von
Schoko

Liebe Forums-Teilnehmer,
die DRV hatte im Rahmen meines Antrags auf Leistungen zur med. Reha eine ärztlich-psychologische Untersuchung gefordert. Nun wollte ich das Gutachten anfordern; mir wurde jedoch mitgeteilt, dass es nur an meinen Arzt geschickt werden darf. Dazu 2 Fragen:
- wie ist das mit meinem Recht auf Auskunft vereinbar ?
- wie ist das mit der ärztlichen Schweigepflicht gegenüber meinem Hausarzt vereinbar, die ich nicht aufheben möchte, da es sich um eine große MVZ mit Mitarbeitern aus meinem privaten Umfeld handelt ?
Vielen Dank für Hinweise, wie ich das Gutachten trotzdem erhalten kann.
Mit freundlichen Grüßen
Schoko

von
Peterchens Mondfahrt

Unter Umständen kann die Einsicht tatsächlich nur über den Hausarzt erfolgen.

Zitiert von:
Auch dem psychisch Kranken steht ohne ein besonderes Interesse geltend machen zu müssen das Recht auf Akteneinsicht zu (BVerfG NJW 1999, 1777). Es gibt hier aber außerhalb des strengen Anwendungsbereiches der Datenschutzgesetze spezifische Ausnahmen. Hinsichtlich Unterlagen aus psychiatrischer Behandlung kommt der ärztlichen Entscheidung, ob eine Aushändigung an den Patienten medizinisch verantwortbar ist, besonderes Gewicht zu. Allerdings darf der Arzt die Einsicht nicht pauschal unter Hinweis auf ärztliche Bedenken verweigern. Er hat vielmehr die entgegen stehenden therapeutischen Gründe im Einzelfall nach Art und Richtung näher zu kennzeichnen, ohne dabei ins Detail gehen zu müssen. Es muss eine Abwägung zwischen dem aus dem Persönlichkeitsrecht abgeleiteten Anspruch des Patienten auf Wissen über Diagnose und Behandlung einerseits und medizinisch begründeten Patientenschutzinteressen andererseits erfolgen. Solche Schutzinteressen sind insbesondere gegeben, wenn infolge der Einsicht in die gesamte Akte eine Selbstgefährdung des Patienten droht.

https://www.datenschutzzentrum.de/medizin/arztprax/dsrdpat2.htm#5

von
Cassandra

Ausserdem haben Sie vermutlich bei der Antragstellung Ihre behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht entbunden, somit auch Ihren Hausarzt.

von
Schoko

Hallo Peterchen M.,
noch mal zum Gutachten, das mir nicht ausgehändigt wird: gerade weil ich wegen vermutlich job- und streßbedingter (also psychosomatischer) Herzrythmusstörungen zu einem psychiatrischen Guachter geschickt wurde, möchte ich nicht, dass das Gutachten ohne meine Kenntnis zu meinem Hausarzt / MVZ geschickt wird, sondern zunächst zu mir. Es geht NICHT um die Begutachtung schwerer psychischer Erkrankungen, vor deren Lektüre ich nun geschützt werden muß. Es geht darum, dass ich nicht möchte, dass Mitarbeiter aus meinem privaten Umfeld das Gutachten lesen, weil sie in der MVZ arbeiten. Das muß doch möglich sein !!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Schoko,

Akten enthalten oft medizinische Daten und Unterlagen oder Angaben, die die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit der Beteiligten beeinträchtigen können. Da die Kenntniserlangung solcher Tatsachen durch eine Akteneinsicht für die Beteiligten erhebliche Nachteile mit sich bringen kann, enthält § 25 Abs. 2 SGB X Besonderheiten für das Akteneinsichtsrecht aus medizinischen und fürsorgerischen Gesichtspunkten.

