von
Elfi

Hallo,

ich glaube meine Nachfrage von letzter Woche ist irgendwie untergegangen. Ich wäre sehr dankbar, wenn ich dazu noch eine Antwort bekommen könnte.

Hier nochmal der Text:

Zitiert von:

Für Sie sind jedoch Leistungen im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich einer WfbM geplant. Dies sind die Bereiche der WfbM, die dem Arbeitsbereich vorgeschaltet sind, in denen die Versicherten für die Tätigkeit im Arbeitsbereich einer WfbM vorbereitet werden sollen.

bedeutet das, dass man sich also sehr gut überlegen sollte, welchen Berufsbildungsbereich man wählt, weil man nur für die dort "erlernte" Tätigkeit anschließend auch im Arbeitsbereich eingesetzt werden kann, oder könnte man auch anschließend in einem anderen Bereich (vielleicht sogar in einer anderen WfbM) angestellt werden und müsste dann für die dortige Tätigkeit neu eingearbeitet werden? Oder ist das zuviel Aufwand für die WfbMs?

Zitiert von:

Welches Tarifentgelt oder ortsübliches Arbeitsentgelt zugrunde zu legen ist, ermittelt der zuständige Rentenversicherungsträger anhand Ihrer Erwerbsbiographie.

Ist in diesem Zusammenhang der Tätigkeitsschlüssel von den Gehaltsabrechnungen von Bedeutung oder sichtet die Rentenversicherung zur genaueren Analyse der Erwerbsbiographie auch Zeugnisse und Arbeitsverträge?

Zitiert von:

Wie Sie bereits angeben, beziehen Sie eine befristete Rente wegen Erwerbsminderung. Diese Rente wird auf das Ihnen zustehende Übergangsgeld angerechnet.

nur zur Prüfung, ob ich den Rechenweg richtig verstanden habe, hier ein Rechenbeispiel:

Angenommen Tariflohn oder ortsübliches Arbeitsentgelt wäre 1800,- brutto für 40 Wochenstunden (entspricht ca. 10,46 EUR Stundenlohn).

Da ich in der WfbM nur 35 Wochenstunden hätte, wären es dann ca. 1575,- EUR brutto --> ca. 1120,- EUR netto

Rente 500,- EUR wird abgezogen = 700,- EUR netto. (Dann würde ich, um auf hiesiges Hartz4-Niveau zu kommen, noch ca. 50-80 EUR Sozialhilfe oder so bekommen.)

Richtig so? oder sind da Denkfehler drin?

Viele Grüße
Elfi

(Hier war die Ursprungsfrage: http://www.ihre-vorsorge.de/forum.html?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=18844 , wobei ich heute erfahren habe, dass das ALG2 beendet wird und ich jetzt ergänzend zur Rente Grundsicherung oder Sozialhilfe beantragen soll, aber das hat ja glaube ich nichts mit der Übergangsgeld-Frage zu tun.)

von
*.*

Antwort nur zum letzten Punkt:

Wenn das Übergangsgeld auf die Rente angerechnet wird, heißt das, Sie bekommen zu dem gekürzten Übergangsgeld (das hatten Sie mit 700 EUR beziffert) noch zusätzlich die Rente gezahlt (die hatten Sie mit 500 EUR angegeben).
Sie würden also über dem Sozialhilfeniveau liegen.

Experten-Antwort

Hallo Elfi,

während Ihrer Zeit im Berufsbildungsbereich werden Sie die verschiedenen Arbeitsbereiche der Werkstätte durchlaufen. Dort können Sie sich von den jeweiligen Tätigkeiten ein konkretes Bild machen mit den geforderten Voraussetzungen und Arbeitsanforderungen.
Am Ende der Zeit im Berufsbildungsbereich wird dann - gemeinsam mit Ihnen - entschieden, welche Tätigkeit für Sie am besten geeignet ist.

Die Höhe Ihres Übergangsgeldes errechnet sich aus dem Tariflohn, da vermutlich die letzte Tätigkeit mehr als 3 Jahre zurückliegt.
Die tatsächliche wöchentliche Stundenzahl in der Werkstatt ist zur Berechnung des Übergangsgeldes ohne Belang.( Keine Kürzung auf 1545,00 EUR wie in Ihrem Beispielsfall !)

