von
Stachel

Guten Morgen,

ich habe eine Frage zum Bezug von ALG 1/ der Nahtlosigkeitsregelung.

Und zwar werde ich zum 22.07. aus dem Krankengeldbezug ausgesteuert und habe auch bereits den Bescheid über die volle EM Rente ab dem 01.08. .

Die Voraussetzungen für ALG 1 ist erfüllt.

Nun rief man mich an, dass die Zahlung für diese 9 Tage abgelehnt wird.
Begründung ist, dass ich nicht vermittelbar bin.
Hätte ich den EM Rentenbescheid während des Bezuges von ALG 1 erhalten wäre das kein Problem gewesen. Dann hätte man das mit der Rentenversicherung verrechnet.

Meine Frage ist, ob das so rechtens ist? Ich wäre ja auch so nicht vermittelbar gewesen, weil ich weiter AU geblieben wäre.

Grundsicherung steht mir nicht zu. Das habe ich ausrechnen lassen. Wohngeld auch nicht.

Auf Grund der finanziellen Lage haben wir bereits eine neue Wohnung gesucht. Der Umzug ist aber erst im September. Uns fehlt das Geld natürlich. Auch sind da keine Rücklagen da, weil die Wohnungssuche länger dauerte...

Herzlichen Dank für die Antwort!

MfG

Stachel

von
Schade

Da es sich um ein Problem der Arbeitsverwaltung und nicht der DRV handelt sind Sie im falschen Forum.

Zu ALG Ansprüchen - auch wenn es nur 9 Tage sind - wird sich kein DRV Mitarbeiter äußern.

von
Oldenburger

Die Bewilligung einer Rente wegen Erwerbsminderung mit einem Rentenbeginn in der ZUKUNFT durch den Rentenversicherungsträger ist leider immer sehr unglücklich, wenn Leistungen von der Agentur für Arbeit bezogen werden oder sogar noch beantragt werden sollen. Bei der Bewilligung von Zeitrenten ist eigentlich immer Sensibilität gefordert.
M.E. ist die AfA leider im Recht, das Arbeitslosengeld zu verweigern, da die Rentenversicherung ja mit dem Bescheid ausdrücklich die volle Erwerbsminderung bestätigt hat und Sie somit "kein Fall mehr" für die Arbeitslosenversicherung sind.

Hätten Sie bereits laufend ALG I bezogen, hätte die Agentur für Arbeit ab Bekanntwerden Ihres Rentenanspruchs auch sofort den Anspruch auf ALG für die Zukunft einstellen können. Auch hier hätten Sie u.U. einige Tage ohne Leistungen dastehen können. Das ist aber jetzt sicher auch kein Trost.

von
Stachel

OK, Danke für die Antwort!

von
Stachel

Auch Ihnen Danke für die Antwort!

von
Nahla

Wenn Sie diese Entscheidung schriftlich haben, legen Sie auf alle Fälle Widerspruch gegen die Ablehnung des AlgI ein. Begründen Sie dies, dass Sie sich für die fragliche Zeit mit Ihrem "Restleistungsvermögen" der Vermittlung zur Verfügung stellen (wollten) und dieses Restleistungsvermögen vom Medizinischen Dienst erst festgestellt werden hätte müssen, in einem Vor-Ort-Termin und nicht einfach nach Aktenlage.

Bitte vertrauen Sie nicht auf telefonische Aussagen der Mitarbeiter. Warten Sie den Bescheid ab und legen Sie nach dem Erhalt sofort schriftlich per Einschreiben Widerspruch ein. Untersagen Sie der AfA jedwede telefonische Kontaktaufnahme sofort.

Eine telefonische Aussage eines Sachbearbeiters stellt keine rechtssichere Handlung ein und hat somit auch keine Gültigkeit. Erst durch den schriftlichen Bescheid haben Sie dann die Möglichkeit, auch darauf zu reagieren. So einen Bescheid werden Sie sicherlich in den nächsten Tagen erhalten.