Soweit die Akten Angaben über gesundheitliche Verhältnisse der Beteiligten enthalten, kann nach § 25 Abs. 2 S. 1 SGB X statt der direkten Gewährung der Einsichtnahme der Inhalt der Akten durch einen Arzt vermittelt werden. Diese Möglichkeit dient insbesondere dem besseren Verständnis der nicht medizinisch ausgebildeten Beteiligten.
Nach § 25 Abs. 2 S. 2 SGB X soll der Akteninhalt durch einen Arzt vermittelt werden, soweit zu befürchten ist, dass die Akteneinsicht den Beteiligten einen unverhältnismäßigen Nachteil, insbesondere an der Gesundheit, zufügen würde.

In diesen Fällen ist vom Rentenversicherungsträger daher vor einer Einsichtgewährung zu prüfen, ob die Betroffenen über ihre gesundheitlichen Verhältnisse Bescheid wissen und abzuwägen, ob sie durch die Kenntnisnahme Schäden (z. B. Schock oder psychische Schäden) erleiden können. Soll der Akteninhalt durch einen behandelnden Arzt der Betroffenen vermittelt werden, so ist vor der Übersendung der Akte jedoch eine Einwilligung der Betroffenen erforderlich.

Dieses Verfahren gilt entsprechend, soweit die Akten Angaben enthalten, die die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit der Beteiligten beeinträchtigen können. § 25 Abs. 2 Satz 3 SGB X sieht hier jedoch vor, dass der Inhalt der Akten auch durch einen Bediensteten der Behörde vermittelt werden kann, der durch Vorbildung sowie Lebens- und Berufserfahrung dazu geeignet und befähigt ist. Als Bedienstete der Rentenversicherungsträger kommen für die Vermittlung des Akteninhalts insoweit regelmäßig die Berater im Rehabilitationsfachberatungsdienst oder beratende Ärzte in Betracht.

Ungeachtet der hier dargestellten Fürsorgepflichten des § 25 Abs. 2 S. 1 - 3 SGB X besteht jedoch für die Beteiligten weiterhin das unbeschränkte Recht auf Einsicht in die sie betreffenden Akten. Dies gilt ausdrücklich auch dann, wenn die Akten Angaben über den Gesundheitszustand enthalten. Im Ergebnis ist daher unabhängig von möglichen Beeinträchtigungen der Beteiligten auf deren ausdrücklichen Wunsch hin die Akteneinsicht auch persönlich zu gewähren.

Um es kurz machen: Bestehen Sie darauf, die Akte persönlich einzusehen oder durch Bevollmächtigte einsehen zu lassen, so ist diesem Anliegen letztlich auch bei Vorliegen einer möglichen Gesundheitsgefährdung oder bei einer möglichen Beeinträchtigung der Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit zu entsprechen.

Wichtige Hinweise zum Ort der Akteneinsicht finden Sie übrigens hier:

http://raa.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB10_25R6

von
Schoko

Vielen Dank, lieber Experte !

Zu Ihrem Beitrag habe ich noch die Frage, ob ein Termin für die Akteneinsicht vereinbart werden muß ?

... und eine Anmerkung zum Datenschutz: nach meinem Empfinden ist es viel belastender, wenn ich weiß, dass ein Gutachten in meine Arztpraxis geschickt und dort eingescannt wird. Es steht dann jedem Mitarbeiter über das Online-System zur Einsicht zur Verfügung, nur mir nicht.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Schoko,

einen entsprechenden Termin zu vereinbaren wäre aus meiner Sicht sinnvoll, da der Rentenversicherungsträger zunächst Art und Umfang der Akteneinsicht prüfen muss und die Akte ggf. ja auch zeitgerecht am Ort der Einsichtnahme zur Verfügung stellen muss.

Und zum Thema Datenschutz: Das von Ihnen angesprochene Problem ist dann aber eher ein Datenschutzproblem in der Arztpraxis bzw. dem MVZ - hierauf hat der Rentenversicherungsträger keinen Einfluss…

von
Herz1952

Lassen Sie Ihre Rhythmus Störung, falls nicht schon geschehen, auf jeden Fall kardiologisch abklären.

