von
Gabriele Hildebrandt

Hallo allerseits ,
Ich arbeite seit vielen Jahren im Einzelhandel, was mir auch immer sehr viel Freude bereitet hat. Ich habe allerdings immer nur Teilzeit gearbeitet, da ich mich um meine Kinder gekümmert habe. Da meine Tochter nun fast 10 ist, habe ich letztes Jahr beschlossen in einen Vollzeitjob zu wechseln. Ich habe im Mai letzten Jahres ein Probearbeitstag in der entsprechend neuen Firma (kein Einzelhandel sondern Versand) absolviert mit der Zusage im Oktober anfangen zu können. In diesen 4 Monaten nahmen meine Beschwerden ( die mit anfänglicher Taubheit begannen, weswegen ich nicht sofort zum Arzt lief) so extrem zu das ich nach vielen Arztbesuchen und diversen MRT Kontrollen, Ende September zu zweiten mal im KH landete. Hier wurde ich mit der Diagnose MS entlassen. Ich leide unter Sehstörungen Dauerschwindel, Wahrnehmungsstörungen und extremen Rückenschmerzen. Körperlich geschwächt begann ich trotzdem am 01, Oktober den neuen Job, dem ich aber in kleinster Weise gerecht werden konnte, da es sich um eine Körperlich schwere Tätigkeit handelte Vor Weihnachten bekam ich dann die Kündigung.
Ich habe mich nun beim Arbeitsamt vorgestellt, aber nicht erwähnt das ich MS habe ,denn dann wären meine Aussichten eine Tätigkeit zu finden gleich 0,0 .
Ich bin mir aber nicht sicher ob das meldepflichtig ist oder ob für mich daraus ein Nachteil erwächst? Weiteres wollte ich wissen ob es für mich auch die Möglichkeit einer Teilerwerbsminderungsrente gibt? Wenn dies so sein sollte wie muss ich vorgehen und an wen muss ich mich wenden ? Ach ja zu erwähnen ist noch ich bin erst vor 2,5 Jahren nach Deutschland gezogen und habe vorher meine Rentenbeiträge in Österreich einbezahlt.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Hildebrandt

von
KSC

Sie sollten sich persönlich beraten lassen, online wird das schwierig.

Vom medizinischen könnten Sie voll oder auch teilweise erwerbsgemindert sei. Ob das zutrifft wissen Sie erst wenn Sie die Rente beantragt haben und die Entscheidung über den Antrag in Händen halten.

Bei Ihnen dürfte es auch um 2 Renten gehen, die in Österreich und die in D.

Ob Sie in D überhaupt schon ausreichend versichert waren, nachdem Sie erst seit 2 Jahren hier sind und nicht "viel versichert gearbeitet haben können" müsste geprüft werden.
Betragsmäßig dürfte sich die etwaige Rente aus D im "Peanuts Bereich" bewegen.

Und was Sie in A zu erwarten haben sollten Sie bei der PVA in Österreich klären.

Den Rentenantrag stellen Sie dort wo Sie wohnen, beim Rathaus, der DRV Beratungsstelle.....

Experten-Antwort

Hallo Gabriele Hildebrand,

dem Beitrag von „KSC“ ist aus meiner Sicht zuzustimmen. Bitte lassen Sie sich persönlich und individuell in einer Auskunfts- und Beratungsstelle eines Rentenversicherungsträgers beraten.

von
W*lfgang

Zitiert von: KSC
Betragsmäßig dürfte sich die etwaige Rente aus D im "Peanuts Bereich" bewegen.
KSC,

auch im Rahmen der zwischenstaatlichen Rentenberechnung mit 'Lückenfüllenden' Auslandszeiten/Österreich?

Gruß
w.

von
Gabriele Hildebrandt

Vielen Dank für die Rückmeldung ,genau so war auch mein Gedankengang, da ich erst zwei Jahre hier gearbeitet( und somit auch eingezahlt) habe , ist die Grundlage des Rentenanspruches vermutlich nicht gegeben. In Österreich habe ich mich schon bei der PVA informiert, die Dame meinte auch ich muss den Antrag am Wohnort stellen und alles weitere regelt ein zwischenstaatliches Abkommen also ich bekomme von Österreich gar keine Auskunft sondern nur die Rentenstelle die meinen Antrag bearbeitet. Können mir am Arbeitsplatz Nachteile entstehen wenn ich einen Antrag stelle, der eventuell abgelehnt wird?? Oder ist man dem Arbeitgeber gegenüber nicht meldepflichtig? Mir sieht man meine Erkrankung nicht an, da sie sich wie gesagt im Kopf und im Rücken abspielt, also nichts offensichtliches.

Vielen Dank