Ich würde Ihnen auch empfehlen, sich in Nürnberg über dieses Verhalten zu beschweren. Es kann nicht sein, dass einfach telefonisch Aussagen in den Raum gestellt werden.

von Experte/in Experten-Antwort

Sehr geehrte Frau/ geehrter Herr Stachel,
da es sich hier nicht um eine rentenrechtliche Frage handelt, wenden Sie sich bitte an die für Sie zuständige Agentur für Arbeit um eine schriftliche Reaktion zu erwirken.

von
arni

Hallo Stachel,

Sie erhalten doch bis 22.7 Krankengeld rückwirkend, dann zahlt die Rv am 31.08. rückwirkend stellen die 9 Tage weniger Krankengeld so ein großes Problem da?

Dreisst wenn Sie gegen Alg1bescheid Widerspruch einlegen hat dieser eine gewisse Dauer der Bearbeitung, und die Dauer kann bis zu 3 Monate gehen also was solls, auch diese Zeit müssten Sie dann überbrücken.

von
Lis

Zitiert von: arni

Hallo Stachel,

Sie erhalten doch bis 22.7 Krankengeld rückwirkend, dann zahlt die Rv am 31.08. rückwirkend stellen die 9 Tage weniger Krankengeld so ein großes Problem da?

Dreisst wenn Sie gegen Alg1bescheid Widerspruch einlegen hat dieser eine gewisse Dauer der Bearbeitung, und die Dauer kann bis zu 3 Monate gehen also was solls, auch diese Zeit müssten Sie dann überbrücken.

Es soll eben auch Leute geben, die nicht die fette Kohle verdienen, die haben dann nicht die Reserven, vor allem nicht wenn man schon die ganze zeit Krankengeld bekommen hat und die Miete etc. auf das volle Gehalt ausgelegt war. Da sind dann 9 Tage ALG I ne menge Kohle. Abgesehen davon müsste es Ihm zustehen. Hallo? Wofür zahlt man den Jahre lang Beiträge um dann nicht mal 9 Tage als Leistung zu bekommen???

Ich würde definitiv auf einen schriftlichen Bescheid bestehen und dagegen Widerspruch einlegen. Egal weil lange es dauert, besser spät als nie ein bissl mehr Kohle.

MFG Lis

von
Sony

Zitiert von: arni

Hallo Stachel,

Sie erhalten doch bis 22.7 Krankengeld rückwirkend, dann zahlt die Rv am 31.08. rückwirkend stellen die 9 Tage weniger Krankengeld so ein großes Problem da?

Dreisst wenn Sie gegen Alg1bescheid Widerspruch einlegen hat dieser eine gewisse Dauer der Bearbeitung, und die Dauer kann bis zu 3 Monate gehen also was solls, auch diese Zeit müssten Sie dann überbrücken.


Hallo Arni,

wenn das so ist dann können Sie doch das Geld für die 9 Tage dem Stachel geben.

Hallo Stachel,

Ich würde genauso Verfahren wie @Nahla geschrieben hat.
Alles Gute.

Mfg

von
Stachel

Hallo an Alle,

Danke für die vielen Antworten. (Und auch für die Verteidigung meiner Person)

Ich antworte allgemein:

Wie richtig vermutet wurde, habe ich nicht die "fette Kohle"... auf Grund des Krankengeldes waren wir bereits gezwungen uns eine kleinere und günstigere Wohnung zu suchen. Dies haben wir natürlich getan. Das dauerte leider fast ein halbes Jahr. In der Zeit sind leider die Reserven aufgebraucht...

Zumal ich alleine 100 bis 200 Euro Kosten bedingt durch meine Erkrankung habe, welche nicht von der KK übernommen werden...

Dazu kommt ein erkranktes Kind, Mann nicht gesund und und und...

Ich habe immer gearbeitet. Wir hatten Rücklagen... Dann brachen gleich mehrere Erkrankungen auf, welche lange schon da waren (zum Teil auch angeboren) , aber leider nie entdeckt wurden... Wurde immer auf die Psyche geschoben, welche es letztendlich nicht war...

Wurde von heute auf morgen Arbeitsunfähig...

Leider kann ich mich dem Arbeitsmarkt für diese 9 Tage nicht zur Verfügung stellen...
Zum Einen bin ich AU, zum Anderen stellen diese verschiedenen Erkrankungen so ziemlich bei jedem Job ein Problem dar... und ich war und bin weiß Gott nicht arbeitsfaul... Ich wünschte es wäre anders!

