von
karolina

hallo forum

ich möchte gerne wissen, ob man als vollerwerbsgemindert 4 std täglich in einer werkstatt für behinderte arbeiten darf?

kann ich meine 430 euro rente plus grundsicherung weiter beziehen, oder muss ich
übergangsgeld beantragen ?

für den fall, dass ich 4 std arbeite, werde ich dann neu begutachtet? danke!

von
elfi

Hallo karolina,

zu der Frage bzgl. eventueller erneuter Begutachtung kann ich nichts sagen.

Aber ich bin auch voll erwerbsgemindert und arbeite (Berufsbildungsbereich) seit einigen Monaten in einer WfbM.

Es ist tatsächlich so, dass man sich nicht dadurch irre führen lassen darf, dass es eine volle Erwerbsminderungsrente nur gibt, wenn man *unter 3 Std. täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt* schafft. Für WfbMs hat das keine Gültigkeit, weil das ist nicht der "allgemeine Arbeitsmarkt" (man hat viel mehr Pausen, viel mehr Rücksichtnahme wenn es einem schlecht geht, keinen Zeitdruck bei der Arbeit usw.). Also Sie "dürfen" sogar über 6 Std. dort arbeiten (ob man es schafft, muss man dann sehen).

Ob Sie Übergangsgeld beantragen "müssen", weiß ich nicht. Ich würde es auf jeden Fall beantragen, die Rentenversicherung prüft dann, ob ein Anspruch besteht. Wenn ja, kann das je je nach Ihrer bisherigen Erwerbsbiografie eine positive Überraschung geben, kann aber auch sein, dass es im Endeffekt nicht mehr sein wird als jetzt Rente+Grundsicherung.

viele Grüße
elfi

Experten-Antwort

Hallo Karolina,

die Aussage von Elfi bezüglich der Arbeitszeit in der WfbM ist richtig. Eine neuerliche Begutachung wird deshalb wohl nicht erfolgen.
Für die Zeit im Eingangs - und Berufsbildungsbereich steht Ihnen - unter Anrechnung Ihrer Erwerbsminderungsrente - Übergangsgeld zu. Ob dann noch ein Anspruch auf Leistung der Grundsicherung besteht, hängt davon ab, wie hoch Ihre Rente und der Übergangsgeldzahlbetrag ist.
Über die Höhe des ÜG - Anspruches kann ich Ihnen - aufgrund fehlender Daten - leider keine Auskunft erteilen. Besprechen Sie dies aber in Ruhe mit Ihrem Berater/Ihrer Beraterin.