haben diesen zu übersenden.

So kenne ich das zumindest.

Richtig, und jetzt?

Es ist egal ob die Rehaklinik oder die DRV den E-Bericht versandt hat, wenn die KK reinschreibt "Einverständniserklärung liegt vor", wird das nicht nochmal nachgefragt.

Von daher an den Datenschutzbeauftragen der KK wenden und da Stunk machen. Die Klinik oder die RV trifft hier mMn keine Schuld.


Auch ohne Einverständnis des Vers. muss die RV den Krankenkassen auskunft geben, damit diese Ihren gesetzl. Pflichten nachkommen können.

Das die KK gelogen hat was das Einverständnis angeht ist eine andere Sache. Vielleicht hat der Themenersteller auch unwissend in einem Antrag sein Einverständnis gegeben. Kann man nie wissen.

von
Hunter

Zitiert von: Achill

Zitiert von: Achill
Das menschenverachtende und auf Erniedrigung der Versicherten ausgerichtete Vorgehen
...Sie sollten mal 'ne neue Formel in Ihren Textbaustein einwerfen/Sie werden langweilig - (über)fordert Sie das etwas? ...oder meinen Sie vulgo: wer früher stirbt, ist kürzer arm?! Dann lassen Sie das raus - oder was im Detail kratzt Sie an? Los, hier haben Sie alle Möglichkeiten des (relativ) sachlichen Miteinanders/Outing ...so lange Sie nicht vor Sachargumenten/statt Nebelkerzen zurückscheuen - oder zucken Sie vor (legislativem) Weihwasser zurück ;-)

Gruß
w.

Das soll sachlich sein ???
Das ist unverständliches krudes unsachliches Kauderwelsch.
Bevor Sie anderen gute Ratschläge erteilen, sollten Sie doch selbst einmal mit gutem Beispiel vorangehen.
Aber -- ich befürchte, er kann es nicht.

von
Schorsch

Zitiert von: HotRot

die Krankenkassen geben zunächst keine Begründung. Denen geht es nur um Krankengeld zu sparen, notfalls auch rechtswidrig.

Herz1952

Heißen Sie "HotRot" oder "Herz1952"?

Dass die Krankenkassen Krankengeld sparen wollen, ist in der Tat so.

Trotzdem wird keine Krankengeldzahlung ohne Begründung eingestellt.

Dass diese Begründung eventuell unzulässig sein könnte, steht auf einem anderen Blatt.