von
Antje Kosalla

Guten Tag,

ich hätte folgendes zu klären: ich möchte einen Minijob anfangen und beziehe ALG 2. Ich würde 380 Euro verdienen, davon möchte ich 100 Euro freiwillig in die Rentenkasse einzahlen. Wie wird das dann mit ALG 2 verrechnet? Vielen Dank für Ihre Hilfe und beste Grüße

von
Rentensputnik

Hinsichtlich der Verrechnung mit ALG II sollten Sie sich an Ihr Jobcenter wenden.

von
W*lfgang

Hallo Antje Kosalla,

lassen Sie beim Minijob die Versicherungspflicht bestehen und es kostet Sie nur 14,06 EUR, damit die vollen 380 EUR als versicherungspflichtiges Einkommen in Ihr Rentenkonto wandern UND Sie damit Monat für Monat Pflichtbeitragszeiten bekommen.

Ihre Wahl - versicherungsfreier Minijob + freiwillige Versicherung - wäre ziemlich unsinnig! Da können Sie den Hunderter gleich als Anzündungshilfe für dicke Zigarren verwenden ;-)

Auch hier: vorher in den örtlichen Beratungsstellen informieren lassen, was am zweckmäßigsten für Ihre Rente ist, welche Vor-/Nachteile entstehen – das wäre der erste Schritt!

Und: wie es das Jobcenter sehen würde, wenn Sie freiwillige Rentenbeiträge zahlen / wie sich ein Einkommen von 380 EUR überhaupt auf's ALG 2 auswirkt, kann Ihnen nur das JC beantworten.

Alternativ haben Sie die Möglichkeit, das vielleicht in diesem Forum zu hinterfragen:

http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

Gruß
w.

von
Antje Kosalla

Warum wäre ein freiwilliger Beitrag von 100 Euro unsinnig?

von
KSC

100 € freiwillig zu zahlen wäre deshalb ziemlich unsinnig, weil Sie mit 3,7% aus 380 € (sind 14 € =Pflichtbeitrag aus Minijob) nahezu genauso gut versichert sind bei viel geringerem Aufwand.

Mehr dazu in jeder DRV Bertungsstelle

von
W*lfgang

Zitiert von: Antje Kosalla
Warum wäre ein freiwilliger Beitrag von 100 Euro unsinnig?
Antje Kosalla,

wenn Sie auf 5 EUR Monatsrente für einen Jahresbeitrag von 1200 EUR scharf sind, ist das sicher nicht unsinnig – oder doch? ;-)

Machen Sie sich aber keine Illusionen, dass Sie bei privater Anlage da auf mehr Monatsrente kommen würden, die 'Bankbeamten' geben das/Ihre Spareinlage mtl. für den Koffeinkonsum aus /nennt sich 'Bearbeitungsgebühr' - packen Sie es unters Kopfkissen, da haben Sie mehr davon ...und später beim Grusi-Amt haben Sie Erinnerungslücken wegen dem Geldbunker ;-)

Wie gesagt: beraten lassen, was sinnvoll/unsinnig ist! OHNE weitere/alle Hintergrundkenntnisse von Ihnen ist ein abschließender Ratschlag nicht möglich.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Sie haben die Möglichkeit neben dem Bezug von Arbeitslosengeld II freiwillige Beiträge einzuzahlen. Zahlen Sie jeden Monat 100 € ein, erhöht sich Ihre Rente dadurch um ca. 0,44 € pro Monat (d.h., zahlen Sie ein Jahr lang monatlich 100 €, also insgesamt 1200 €, erhöht sich Ihre monatliche Rente um ca. 5,27 €).
Sie haben aber auch die Möglichkeit, in Ihrem Minijob versicherungspflichtig zu bleiben. In diesem Fall zahlt der Arbeitgeber 15 % von 380 € ( = 57 €) und Sie selbst zahlen nur 3,7 % (= 14,06 €). Somit erwerben Sie mit einem geringeren finanziellen Aufwand Pflichtbeiträge. Pflichtbeiträge sind u.a. Voraussetzung z.B. für einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente oder Reha. Ob bzw. wie sich ggfs. der Minijob auf Ihr Arbeitslosengeld II auswirkt, müssen Sie mit Ihrem Jobcenter abklären.

von
Antje Kosalla

ok, viele Dank für Ihre Antwort.

von
W*lfgang

Zitiert von: Antje Kosalla
(...)
/interessehalber:

Haben Sie jetzt Ihr Smartphone genutzt, um diesen Text im Bock zu verfassen - oder sind Ihnen auch schlicht 'lesbare' Möglichkeiten der Textverfassung bekannt, das in eine optisch angenehme 'Gliederung' zu verfassen?

Okay, wenn Sie sich bisher nicht mit Literatur/Text im non-digitalen-socialmedia-Format beschäftigt haben, ziehe ich meine Kritik zurück – halten Sie sich dann einfach weiterhin das SPh vor die Birne ;-)

Nebenbei, SIE sind hier 'offiziell' und vertreten die DRV ...

Gruß
w.
PS: ja, mich 'gruselt' immer mehr, was von 'offizieller' Seite so textverkleistert angeboten wird ...macht doch einfach hipphopprapp-youtube, und eure zielgruppe ist erreicht – in 40 Jahren *g