Sicher kann eine Rhythmus Störung auch "nervlich" bedingt sein. Eigentlich ist alles nervlich, sagte mir mal ein Arzt.

Aber kardiologisch sollte das abgeklärt werden, weil es auch gefährliche Rhythmus Störungen gibt, da hilft auch nicht, wenn diese tressbedingt sind.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Sicher kann eine Rhythmus Störung auch "nervlich" bedingt sein. Eigentlich ist alles nervlich, sagte mir mal ein Arzt.

Verkalkte Venen und geschädigte Herzklappen sind "nervlich bedingt"?
Interessant.....

von
Angela

Hat zwar mit Ihrer Fragestellung nichts zu tun, aber ich kann nicht so recht nachvollziehen, warum Sie einen Hausarzt wählen, bei dem es dann für Sie zu solchen Problemen kommt. Gerade der Hausarzt (samt Praxis) sollte doch eine Vertrauensperson sein und auch vollständig über meinen Zustand informiert sein.

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

ich habe von Rhythmus Störungen gesprochen.

Die Ursachen dafür sind offiziell noch unbekannt. Man vermutet genetische Veranlagungen.

Erst am Wochenende ist der Mannschaftsarzt der Österreichischen Ski-Alpin Damen Mannschaft in Crans-Montana kollabiert und gestorben. Ohne irgendwelche vorherigen Anzeichen. Er wurde nur 45 Jahre alt.

Bei Jugendlichen, die nach dem Sport zusammenbrechen hat man festgestellt, das sich Herzmuskelgewebe in Bindegewebe umwandelt und sich auch ohne falsche Ernährung verfettet. Deshalb funktioniert der Herzmuskel nicht mehr richtig und es kann Kammerflimmern (zu 90 % tödlich) entstehen.

Ebenso kann dies bei einem kleinen Infarkt, bzw. nur durch eine Verengung ohne Schädigung des Herzmuskels auftreten.

Zu hohes Cholesterin muss auch nicht zu "Verkalkung" führen. Es gibt 80-jährige, die ein halbes Pfund Butter essen können, ohne dass der Cholesterinspiegel steigt. Normalerweise gleicht der Organismus die Zufuhr von Cholesterin aus, in dem die Leber weniger produziert. Aber dieser Regulator kann sich im Laufe des Lebens verändern oder ist vielleicht schon von Geburt aus verändert.

Meine Schwägerin ist 82 Jahre alt, hat einen hohen BMI und erhöhtes Cholesterin. Allerdings hat sie das sog. Vorhofflimmern, dabei kann das Blut im Vorhof gerinnen und das Gerinnsel Adern verstopfen. Deshalb nimmt man in solchen Fällen "Rattengift", das die Gerinnung verhindert. Ihr Arzt hätte gewettet, dass noch was gefunden wird und sich gewundert dass sie Herzgefäße wie ein junges Mädchen hat.

Ich habe mich gestern bei der Kontrolle meiner elektronischen Innereien kurz mit meinem Kardiologen unterhalten. Er meinte nur, dass er nichts sagen kann, weil er es einfach nicht weis.

Ich habe eine Ärztin im Krankenhaus gefragt, ob ich wenigsten noch ein Bier trinken könnte. Darauf hat Sie auch geantwortet, dass sie dazu nichts sagen kann, außer, dass sie eine Patientin kennt, bei der eine einzige Mon Cherie Vorhofflimmern auslöst. Weiter hat sie gesagt, dass ich einen Marathon laufen könnte, ohne dass sich das "gute" HDL-Cholesterin erhöht. Das nennen manche Ärzte "Sportlercholesterin". Dieses gute Cholesterin kann sich unter Stress auch in lang kettiges Cholesterin umwandeln und genau so schädlich wirken wie das LDL Cholesterin (HDL=High Density Lipide, LDL=Low DL).