Viele Grüsse

Stachel

von
Stachel

Zitiert von: Stachel

Hallo an Alle,

Danke für die vielen Antworten. (Und auch für die Verteidigung meiner Person)

Ich antworte allgemein:

Wie richtig vermutet wurde, habe ich nicht die "fette Kohle"... auf Grund des Krankengeldes waren wir bereits gezwungen uns eine kleinere und günstigere Wohnung zu suchen. Dies haben wir natürlich getan. Das dauerte leider fast ein halbes Jahr. In der Zeit sind leider die Reserven aufgebraucht...

Zumal ich alleine 100 bis 200 Euro Kosten bedingt durch meine Erkrankung habe, welche nicht von der KK übernommen werden...

Dazu kommt ein erkranktes Kind, Mann nicht gesund und und und...

Ich habe immer gearbeitet. Wir hatten Rücklagen... Dann brachen gleich mehrere Erkrankungen auf, welche lange schon da waren (zum Teil auch angeboren) , aber leider nie entdeckt wurden... Wurde immer auf die Psyche geschoben, welche es letztendlich nicht war...

Wurde von heute auf morgen Arbeitsunfähig...

Leider kann ich mich dem Arbeitsmarkt für diese 9 Tage nicht zur Verfügung stellen...
Zum Einen bin ich AU, zum Anderen stellen diese verschiedenen Erkrankungen so ziemlich bei jedem Job ein Problem dar... und ich war und bin weiß Gott nicht arbeitsfaul... Ich wünschte es wäre anders!

Viele Grüsse

Stachel

P.S.: Der schriftliche Ablehnungs- Bescheid ist heute eingetroffen.

von
Fritz

Hallo
Ich würde hilfsweise begründen das sie ERST AB DEM 01.08.2016 VOLL ERWERBSGEMINDERT SIND UND NICHT EHER.

MfG

von
Mitleser

@Fritz:

Das hilft ihr leider gar nichts. Denn wenn eine Erwerbsminderung tatsächlich erst am 01.08.2016 vorliegen würde, wäre der Rentenbeginn einen vollen Monat später, also dann erst am 01.09.2016. Für die Agentur für Arbeit ist der Leistungsfall (= Tag, an dem die EM eingetreten ist) maßgeblich, und diese liegt hier - leider - in der Vergangenheit.

von
Nahla

Zitiert von: Stachel

Leider kann ich mich dem Arbeitsmarkt für diese 9 Tage nicht zur Verfügung stellen...
Zum Einen bin ich AU, zum Anderen stellen diese verschiedenen Erkrankungen so ziemlich bei jedem Job ein Problem dar... und ich war und bin weiß Gott nicht arbeitsfaul... Ich wünschte es wäre anders!

Für die Bewilligung von AlgI nach der Nahtlosigkeitsregelung ist es aber wichtig, sich dem Arbeitsmarkt fiktiv mit seinem "Restleistungsvermögen" zur Verfügung zu stellen. Sie brauchen da auch keine Angst zu haben, dass für diese 9 Tage plötzlich Unmengen an Bewerbungen oder anderen Aktivitäten notwendig sind. Das ist nur die rechtliche Betrachtung Ihres derzeitigen Zustandes, welches Ihnen den Anspruch auf AlgI sichert.

Wie schon geschrieben, legen Sie bitte gegen den Bescheid Widerspruch ein und weisen Sie darauf hin, dass Sie sich für den fraglichen Zeitraum gemäß Ihres Restleistungsvermögens dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen und dass die Beurteilung dieses Restleistungsverrmögens durch den MDK erfolgen soll. Da es nur um einen so kurzen Zeitraum geht, sollte das nicht das Problem sein, dem Widerspruch statt zu geben. Bitte der AfA und dem MDK immer den Willen zum Arbeiten im Rahmen des Restleistungsvermögens und der durch die Erkrankungen notwendigen Einschränkungen bekunden (sollte es wirklich zu einem Termin beim MDK kommen).

Sie sind nachweislich voll erwerbsgemindert und für die fraglichen 9 Tage stehen Sie dem Arbeitsmarkt - fiktiv - zur Verfügung im Rahmen des Restleistungsvermögens. Es wird sicherlich keine Vermittlungsversuche für diese 9 Tage geben, aber es muss nun mal rechtlich im gesetzlichen Rahmen verfahren werden.

