von
ToMa

Mein Sohn möchte gerne seine Gutachten einsehen, eines hat er schon bekommen, die DRV Nord verzögert aber die Akteneinsicht, weil jetzt der med. Dienst entscheiden soll, ob der die Gutachten bekommt. Erst hieß es wegen Urheberrechts, das gilt nicht mehr, jetz neues Argument. Soll jetzt mit Beschwerde oder Klage gedroht werden?

von
???

Nach der Auflistung der Arbeitseinschränkungen in Ihrem 1. Thread gehe ich davon aus, dass Ihr Sohn (auch) psychische Probleme hat. Die Vorlage an den Arzt ist bei solchen Fällen immer erforderlich, da eine Akteneinsicht durch den Betroffenen manchmal beim behandelnden Arzt erfolgen muss. Der Inhalt der Gutachten ist ja dazu gedacht, einen Gesundheitszustand möglchst konkret zu beschreiben. Die Ärzte nehmen da kein Blatt vor den Mund. Da kann jemand, der psychisch angeknackst ist und das alleine liest, evtl. Probleme bekommen.

von Experte/in Experten-Antwort

Der Rentenversicherungsträger hat den am Verfahren beteiligten grundsätzlich Akteneinsicht zu gestatten. Sollte die Behörde ausnahmsweise eine Akteneinsicht nicht gestatten, müsste sie dies entsprechend begründen. Ich empfehle Ihnen, sich zunächst bei der Sachbearbeitung nach dem Sachstand zu erkundigen. Sollte sich nichts bewegen, könnten Sie evtl. mit einer Untätigkeitsbeschwerde drohen.

von
Schade

natürlich können Sie mit Beschwerden und allen möglichen Rechtsmitteln arbeiten, inhaltlich rate ich aber auch zur Besonnenheit und dazu die Anmerkung von ??? zu bedenken.

In Verbindung mit Ihrer Frage vom 16.01. frage ich mich auch, was Sie / Ihr Sohn eigentlich anstreben?

Wollen Sie um die Verlängerung der Rente kämpfen, weil Ihr Sohn nicht mehr arbeiten kann?

Oder streben Sie REHA an, weil Ihr Sohn arbeiten kann und Hilfen zur Arbeitsaufnahme benötigt?

Was raten eigentlich Ihre Ärzte? Die sollten Ihnen bei den medizinischen Begründungen helfen.

Bedenken Sie auch, dass Sie mit Widersprüchen und Beschwerden nicht unbedingt das Verfahren beschleunigen und achten Sie auch darauf, sich mit Ihren Anträgen nicht zu widersprechen?

Da scheint mir einiges nicht klar zu sein.

von
Antonius

Da Sie offensichtlich in solchen Dingen völlig unerfahren zu sein scheinen, empfehle ich Ihnen dringenst, ohne professionelle Unterstützung überhaupt nichts mehr zu unternehmen. (Siehe z.B.: http://www.sovd.de oder http://www.vdk.de) Ihr Rechtsbeistand bekäme ohne Weiteres Akteneinsicht und könnte Sie vor allem kompetent beraten. Auf jeden Fall könnte er das Verfahren durch professionelles Handeln beschleunigen. Ihr eigenes, unprofessionelles Vorgehen könnte Ihnen eher schaden als nutzen.

von
toMa

Vielen Dank für die fundierten Antworten. Es liegt bereits ein gutachten vor, in welchem die psychische Instabilität benannt wird. Mein Sohn will Folgendes: Eine Umschulungsmaßnahme und bis dahin, auf Anraten eines Rentenberaters, weiterhin EM Rente. Er hofft, nach einer Umschulung (REHA habe ich geschrieben, es meint Teilhabe...) wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einen Job zu finden. Seine Psych. Probleme sind Suchtbedingt. Ich werde im empfehlen, sich Hilfe beim SoVD VDK zu holen.

von
ToMa

Zur Klarstellung:
Mein Sohn strebt REHA an, weil er hofft arbeiten zu können und Hilfen zur Arbeitsaufnahme benötigt bzw. in einen für ihn geeigneten Beruf zu kommen. Da hat ein Rentenberater ihm geraten, zunächst Verlängerungsantrag zu stellen, bis er die Umschulung hat (einen Platz hat er schon). Grund: er kommt sonst in die Mühlen der Agentur für Arbeit und wird u.Um vermittelt in einen Hilfsjob, den er natürlich nicht elisten will. Eine Umschulung/Teilhabe durch AA ist ihm wegen der Krankheiten mehrfach vor er rente abgelehnt worden. Er hat wirklich wegen seien HIv Infektion kein einfaches Leben und wird bei der Agentur wie ein Aussätziger behandelt! Seine Ärzte haben ihm entsprechende Gutachten zum Vorstellungstermin beim Med. Dienst der DRV mitgegeben, auch sein Psychologe! Dass nun Beides abgelehnt wurde, hat wenig mit unprofessionellem Verhalten zu tun, sonst würde ich nicht im Forum um Rat fragen! Gerade die Profis zeigen sich hier wenig professionell ( die von der DRV Nord). er hat der DRV übrigens auch angeboten, dass sein Arzt die Gutachten bekommen sollte, um sie ihm zu erläutern. Danke aber für alle Ratschläge, sie entwickeln sich inzwischen zu einem guten Plan! Letze Frage: ist es sinnvoll, die Weiterzahlung bis zur endgültigen Klärung des Widerspruchs zu beantragen?