So "einfach" ist Leben und Gesundheit und Krankheit.

von
Herz1952

Hallo Angela,

Der Hausarzt war vom Krankenhaus schon informiert. Aber am Anfang, als mir in der Uniklinik unter OP-Bereitschaft ein Medikamentenstent (ein Zugang mit Verzweigung) eingepflanzt wurde (Das örtliche Klinikum war in meinem Fall überfordert, da es keine Operationen durchführen konnte) da stand nicht einmal fest, ob noch eine Bypass-OP möglich war. Die Hauptader des Herzmuskels war auch mit verstärktem Draht nicht zu öffnen. Erst eine Spezial Untersuchung (PET) eine Woche später hat ergeben, dass noch genügend Herzmuskelgewebe vorhanden war, für das es sich lohnt, um zu retten was zu retten ist.

Sie können sich auch fragen, warum die Krankenkasse das nicht wusste. Die Erklärung dürfte sein, dass der Datenschutz wenigstens zwischen der ärztlichen Abteilung der Kasse und der Verwaltung funktioniert. Diese hält sich natürlich erst einmal an den Hausarzt, der auch alle Berichte vorliegen hat.

Der zeitliche Ablauf war folgender: 13. März kardiogener Schock und Klinikum, 3 Tage später Uniklinik, 13. April 53. Geburtstag (wieder zu hause "gefeiert"), 13. Mai Operation Uniklinik. 5 Tage nach Op wieder Intensiv, Organversagen, "am wahrscheinlichsten" durch Narkose, Wahrscheinlichkeit 1 zu 10 Jahren einmal, bzw. 1: 10.000.

von
Herz1952

@Schorsch
@Angela

Es gibt eine Herzklappe, die verkalkt nicht, ist aber so eine Art Netz (ähnlich Spinnennetz) die reisen könnten. Dies ist kürzlich meinem KFZ-Meister passiert, der jetzt nach einem halben Jahr "Fahrverbot" mein Auto in die Werkstatt bekommt. Dies hat nämlich auch Rhythmus Störung (ruckelt beim Gas wegnehmen und Gas geben bei niedriger, aber nicht untertouriger Drehzahl).

Lassen Sie sich bei bitte nicht "nervös" machen. Denken Sie nicht allzu viel über Krankheiten nach und bleiben Sie gesund.

Ich habe ja dafür schon alle Krankheiten an mich gezogen, für Sie bleibt nichts mehr übrig. (SMILE)

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Hallo Schorsch,
ich habe von Rhythmus Störungen gesprochen.

Ich auch!
Wenn Arterien oder Venen verstopft sind, kommt es auch häufig zu Herz-Rhytmusstörungen.

Das ist zumindest bei meiner Mutter eindeutig von einem Kardiologen diagnostiziert worden.
Aber der hat vermutlich keine Ahnung....

von
W*lfgang

Zitiert von: Schoko
Dazu 2 Fragen
Schoko,

dazu 1 Antwort: weisen Sie die DRV doch an, an welche Ärzte das Gutachten nicht geschickt werden darf/ziehen etwaige Schweigepflichtsentbindungen zurück und benennen Alternativen.

Gruß
w.
PS: was für eine Geschwafel/Medizin for Runaways/greif doch lieber selbst zum Skalpell hat sich denn da hintendran teils noch ergeben? ;-)

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

eindeutig ist nichts. Wenn ein Arzt ehrlich ist, sagt er das kann man nicht sagen. Da ist alles nur relative Statistik und die kann so oder so ausgelegt werden.

Eine solche Statistik ist (leider) nicht auf einen einzelnen zu Übertragen. Ich hatte eine 90%-ige Überlebenschance bei der Op. Was hätte mir dies genützt, wenn ich bei den 10 % dabeigewesen wäre. Wenn ein Patient die Wahl hat, eine Operation mit 50 % Überlebenschance zu wählen oder eine Methode mit 50 % Todesfallrate, wählt er die erste Methode.

Der Kabarettist Rolf Miller würde sagen: "Mathematisch einwandfrei hä, hä".

Man kann auch eine Angiographie machen lassen und hat freie Adern. 3 Tage später verstopft sich eine und man ist tot.

