von
Hartmut Stange

Was unternimmt das Finanzamt, wenn die Riester-Förderberechtigung entfällt, z.B. durch eine förderschädliche Verwendung des angesparten Kapitals? Muss dann die erhaltene Steuererstattung zurückgezahlt werden? Wie erfährt das Finanzamt davon?

von
Nix

Es muß der gewährte Steuervorteil aus den Riesterrentenbeiträgen zurückerstattet werden.
Die Bundeszentrale für Finanzen in Berlin informiert Ihr Finanzamt über die Auflösung Ihres Riestervertrages.

Nix

Experten-Antwort

Bei einer sogenannten schädlichen Verwendung entnehmen Sie das angesparte Vermögen. Die im Vermögen enthaltenen
Zulagen sowie die zusätzlichen Steuervorteile werden von Ihrem Anbieter einbehalten und an die ZfA (Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen) zurückgezahlt.
Das Finanzamt wird darüber informiert und prüft, ob die im ausgezahltem Kapital enthaltenen Zinsen, Erträge und Wertsteigerungen zu versteuern sind.

von
Stange

Zitiert von:

Die im Vermögen enthaltenen
Zulagen sowie die zusätzlichen Steuervorteile werden von Ihrem Anbieter einbehalten und an die ZfA (Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen) zurückgezahlt.

Woher weiß der Anbieter bzw. die ZfA, wie hoch die Steuererstattung war? Diese fließt übrigens auf das Girokonto des Riester-Sparers, nicht etwa auf das Riester-Konto beim Anbieter.

von
Schade

Na dann sollten Sie das Finanzamt fragen wie die die Steuerrückforderung berechnen und was die tun um die Kohle zurückzubekommen.

Woher soll jemand im Rentenforum die Mechanismen der Behörde Finanzamt genau kennen?

Experten-Antwort

Die als sonstige Einkünfte zu besteuernden Beträge muss der Anbieter gemäß § 94 EStG der ZfA mitteilen, die wiederum das für die Besteuerung des Zulagenberechtigten zuständige Finanzamt entsprechend unterrichtet.