von
Paul03

Habe einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben wegen Angstzustände und Depression gestellt,und eine Reha für 6 Wochen bekommen.Wie und was wird da so gemacht und wie sind die Abläufe.
Habe ich auch Freizeit und kann Besuch empfangen?
Was passiert wenn die Reha fertig ist?

von
Mabuse

Hallo,

ich war 5 Wochen in einer psychosomatischen Reha wegen einem Burnout und Depressionen. Die Zeit hört sich zunächst viel länger an und vergeht im Flug.
Wie bei alllen anderen rehaformen gibt es ein Wohlfühlprogramm (Sport, Entspannung, etc.). Daneben gibt es Einzel- und Gruppengespräche beim Psychologen.
Während und zum Abschluß der Maßnahme wird die Beurteilung der Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit besprochen (gemeinsam Psychologe und Allgemeinarzt). Danach wird im Abschlußbericht an die Rentenversicherung festgelegt, wieviel Stunden man am Tag in welchem Beruf noch arbeiten kann.
Dieser Bericht wird an die Rentenversicherung gesendet. Dort wird dann entschieden, wie es weitergeht (Rente, etc.).
Abschließend ist es aber immer ihre Entscheidung ob sie das Arbeiten beenden werden. Es gibt keine Pflicht zur Rente!
Die meisten haben aber eher die Sorge, dass sie arbeitsfähig beurteilt werden und sich aber selbst arbeitsunfähig und somit rentenberchtigt betrachten...

Experten-Antwort

Guten Morgen Paul 03,
schön, dass Sie der medizinischen Reha gedanklich eine Chance geben.(Schriftwechsel von gestern)
Sie sollten sich nicht fürchten, sie können nur gewinnen und es geschieht doch nichts ohne Ihr Einverständnis. Abreisen könnten Sie doch immer noch, sofern Sie der Ansicht sind "das ist nichts für mich".
Ein Tipp: Sofern Sie eine Reha-Einrichtung bereits benannt bekommen haben, rufen Sie doch einfach dort an und lassen sich mit dem Psychologen dort verbinden - teilen Sie ihm Ihre Bedenken mit und stellen Sie ihm Ihre Fragen zum Ablauf der Leistung.
Mit freundlichen Grüßen