von
Lehramtsstudi

Hallo zusammen,

Ich trete in kürze an meiner Uni, neben dem Studium, eine Stelle als studentische Hilfskraft für etwa 3 Jahre an. Die Entlohnung befindet sich in der "Gleitzone", da 450€ überschritten, aber 850€ unterschritten werden. Als studentische Hilfskraft bin ich wohl von den Rentenversicherungspflicht befreit, kann aber den Beitrag aufstocken. Da ich Lehramtsstudent bin und somit eine Verbeamtung anstrebe, stelle ich mir die Frage ob sich eine solche Aufstockung der Beträge für mich überhaupt sinnvoll wäre, schließlich würde ich eine Pension erhalten und die gesammelten Rentenpunkte wären für mich uninteressant - oder habe ich da was falsch verstanden?

Besten Dank für etwaige Ratschläge!

von
Klugpuper

Hallo Lehramtsstudi.

Als studentische Hilfskraft sind Sie rv-pflichtig. Also erst einmal keine Gedanken machen.

Wie später Pension und Rente zusammenwirken ist stark davon abhängig, ob, wann und wo Sie verbeamtet werden, bzw. wer später für Ihre Pension zuständig ist.

Für mehr Informationen suchen Sie eine Auskunfts- und Beratungsstelle auf. (Zur Pension kann man dort aber auch nicht wirklich etwas sagen.)

von Experte/in Experten-Antwort

Liegt weder eine geringfügig entlohnte noch eine kurzfristige Beschäftigung vor, besteht grundsätzlich Versicherungspflicht.

Ihre Rentenversicherungsbeiträge als Arbeitnehmer in der Gleitzone werden auf der Grundlage eines reduzierten sozialversicherungspflichtigen Verdienstes gezahlt. Sie sind zwar vollwertige Pflichtbeiträge, doch führt der reduzierte Verdienst zu geminderten Rentenansprüchen.

Entscheiden Sie sich für die Zahlung voller Rentenversicherungsbeiträge, müssen Sie Ihren Arbeitgeber schriftlich darüber informieren.

von
Lehramtsstudi

Vielen Dank an Klugpuper und den oder die Expertin.
Ich bin einfach nur etwas verunsichert, da ich hier ein Formular vorliegen habe, bei dem ich mich zwangsläufig FÜR oder GEGEN eine freiwillige Aufstockung der Rentenversicherungsbeiträge entscheiden muss. Mein Problem dabei ist, dass ich mir über die (langfristigen) Auswirkungen dieser Entscheidung keineswegs bewusst bin. Kurzfristig bedeutet dies wohl etwa 30€ weniger Gehalt bei knapp 500€ verdienst - mehr konnte man mir im Personalbüro nicht sagen.

von
Schade

Ich würde Ihnen raten sich heute diese 30 € zu sparen, v.a. dann wenn Sie damit rechnen später verbeamtet zu werden.

Das was Sie dafür später mal mehr Rente bekommen dürften aus heutiger Sicht für einen Beamten peanuts sein.

Schönes WE.