Ich hoffe Ihre Mutter, hat nur die "ungefährlichen" Rhythmusstörungen, genannt: Vorhofflimmern. Damit kann man 100 werden. Vorausgesetzt, es bilden sich keine Gerinnsel, aber dagegen gibt es Blutverdünner. Statistisch werden dadurch 70 % vermieden. Aber: das ist auch nur statistisch, es können auch 90 % sein. Denn die Einstellung ist sehr schwierig. Die Gerinnungswerte können monatelang mit 8-wöchigen Abständen in Ordnung sein. Einmal zuviel Vitamin "K" zu sich genommen, kann ein knapp eingestellter Wert unterschritten werden und dann kann es passieren. Dies wird aber dann nicht mehr. Immer, wenn das bei mir ein Arzt "eingestellt" hat, bin ich leicht druntergerutscht. Einmal im Krankenhaus und einmal auf der Reha. Kein Arzt hat sich dafür interessiert, dass ich mich überwiegend vegetarisch ernährt habe. Konnte mir aber egal sein, weil die Intervalle der Blutabnahme nur jeweils ein paar Tage betrugen. Ich hatte ja Zeit und es ging schnell.

Vitamin K-Werte in Lebensmittel werden in Millionstel Gramm gemessen. Natürlich spielen einige millionstel Gramm keine wesentlich Rolle. Ich besitze eine Liste von ca. 500 Lebens- und Genussmittel von der Uni Mainz (Internet). Diese sind natürlich auch grob unterteilt in niedrig, mittel und hoch (3 Spalten) nach Alphabet. Aber gerade in der Spalte hoch sind die Unterschiede enorm zwischen 100 Mikrogramm und 1000 µ. Aber wer ist schon 100 g Zwiebelpulver (smile).

Mein Arzt meinte, Blattsalat hätte viel. Aber was wiegen schon 5 Salatblätter in einer kleinen Schüssel. Dagegen fällt z.B. eine Zwiebel auf meinem halben Pizza ganz schön ins Gewicht (ich meine ins Vitamin-K-Gewicht). Der Rest der Pizza geht woanders hin (smile).

Aber ich habe schon eine Pizza-Diät gemacht. Eine kleine Pizza (möglichst vegetarisch) und ein Glas Bier, und - oh Wunder - ich habe abgenommen. Zugeben, es war auch ein Spaziergang zur Pizzeria dabei. Damit habe die Statistik "beeinflusst". (smile).

Das dumme bei gesunder Ernährung ist eigentlich die Tatsache, dass die Ernährung dem einen Organ gut tut, aber ein anderes Organ belastet wird. Ganz gravierend ist das zwischen Herz und Niere. Wenn die Nierenfunktion zu schwach ist und mit Kalium nicht mehr fertig wird, kann man gesunde vegetarische Ernährung vergessen.

Der Mineral-Haushalt des Körpers wie Kalium, Kalzium, Natrium ist übrigens entscheidend für den Herzrhythmus. Wenn es dem Körper nicht gelingt, dann haben die Organe geloost. Selbst kann man da nicht viel machen, bzw. auch eine Diät hat Nebenwirkungen (unerwünschte), genau wie Medikamente.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

eindeutig ist nichts. Wenn ein Arzt ehrlich ist, sagt er das kann man nicht sagen. Da ist alles nur relative Statistik und die kann so oder so ausgelegt werden.

Aha, Sie sind also tatsächlich schlauer als diverse Fachärzte mit jahrzehntelanger Berufserfahrung.

Dass verkalkte Arterien für Herzrhytmusstörungen verantwortlich sein können, kann man ganz einfach "ergooglen".
Und wenn aktute Herzrhytmusstörungen nach der Einnahme von Blutverdünnern verschwinden, kann man selbst als Laie ziemlich sicher einschätzen, was für Ursachen in Frage kommen.
"Nervliche Ursachen", wie Sie behauptet haben, sind das im genannten Beispiel auf gar keinen Fall.