Alles Gute.

von
Herz1952

Hallo Stachel,

ergänzend zu "Nahla", Sie sollten dem Arbeitsamt keine Krankmeldung vorlegen. Praktisch sind Sie voll vermittelbar ab dem 22.7.16. Dann dürfte es auch ALG I geben (müssen).

Folgen Sie dem Rat von Nahla.

von
Klartext

Mein Gott. Wegen lächerlichen 9 ! Tagen so ein Theater !!

Wenn Sie keine anderen Sorgen haben geht's ihnen ja offensichtlich ganz prächtig ...

von
arni

Also nun nochmal, die bei Ihnen festgestellte volle Erwerbsminderung liegt wohl vor dem 22.07.16? Wenn dem so ist haben Sie kein Anspruch auf ALG1 ist doch logisch, als voll Erwerbsgemindert haben Sie kein Anspruch auf ALG1.

Sondern dann ist die DRV für Zahlungen zuständig, wäre die Erwerbsminderung noch nicht festgestellt dann tritt die Nahtlosigkeitsregelung in Kraft bis die DRV die Erwerbsminderung feststellt, auch dann steltt die AfA sofort dass Alg1 ein.

Den Widerspruch können Sie sich sparen weil keinerlei Rechtsgrundlage für §145SGB vorhanden ist.

Was Sie vielleicht versuchen können ist ein Brief zur AfA zu senden mit der Schilderung Ihrer Notlage, und mit der Bitte Ihnen dass ALG1 für die 9Tage zu zahlen und dann am 01.08.16 eine Erstattungsanforderung zur DRV zu schicken. Soll heissen dass Sie dann die 9 Tage Geld haben.

Allerdings zieht die DRV diesen Erstattungsbetrag wieder von Ihrer Rentenzahlung ab also unter dem Strich bringt Ihnen das nichts ausser viel Papierkrieg.

Wenn Sie nun Bedürftig sind bleibt noch dass Sozialamt für diese 9 Tage einzuspringen, aber falls diese die Bedürftigkeit feststellt und zahlt (dauert auch ewig) stellen diese dann auch einen Erstattungsanspruch gegenüber der DRV also immer alles dass gleich Prozedere nur halt andere Behörden.

von
Stachel

Zitiert von: Klartext

Mein Gott. Wegen lächerlichen 9 ! Tagen so ein Theater !!

Wenn Sie keine anderen Sorgen haben geht's ihnen ja offensichtlich ganz prächtig ...

Frechheit!

Sie maßen sich also an, zu entscheiden, dass 9 Tage weniger Geld lächerlich sind? Das sind über 200 Euro...Mit Kleinkind und enormen Kranheitskosten ist das viel Geld...

Mir geht es weiss Gott nicht prächtig,sonst hätte ich wohl kaum ohne Probleme die volle EM Rente sofort bewilligt bekommen. Ohne dem Grundsatz "Reha vor Rente " nachkommen zu müssen. Und es wäre besser Gesund zu sein als so leben zu müssen.

Tun Sie anderen hier einen Gefallen: bevor Sie sich ein Urteil über andere Schicksale in dem Ton erlauben,schreiben Sie besser nichts mehr hier im Forum.

Ich habe lediglich eine Frage gestellt und nicht auf jemanden geschimpft...

Ich habe keine Wahl als nun mit noch weniger Geld auszukommen in dem Monat...Sie dürfen uns da gerne finanziell unterstützen, wenn das Geld bei Ihnen so locker sitzt...

Auch wenn ich krank bin, kann ich noch rechnen...

von
Lis

Lassen Sie sich nicht ärgern Stachel, es gibt einfach Idioten.
Arni scheibt teilweise Unsinn. Wenn Sie einen Anspruch vom 22.07.-31.07. durchsetzen können, dann wird da Garnichts mit der Rente verrechnet. Denn der Rentenanspruch besteht erst ab 01.08. Nur wenn Sie über den 31.07. hinaus ALG I bekommen würde, würde die Nachzahlung verrechnet werden, aber erst ab 01.08.

MfG Lis