Eine Rente wegen Erwerbsminderung wird auf das Übergangsgeld - wie von Ihnen schon aufgeführt - angerechnet.

von
Elfi

Hallo Experte,

Zitiert von:

während Ihrer Zeit im Berufsbildungsbereich werden Sie die verschiedenen Arbeitsbereiche der Werkstätte durchlaufen. Dort können Sie sich von den jeweiligen Tätigkeiten ein konkretes Bild machen mit den geforderten Voraussetzungen und Arbeitsanforderungen.
Am Ende der Zeit im Berufsbildungsbereich wird dann - gemeinsam mit Ihnen - entschieden, welche Tätigkeit für Sie am besten geeignet ist.

das ist leider nur die *schöne Theorie*... Die WfbM, die für mich fahrtzeitmäßig günstig zu erreichen wäre, hat für die Abt. Psych. Kranke leider nur *einen einzigen* Arbeits- u. Berufsbildungsbereich (falls ein neuer Auftraggeber hinzukommt, könnten natürlich noch andere Tätigkeiten hinzukommen, aber das kann nicht garantiert werden, momentan gibt es nur diesen einen).

Deshalb meine Frage, wenn ich da jetzt 2 Jahre nur Verpackungsarbeiten mache, könnte ich dann anschließend mich in einer anderen WfbM beispielsweise für Gartenarbeiten bewerben? Oder sagen die mir dann "Nein, es werden nur Leute in den Arbeitsbereich übernommen, die auch hier bei uns den Berufsbildungsbereich durchlaufen haben." ?
(falls Sie das nicht beantworten können, weil es zu speziell ist, kann ich das irgendwo nachlesen? ist das genau in der Werkstättenverordnung geregelt bzw. gibt es zu dieser noch Ausführungsbestimmungen für die einzelnen Bundesländer oder so? Oder ist es auch Ermessen der einzelnen WfbM, könnte die eine also sagen, nein das geht nicht, und eine andere sagt, klar kein Problem, die Tätigkeiten hier sind ja nicht sooo schwierig, zeigen wir Ihnen neu und Sie können gerne bei uns arbeiten" ?)

Zitiert von:

Die Höhe Ihres Übergangsgeldes errechnet sich aus dem Tariflohn, da vermutlich die letzte Tätigkeit mehr als 3 Jahre zurückliegt.

ja das ist die Antwort, die ich auch über die Suchfunktion hier schon gefunden hatte. Aber welcher Tariflohn? Ich hatte vor 20 J. eine Ausbildung im Öffentlichen Dienst, dort aber nur 3 Jahre gearbeitet und anschließend verschiedene Kaufmännische Tätigkeiten ausgeübt, für die ich eigentlich "auf dem Papier" gar nicht qualifiziert gewesen wäre. Deshalb war meine Frage, ob die Rentenversicherung für die Entscheidung, welcher Tariflohn bei mir als Wert genommen wird, Dinge wie Zeugnisse, Arbeitsverträge und den Tätigkeitsschlüssel zu Rate zieht. Oder wäre es wahrscheinlich, dass einfach der Wert genommen wird, den man mit meiner damaligen Ausbildung heute verdienen würde?

Die Rentenversicherung sagte mir auf Nachfrage, genau ausrechnen tun sie mir das erst, wenn ich konkret sage, in der und der WfbM möchte ich anfangen. Aber ich erwarte ja jetzt *keine genaue* Zahl, nur es muss doch möglich sein, den Berechnungsweg nachzuvollziehen oder ist das so geheim und mehr oder weniger willkürlich? Das kann ich mir eigentlich kaum vorstellen. Gibt doch bestimmt genaue Regeln und meine leicht wechselnde Berufsbiographie ist gewiss nicht ungewöhnlich.

herzlichen Dank und freundliche Grüße
Elfi

Experten-Antwort

Ob ein Wechsel in eine andere Werkstätte möglich ist, müssen Sie mit Ihren zuständigen Kostenträger abstimmen. Dies ist im Arbeitstrainingsbereich der überörtliche Sozialhilfeträger.
Bei der Ermittlung des tariflichen Arbeitsentgeltes wird in der Regel die zuletzt ausgeübte Tätigkeit oder Beschäftigung herangezogen, es sei denn, Sie können beweien, dass die Tätigkeit im öffentlichen Dienst bereits aus gesundheitlichen Gründen beendet wurde.
Für eine detailliertere Auskunft bzw. Beratung wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige(n) Reha – Beraterin/ Reha – Berater oder an Ihre nächste Reha – Servicestelle (www.reha–servicestelle.de).