von
Finchen

Hallo, ich bin Witwe,schwerbehindert und arbeite 25 Stunden wöchentlich. Ich habe zwei Kinder, die beide noch bei mir wohnen. Der Ältere wurde im August mit seiner Lehre fertig, und verdient nur ein minimales Grundgehalt, und eine extrem schwankende Provision. Wird mir mein Sohn trotzdem noch zum Zuverdienst mit dazugezählt? und wieso gibt es überhaupt eine Beschränkung beim Zuverdienst der Witwenrente? Ich gehe davon aus, dass mein verstorbener Mann sich die ganzen Arbeitsjahre "seine" Rente "verdient" hat, Steuern dafür bezahlt hat und deshalb der Staat hier keinerlei Bestimmungsrecht haben sollte. Ausserdem schrumpfen die Nettobeträge ständig, doch die Berechnung der Zuverdienstgrenze geht vom "steigenden" Bruttolohn aus und das verstehe ich nicht. Ich versuche ja trotz meiner Behinderung meinen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten und werde irgendwie noch dafür bestraft...

Experten-Antwort

Ihr Sohn ist erwachsen und hat seine Lehre beendet, insofern gibt es keinen Grund mehr für diesen einen erhöhten Freibetrag zu bekommen. Wenn Sie ihn dennoch unterstützen wollen oder müssen, liegt das letztlich in Ihrer privaten Verantwortung.

Über die Zuverdienstgrenzen könnte man natürlich trefflich diskutieren, aber diese Diskussion würde Sie nicht weiterbringen.
Die Einkommensanrechnung bei der Witwenrente wurde vor über 20 Jahren eingeführt und die Gesetze dazu sind auf demokratische Weise entstanden. Für eine politische Diskussion ist dieses Forum nicht geschaffen.

Eine Bestrafung kann ich darin nicht sehen, auch wenn mir klar ist, dass jede Witwe natürlich gerne unabhängig vom eigenen Einkommen die volle Witwenrente hätte.

von
Rentenüberprüfer

Wie vom Experten schon erwähnt, über Gründe der Anrechnung von Einkommen auf die Witwenrente läßt sich trefflich streiten, will aber noch ein paar Worte dazu verlieren, bezogen auf Ihre Aussage " dass mein verstorbener Mann sich die ganzen Arbeitsjahre "seine" Rente "verdient" hat"

Die Rente hat sich Ihr man verdient und hoffentlich auch noch sehr lange bekommen.

Es ist nicht in jedem Land Selbstverständlichkeit, das an Hinterbliebene Renten gezahlt werden.

In der BRD ist dies gesetzlich so verankert, die Beitragslast geht aus dem Rententopf zu Lasten aller.

Halte es daher für durchaus gerechtfertigt, wenn hinsichtlich der Höhe und der Anspruchsberechtigung durch den Gesetzgeber Regelungen geschaffen wurden.

von
Schiko.

Hoffe mit ihnen , dass ich keine lawine lostrete,
dies ist nicht mein ding.
Will aber statt eine diskussion mit fakten aufwarten.

Nicht einleuchtend was der verdienst ihres sohnes
mit der anrechnung ihres eigenes arbeitseinkommen
zu tun hat.

Gehe also davon aus, es handelt sich bei ihrem ein-
kommen nicht um einen 400 eurojob, sondern dem
AG. liegt ihre steuerkarte vor.
Mangels zahlenangabe folgende annahme:
1150 monatlich brutto minus 40 % abzusetzen mit 460 €.

690,00 anrechnungspflichtig minus
693,53 anrechnungsfrei ( 26,27 west x 26,4 fach)
0,00 anrechnungspflichtiger betrag.

Es wird sich also die witwenrente nicht verändern.

Mit freundlichen Grüßen.