Aber was ist schon die Diagnose eines erfahrenen Kardiologen wert, wenn ein User Namens @Herz1952 aus dem Nähkästchen plaudert...... ;-)

von
Herz1952

Natürlich haben Sie recht, Schorsch. Verkalkungen können, müssen aber nicht, sonst wäre ich schon längst tot. Ich bin Praktiker und kein "Facharzt". Aber ich habe doch kürzlich geschrieben, was mein Kardiologe gesagt hat.

Außerdem, das könnte Sie auch interessieren, es gab oder gibt eine Sendung in ARD-Alpha (früher Bayern-Alpha), die "Wissenschaft für Schlaflose" heißt. Gesendet wird ab 0.00 Uhr. Da habe ich eine interessante Vorlesung einer Professorin gelauscht. Es ging um Infarkte und Rhythmus Störungen. So gut konnte es bisher kein Kardiologe erklären. Und völlig ohne Studiengebühren (nur Stromkosten). Ich stand im Krankenhaus in gutem Kontakt mit einem Vertreter dieser "Zunft". Dem habe ich ein Geo-Heft gezeigt auf dem ein Herz abgebildet war mit einem Infarkt-Bereich. Ich habe ihn gefragt, ob das bei mir auch so aussieht. Er meinte, das was abgebildet ist, wäre ein frischer Insult, bei mir sei das schon vernarbt. Er wollte sich das Heft auch im Zeitschriftenkiosk kaufen, weil er es für Vorträge gut verwenden könne.

Im hinausgehen, sagte er mir so ähnlich: "Aber Sie haben noch mehr so Stellen". Bravo, da waren Sie wieder meine Probleme (smile).

Es gibt übrigens mehr als 200 Faktoren, die alleine oder einer "Vermischung" zu einem oder natürlich auch mehreren Infarkte führen können. Ich habe auch schon Ärzte medizinisch "aufgeklärt". Diese haben nämlich kaum Zeit um sich um diese Details zu kümmern. Das ist auch in der Praxis nicht unbedingt notwendig, denn, egal wieso der Infarkt entstanden ist, es muss schnell gehandelt werden und die Behandlung ist zunächst meistens die gleiche.

Nicht alles, was mittlerweile als Infarkt bezeichnet wird, führt auch zu einer Schädigung des Herzmuskels. Früher hat man einen nur ein Ereignis so bezeichnet, das auch zu einer Schädigung (Ischämie) des Herzmuskels geführt hat.

Ich benutze halt mein verbliebenes Restleistungsvermögen und studiere Medizin im Eigenversuch, sozusagen "hardcore" (smile).

Soeben hab ich im Bayern 3 Videotext gelesen, dass es Forschern gelungen ist, auf einem "Glasplättchen", so groß wie ein 2-Euro-Stück 360 Terrabyte zu speichern. Im Vergleich: Auf eine bisherige Festplatte, so gross wie ein Taschenbuch (Runde Platte(n) mit Lesevorrichtung deshalb Buchförmig und nicht rund) passen "nur" 3 Terrabyte. Jetzt stellen Sie sich die Komplexität eines Menschen vor, da müssten Sie mit dreistelligen Potenzen arbeiten um die Möglichkeiten zu erkunden. Wer soll den da noch durchblicken? Ich habe meinem Arzt mal gesagt: Wir sind alle "auf Tod gebürstet"(mmmsmile).

Übrigens: Stromleitungen und Nerven. Alle Nerven sind auch Stromleitungen. Ohne diese schlägt kein Herz, kein Muskel, arbeitet nicht einmal eine kleine Körperzelle. Ist also doch alles Nervensache. Verraten Sie aber dies bitte nicht weiter, angeblich haben die Stromkonzern das Monopol dafür und die individuelle Stromerzeugung ist auch von diesen abhängig.

Sonst kassieren die auch noch "Lizenz Gebühren" (SMILE).

Ausnahmsweise verzichte ich mal auf die Berechnung von Honorar (GRINS).