von
Renate59

Ich beziehe Witwenrente. In meinem Bescheid habe ich eine Aufwertung der ersten 36 Kalendermonate mit Pflichtbeitragszeiten erhalten, da diese 'stets als Zeiten beruflicher Ausbildung' gelten. (ca 0,9 zusätzliche Entgeltpunkte). Diese Punkte wurden nur für die Punkte als Grundlage für die Vergleichs und Grundbewertung genommen, bei den tatsächlichen Entgeltpunkten sind sie nicht mehr enthalten.

Ist das richtig so, obwohl mein Mann in dieser Zeit keine berufliche Ausbildung absolviert hat, bzw. gibt es da ein Gesetz zu? Vorallem, weil im Bescheid bei 'Berücksichtigung von Zeiten' Monate, die hier auch als berufliche Ausbildung gezählt wurden, explizit nicht als Anrechnungszeit anerkannt wurden? Oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun?

von
W*lfgang

Zitiert von: Renate59
Ist das richtig so,
Renate59,

ja. Das ist Bestandteil der Gesamtleistungsbewertung, hier werden immer die ersten 36 Monate Pflichtbeitragszeit - als quasi geringbezahlte Berufsausbildung - aufgewertet. Erhöht letztendlich den Gesamtleistungswert/Durchschnittswert aller Zeiten, der wiederum für die Bewertung anderer Zeiten von Bedeutung sein kann.

> Oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun?

So ist es. 'Laien' schauen am Besten gar nicht in die Gesamtleistungsbewertung rein, da entsteht nur Verwirrung mit den tatsächlichen Zeiten, wie sie explizit im Versicherungsverlauf stehen/anerkannt worden sind.

Gesetzliche Grundlagen finden Sie hier, anfangen bei:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Gt.do?f=G_SGB6_71G1

§§ 72, 73, 74 mitlesen, sowie vertiefter Einblick in die Rechtsanweisungen dazu:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Menu.do?expand=Zweiter%20Abschnitt%20%28%A7%A7%2033-105%29%204%20243

Gruß
w.

von
Renate59

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: Renate59
Ist das richtig so,
Renate59,

ja. Das ist Bestandteil der Gesamtleistungsbewertung, hier werden immer die ersten 36 Monate Pflichtbeitragszeit - als quasi geringbezahlte Berufsausbildung - aufgewertet. Erhöht letztendlich den Gesamtleistungswert/Durchschnittswert aller Zeiten, der wiederum für die Bewertung anderer Zeiten von Bedeutung sein kann.

> Oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun?

So ist es. 'Laien' schauen am Besten gar nicht in die Gesamtleistungsbewertung rein, da entsteht nur Verwirrung mit den tatsächlichen Zeiten, wie sie explizit im Versicherungsverlauf stehen/anerkannt worden sind.

Gesetzliche Grundlagen finden Sie hier, anfangen bei:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Gt.do?f=G_SGB6_71G1

§§ 72, 73, 74 mitlesen, sowie vertiefter Einblick in die Rechtsanweisungen dazu:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Menu.do?expand=Zweiter%20Abschnitt%20%28%A7%A7%2033-105%29%204%20243

Gruß
w.

Danke erstmal. Gilt das auch dann, wenn diese Zeit nachversichert wurde? Im Versicherungsverlauf steht 'Pflichtbeitragszeit - Nachversicherung'

von
W*lfgang

Zitiert von: Renate59
Gilt das auch dann, wenn diese Zeit nachversichert wurde? Im Versicherungsverlauf steht 'Pflichtbeitragszeit - Nachversicherung'
Renate59,

ist genauso eine 'normale' Pflichtbeitragszeit. Falls Ihr Mann in dieser Zeit seine Beamtenlaufbahn begonnen hat (nicht Bundeswehr), wären die ersten Jahre - auch Beamte beginnen mit einer Ausbildung - noch als berufliche Ausbildung im Versicherungsverlauf zu kennzeichnen (falls noch nicht erfolgt). Der Nutzen könnte allerdings gering sein, da Beamte in Ausbildung bereits hohes (nachversichertes) Entgelt erhalten.

Da das hier ein komplexes Thema mit individuellen Gegebenheiten ist, schlage ich Ihnen vor, die Rentenberechnung in der nächsten Beratungsstelle/Versicherungsamt mal 'kontrollieren'/erläutern zu lassen ...ist der schnellere Weg.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Die ersten 36 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen für Zeiten einer versicherten Beschäftigung bis zur Vollendung des 25 . Lebensjahres gelten bei der Anwendung von § 71 Abs. 3 S.1 Nr. 2 SGB 6 (Gesamtleistungsbewertung) stets als Zeiten einer beruflichen Ausbildung.