von
GE-litten

Ich bin seit Jahrzehnten an ein und demselben Arbeitsplatz.
Durch 2 Traumata 2010(abgearbeitet)/2016(Trauma noch sehr aktiv)bin ich momentan nur eingeschränkt arbeitsfähig (3-6Std)und stellte einen Rentenantrag.
Auf Anfrage der DRV W. verneinte mein Arbeitgeber die Möglichkeit eines Leidensgerechten Arbeitsplatzes und so ereilte mich der Bescheid das ich rückwirkend Vollrentnetin auf Zeit wurde.
Diese Woche läuft meine aktuelle AU aus und der Termin zur Verlängerung steht.
Ich konnte den Termin nicht verschieben habe aber kurzfristig einen Termin in einer Traumasprechstunde erhalten am selben Tag.
Mein Arbeitsplatz besteht noch und ich werde auch auf Weitereschäftigung klagen.
Muss ich eine AU abgeben oder kann ich diesen wichtigen Traumatermin wahrnehmen?

von
W*lfgang

Hallo GE-litten,

das sind rein arbeitsrechtliche Fragen.

Sicher werden Sie Ihren AG sowohl über die AU - dauert vielleicht bis zu dem erst späteren Beginn/Zahlung der Rente - wie erst recht über die Bewilligung einer zeitlich befristete EM-Rente informieren müssen. Ergibt sich beides aus Ihrem Arbeits-/Tarifvertrag.

> Mein Arbeitsplatz besteht noch und ich werde auch auf Weitereschäftigung klagen.

Bei einer nur befristeten vollen EMRT brauchen Sie nicht zu klagen, da allgemein in den Tarifverträgen für die Laufzeit der befristen Rente ein 'Ruhen' des Arbeitsverhältnisses erfolgt - setzten Sie sich trotzdem/zwingend mit der Personalabteilung in Verbindung, wie es jetzt/später mit Ihrem Beschäftigungsverhältnis laufen wird - und zwar auf glasklaren/rechtlich einwandfreien Vorschriften ...nicht dass Sie da in so einem *Klitschenbetrieb sind, der nach 'Gefühl' meint, diese Situation beurteilen zu müssen - dann sind Sie doch auf anwaltlichen Rat angewiesen – und danach/Prozess werden Sie da garantiert nicht wieder weiterarbeiten wollen ;-)

Gruß
w.

von
GE-litten

Vielen Dank Wolfgang.
Ich arbeite in einem großen internationalen Unternehmen.
Für mein Gehalt könnte der AG 2 neue befristete Kräfte einstellen.
Die Stimmung ist also eh im Pöppes.
Merkwürdig das mein Anwalt schon eine Klage vorbereitet hat ihm müsste als Fachkraft im Gegensatz zu mir das mit dem ruhenden Arbeitsverhältnis klar sein.
Mich entspannt diese Info sehr.
Erst Gesundheit wiederherstellen und dann ab wieder Vollzeit arbeiten obwohl mein Arbeitgeber das sicher nicht will.
Außerdem kann ich ohne Stress zum Arzt.

Experten-Antwort

Hallo GE-litten,
eine Beantwortung kann nicht erfolgen, da Sie keine rentenrechtliche Frage gestellt haben. So wie bereits von W*lfgang angemerkt, handelt es sich um eine Frage zum Arbeitsrecht.

von
Ge-litten

Sagen wir mal das Rentenrecht Arbeitsrecht küsst.
Mein Sachbearbeiter nannte mir z.B. den zugrunde gelegten Paragraphen der für meinen rückwirkenden Renteneintritt/Antrag maßgeblich war obwohl ich erst 04.18 den Rentenantrag stellte.
Für mich bedeutet es weniger Rente da die von der Krankenkasse geleisteten Abgaben an mich zurückgingen und nicht in die Berechnung einflossen.
Wäre wie erst bescheinigt Rentenrechtlich der Rentenfall noch früher eingetreten nämlich mit dem Datum der ersten AU hätte ich sogar die Lohnfortzahlung zurückerstatten müssen.
Auch da gilt Rentenrecht küsst Arbeitsrecht.
Ob das dann immer mit Gerechtigkeit einhergeht lasse ich dahingestellt.

von
Schorsch

Zitiert von: Ge-litten

Wäre wie erst bescheinigt Rentenrechtlich der Rentenfall noch früher eingetreten nämlich mit dem Datum der ersten AU hätte ich sogar die Lohnfortzahlung zurückerstatten müssen.
Auch da gilt Rentenrecht küsst Arbeitsrecht.
Ob das dann immer mit Gerechtigkeit einhergeht lasse ich dahingestellt.

Die Erstattungsansprüche Ihres Arbeitgebers wären auf die Rentenhöhe begrenzt gewesen.
Warum diese Regelung ungerecht sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.

Warum jedoch Arbeitgeber Arbeitsplätze für vollständig erwerbsgeminderte Angestellte freihalten müssen, lässt sich allerdings nicht immer mit meinem Gerechtigkeitssinn vereinbaren.

MfG

von
Ge-litten

Ich ließ es ja dahingestellt.
In meinem Fall wurde es in Vollrente umgewandelt da mein AG der DRV mitteilte das er keinen meinem momentanen Restleistungsvermögen entsprechenden Arbeitsplatz vorweisen kann.
Für mich persönlich gilt das man als Versicherter/Arbeitnehmer... auch Pflichten der Solidargemeinschaft gegenüber hat.
Dies betrifft auch die Arbeitskrafterhaltung und/oder der Wiederherstellung sofern es möglich ist.
Meine 1. und hoffentlich letzte Reha
war aufschlussreich.
Rehabilitanten die einfach nur das Ziel hatten auf Kosten anderer monatlich gepampert zu werden und simulierten und das auch den ganzen Tag anderen wirklich eingeschränkten auf's Butterbrot schmierten.
Es gibt also rechtliche Bestimmungen die nicht gerecht sind und dann auch Falsche treffen kann und die Misere der DRV Spreu von Weizen trennen zu müssen und dabei die richtigen Partner zu finden...

von
Schade

Ihre im gesamten geschilderten Probleme lassen sich im Forum nicht lösen.

Da Sie eh klagen wollen wird sich alles klären - ob der Richter Ihrer Meinung ist sehen Sie dann.

An der Reha können Sie im nachhinein nichts mehr ändern, Ihnen bringen Beschwerden somit nichts, und ob Sie nun besonders beschwert sind oder die Klinik wirklich "so grottenschlecht" ist wie Sie sagen weiß keiner im Forum.

Rente haben Sie selbst beantragt - mit dem "Risiko" die Rente dann auch zu bekommen, mussten Sie rechnen. Da hat Ihnen die DRV nicht wirklich was "angetan", wenn die beantragte Rente bewilligt wurde.