von
Willi S.

Hallo ich bin noch nicht lange mit 2,1% Abschlag in Rente. Jetzt glaube ich das es ein Fehler war. Wieviel Euro hätte ich vorher einzahlen müssen um diesen Abschlag zu vermeiden? Danke für Auskunft

von
senf-dazu

Hallo Willi!

Habe bei http://www.n-heydorn.de/rentenausgleich.html einen Rechner dafür gefunden.
Aber ob das jetzt noch was nützt?
Immerhin können Sie nach dem Flexirentengesetz ja weiter arbeiten und damit die Rente erhöhen ...

von
Willi S.

Nach 48 Beitragsj. u keine Fehlzeiten muß auch mal Schluss sein.

von
Mitabschlag

Zitiert von: Willi S.

Nach 48 Beitragsj. u keine Fehlzeiten muß auch mal Schluss sein.

Da stimme ich voll und ganz zu. Das ist eine sehr lange Zeit. Sie haben bestimmt ausreichend in die Rentenkasse einbezahlt und können die 2,1% gut verkraften!

von
Klugpuper

Ganz grob: Das 4,95-fache Ihrer Bruttorente.

Ich hoffe, die grobe Körnung reicht.

von
Karl Auer

Bis zum Erreichen der individuellen Regelaltersgrenze können Sie immer noch nachzahlen.

Die Höhe hängt von Ihrer Rentenanwartschaft ab, wieviel Abzug der Bruttorente entsprechen denn die 2,1%? Davon ausgehend kann als Faustformel näherungsweise angestzt werden: 240-250€ Nachzahlbetrag pro 1€ Abzug, wären also geschätzte 7000€ bis 8000€ bei rund 30€ Rentenminderung als Beispiel. Dauert dann ca. 18-21 Jahre bis zur Amortisation.

von
Willi S.

32 Euro je Monat plus 8 Euro Betriebsrente. 480 Euro weniger im Jahr, jede Rentenerh. Witwenrente alles auch weniger.

von
Apollosonde

Die Frage ist, wie hoch die "abgeschlagenen" Entgeltpunkte sind.
Da gibt es eine entsprechende Anlage in dem Bescheid (ehemals Anlage 6), aus der Sie die Summe aller Entgeltpunkte entnehmen können sowie die "persönlichen" Entgeltpunkte.
Die Differenz daraus müssen Sie - vereinfacht gesagt - nehmen.
Ggf. erfolgt diese Rechnung bis zu 4 Mal
- allgemeine Rentenversicherung
- allgemeine Rentenversicherung Ost
- knappschaftliche Rentenversicherung
- knappschaftliche Rentenversicherung Ost.

Um 1,0000 Entgeltpunkte auszugleichen, benötigen Sie derzeit
6.938,2610 EUR in der allgemeine Rentenversicherung
6.198,7501 EUR in der allgemeine Rentenversicherung Ost
9.201,5440 EUR in der knappschaftliche Rentenversicherung
8.220,8023 EUR in der knappschaftliche Rentenversicherung Ost

Beachten Sie aber die Zahlungsfrist (siehe Beitrag von Karl Auer).
Rufen Sie beim Rententräger an und lassen sich (den teuren Spaß) ausrechnen oder gehen in die nächste Beratungsstelle und beantragen die Ausgleichszahlung formlos.
Ob Sie dann am Ende den (Teil-)Betrag zahlen, steht Ihnen frei.

von
senf-dazu

Zitiert von: senf-dazu

... Aber ob das jetzt noch was nützt?
Immerhin können Sie nach dem Flexirentengesetz ja weiter arbeiten und damit die Rente erhöhen ...

OK, Zuzahlung zum Ausgleich eines Abschlages ist bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze möglich (§ 187a SGB VI).
Alternativ bietet das Flexirentengesetz seit Anfang des Jahres auch die Möglichkeit, ebenfalls bis zur Regelaltersgrenze freiwillige Beiträge einzuzahlen und damit die Rente zu steigern.
Könnten Sie mal durchrechnen lassen, was sich in Ihrem Fall wie auswirkt.

von Experte/in Experten-Antwort

Ich denke, Ihre Frage wurde durch "Apollosonde" und "Karl Auer" bereits ausführlich beantwortet.