von
Wahrsager

Wann, wie von wem und warum wurde diese auf 60 Jahre festgelegt ?

von
Rosanna

Die Vorschrift (§ 59 SGB VI) - Zurechnungszeit bis zum vollendeten 60. Lebensjahr - ist zum 01.01.2001 durch Art. 1 Nr. 16 des EM-Reformgesetzes neu gefaßt worden (durch den Gesetzgeber, nicht durch die DRV!). Nach der Sonderregelung des § 253 a SGB VI zum § 59 endete die Zurechnungszeit bei einem Rentenbeginn vor dem 01.01.2004 mit dem vollendeten 55. Lebensjahr. Die darüber hinausgehende Zeit bis zum vollendeten 60. Lebensjahr wurde in Abhängigkeit vom Beginn der Rente in dem in Anlage 23 (zum SGB VI) geregelten Umfang zusätzlich als ZZ berücksichtigt, und zwar allmählich in mtl. Schritten. Bis 12/2000 wurden zwischen dem 55. und dem 60. LJ. 18/54 von 60 Kalendermonaten, also 20 KM (entspricht 1/3 ) als ZZ berücksichtigt. Ab 2001 waren die Werte der Anlage 23 maßgebend.

Mit der Verlängerung der ZZ sollten Nachteile bei der Rentenhöhe teilweise ausgeglichen werden, die sich durch die Einführung von Abschlägen bei EM- und Hinterbliebenenrenten ergaben (s. meinen Beitrag an @Nixwieweg).

Ab einem Rentenbeginn 01.01.2004 bestimmt § 59 SGB VI den Umfang der Zurechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr.

MfG Rosanna.

von
Birdie

Wann?
Mit der Reform des Erwerbsminderungsrechts, in Kraft seit 1.1.2001. bis dahin wurde die Zurechnungszeit (ZZ) nur bis zum 55. Lj. + ein Drittel der verbleibenden Zeit bis zum 60. Lj. angerechnet. Sie wurde auf das 60. Lj. erhöht, um die Abschläge für EM-Renten zumindest teilweise zu kompensieren.

Wie?
Mittels schriftlicher Fixierung im SGB VI

Von wem?
Vom Gesetzgeber.

Warum?
Siehe unter 'Wann'

von
Rosanna

>>(s. meinen Beitrag an @Nixwieweg).<<

Ich meinte natürlich meinen Beitrag von 12:06 an @Stefan D.!

von
Wahrsager

Danke für die kompetenten Antworten.

In meinem Kopf sind einige Fragezeichen entstanden, bezüglich der 60 Jahre, m.E. sollte dies 63 Jahre sein.

Aber das nur am Rande.