von
Estrella

Hallo,
nach Rentenbescheid wurde durch Rentenberater Widerspruch eingelegt wegen Falschberechnung.
Dann Mitteilung erhalten, das dem Widerspruch stattgegeben wird.
Es wird ein neuer Bescheid zugestellt und die Kosten für den Widerspruch werden von der DRV übernommen.
Widerspruch wurde dann zurückgenommen.
Kann nach neuem Rentenbescheid nochmal Widerspruch eingelegt werden ?

von
Schorsch

Grundsätzlich ja, sofern tatsächlich ein neuer Rentenbescheid erstellt wird und nicht nur ein Ergänzungsblatt.

Warum meinen Sie denn, dass Sie gegen den korrigierten Rentenbescheid erneut Widerspruch einlegen müssen?

Gewöhnlich wird bereits im Widerspruchsverfahren geklärt, was geändert werden muss.

von
=//=

Grundsätzlich kann gegen den neuen Bescheid nur ein Rechtsbehelf eingelegt werden, soweit er sich gegen die Ausführung der Abhilfe richtet.

Z.B. wurden weitere Zeiten anerkannt vom 01.01.2014 - 31.03.2014; die Neuberechnung erfolgte aber nur mit Zeiten vom 01.02.2014 - 31.03.2014. Dann kann gegen die Neuberechnung Widerspruch eingelegt werden.

Ein simples Beispiel, was es aber verständlich machen sollte.

von
=//=

Ergänzung:

Sollte nach einem rechtskräftigen Bescheid (ob aus einem Antragsverfahren, Rechtsmittelverfahren heraus) noch nachträglich festgestellt werden, dass doch noch etwas fehlt, z.B. Beitrags-, Anrechnungs- oder Kindererziehungzeiten, kann nach Eintritt der Rechtskraft ein Antrag auf Überprüfung nach § 44 Sozialgesetzbuch X gestellt werden. Es ist also nicht immer zwingend notwendig, Widerspruch zu erheben, vor allem nicht bei der Anerkennung weiterer rentenrechtlicher Zeiten. Lediglich die Verjährungsvorschrift von 4 Jahren (§ 44 Abs. 4 SGB X) sollte beachtet werden.

von Experte/in Experten-Antwort

Den Ausführungen von „=//=“ schließen wir uns mit folgender Ergänzung an, dass auf die Einschränkung des Widerspruchs, dieser sich also nur gegen die „Ausführung der Abhilfe“ richten darf, ausdrücklich im Abhilfebescheid hingewiesen wird.