von
Kiko

Habe zwei Fragen.
Wenn ich neben einer vollen EWR einen 450 euro Job beginnen möchte, macht es dann Sinn eine Rentenversicherungspflicht einzubeziehen?
Stimmt es, dass man 3 Std. pro Tag arbeiten darf? Gibt es Probleme, wenn man nur einen Tag in der Woche 6-8 Std. arbeiten würde?

von
Schorsch

Zitiert von: Kiko

Wenn ich neben einer vollen EWR einen 450 euro Job beginnen möchte, macht es dann Sinn eine Rentenversicherungspflicht einzubeziehen?

Nein !
Zitiert von: Kiko

Stimmt es, dass man 3 Std. pro Tag arbeiten darf?

Bei strenger Auslegung liegt die Zeitgrenze bei UNTER drei Stunden, auch wenn das manche DRV-Sachbearbeiter nicht so eng sehen.
Zitiert von: Kiko

Gibt es Probleme, wenn man nur einen Tag in der Woche 6-8 Std. arbeiten würde?

Es KANN Probleme geben oder auch nicht.

Je nach dem um was für eine Tätigkeit es sich handelt und wie streng der zuständige DRV-Sachbearbeiter die gesetzlichen Regelungen auslegt.

MfG

von
Kiko

Zitiert von: Schorsch
[quote=289015]

Je nach dem um was für eine Tätigkeit es sich handelt und wie streng der zuständige DRV-Sachbearbeiter die gesetzlichen Regelungen auslegt.

MfG

Also Ermessen? ;-))

von
Schade

hängt halt von der Art des Jobs ab und was die Mediziner dazu sagen.

Es wäre ja denkbar, dass jemand der einmal pro Woche ganztags (6-8 Std) arbeiten kann wieder so fit ist, dass er das auch an anderen Tagen könnte - und schon wäre er halbtags oder mehr arbeitsfähig?

Auf diese Frage werden Sie im Forum keine konkrete ja-nein Antwort hören, sondern immer ein sicheres: "kann sein oder auch nicht, je nach Lage des Einzelfalles"

von
Kiko

Danke für die Antworten. Sollte ich mir also irgenwann mal zukünftig gesundheitlich einen Hinzuverdienst zutrauen, erscheint es mir sinnvoll mich zuvor diesbezüglich vom Rentenversicherungsträger beraten zu lassen.

Experten-Antwort

1. Eine abhängige Beschäftigung, wenn sie weniger als 3 Stunden täglich (bzw. 15 Stunden wöchentlich) ausgeübt wird, ist somit für den Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung unschädlich. Ist das monatliche Entgelt nicht höher als 450 Euro, ist grundsätzlich die Annahme gerechtfertigt, dass eine Arbeitszeit von 3 Stunden täglich bzw. 15 Stunden wöchentlich nicht erreicht wird; darüber hinaus ist im Einzelfall zu prüfen, ob bei der Ausübung der Beschäftigung die Zeitgrenze von weniger als 3 Stunden täglich eingehalten wird.
2. Die Rente wegen Erwerbsminderung enthält eine Zurechnungszeit. Die Dauer der Zurechnungszeit wird bestimmt vom Rentenbeginn (z.B. bis zum 62. Lebensjahre oder auch darüber hinaus). Die Bewertung der Zurechnungszeit wird mit einem Durchschnittswert der zurückgelegten Versicherungszeiten bewertet und steigert so die Rente. In der Regel wird die Zurechnungszeit einen höheren Gesamtleistungswert erhalten als die zurückgelegten Pflichtbeitragszeiten aufgrund der geringfügigen Beschäftigung. Aus diesem Grund macht es keinen Sinn Pflichtbeiträge für die geringfügige Beschäftigung zu zahlen. Sie sollten sich mit einer Auskunfts- und Beratungsstelle in Verbindung, die Ihnen anhand einer Proberentenberechnung die Konsequenzen aufzeigen kann.