von
Klara

Hallo,

ich war in einer stationären Rehabilitation für meine Lunge. Es hat mir auch sehr geholfen, allerdings habe ich noch orthopädische Erkrankungen, die so stark sind, dass ich meinen Job wahrscheinlich nicht mehr ausführen kann.
Ich wurde zu LTA beraten, muss aber noch zu meinem Orthopäden, damit der eine Sozialmedizinische Leistungsberurteilung von mir anfertigt.
Jetzt zu meiner Frage:
Die Ärzte in der Rehaklinik haben mich als arbeitsfähig entlassen, da ich aus der Sicht eines Lungenarztes erwerbsfähig bin. Meine Erwerbsfähigkeit im Zusammenhang mit den anderen Erkrankungen wird allerdings als sehr kritisch eingeschätzt. Daraufhin meinten die Ärzte, dass ich nicht ganz gesund entlassen werde, sondern mit einer Empfehlung einen weiteren Facharzt aufzusuchen. Trotzdem wurde ich arbeitsfähig entlassen... Gibt es da eine Regelung? Ich habe von anderen Fällen gehört, dass Patienten bei weiterem Untersuchungsbedarf nach einer Reha auf Bezug zur Erwerbsunfähigkeit arbeitsunfähig entlassen wurden. Kann das jeder Arzt selbst entscheiden oder gibt es da Richtlinien?
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!!

von
W*lfgang

Hallo Klara,

selbst wenn Sie au entlassen worden wären, hätte diese au-Bestätigung keine Dauerwirkung ...Sie müssten sich am nächsten Tag von Ihrem Haus- oder Facharzt für einen Nachfolgezeitraum eine 'richtige' zeitlich bestätigte AU-Bescheinigung besorgen.

> Ich habe von anderen Fällen gehört, dass Patienten bei weiterem Untersuchungsbedarf nach einer Reha auf Bezug zur Erwerbsunfähigkeit arbeitsunfähig entlassen wurden.

Das ist so nicht richtig, da im Rahmen der Reha grundsätzlich keine Erwerbsminderung aus Rentensicht festgestellt wird, sondern nur das aktuelle Leistungsvermögen (allgemein/berufsbezogen) beurteilt wird, was bei erheblichen Einschränkungen zu einer EM-Rente nach dem Reha-Verfahren führen kann - nicht mal au entlassen bei Ihnen, da ist eine EM-Rente sicher in ganz weiter Ferne. Wobei die Ihnen mitgeteilte Einschätzung beim Entlassungsgespräch nicht unbedingt Ihren tatsächlichen Erwerbsfähigkeiten/-einschränkungen entsprechen muss.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Sehr geehrte Klara,
der Arzt in der Rehaklinik beurteilt ihr Leistungsvermögen am Ende der Rehamaßnahme und spricht ggf. Empfehlungen aus. Damit weitere Untersuchungen ggf. im Rahmen eines Rentenantrages durchgeführt werden, ist eine Arbeitsunfähigkeit bei Beendigung der Reha nicht zwingend erforderlich. Vielleicht klären Sie die Ihre weiteren Möglichkeiten im Rahmen eines Beratungsgespräches in einer Auskunfts- und Beratungsstelle oder durch ein Telefonat mit der zuständigen Sachbearbeitung ab.