von
Ela

Ich werde von meiner DRV aufgefordert, Auskunft zum wöchentlichen Zeitaufwand eines abgebrochenen 1-semestrigen (abgebrochenen) Hochschulstudiums und zu meiner Arbeitszeit zu geben.

Eine derartige Anfrage verwundert mich:
1. der Zeitraum liegt 25 Jahre zurück;
2. im angefragten Zeitraum war ich Vollzeit-Angestellter (mit abgeführten Rentenvers.Beiträgen);
3. im Laufe der letzten Jahre wurden bereits mehrere Renten-Versicherungsverlaufs-Bescheide erlassen;
4. den Internet-Auftritt der DRV verstehe ich derart, dass nur 8 Jahre Ausbildungs- und Studienzeiten (nach Alter 17 Jahren) rentenwirksam berücksichtigt werden;
und diese Zeiten habe ich durch Ausbildung und Studium (beides abgeschlossen) ohnehin bereits überschritten.

Was mag (Hinter-)Grund einer solchen Anfrage sein?
Und wie begegnet man einem derartigen Ansinnen geeignet (sofern es Blödsinn oder Willkür sein sollte)?

Vielen Dank für die Unterstützung!

Ela

von Experte/in Experten-Antwort

1. § 58 Abs. 4a SGB VI regelt, dass Zeiten der schulischen Ausbildung neben einer versicherten Beschäftigung oder Tätigkeit nur Anrechnungszeiten wegen einer schulischen Ausbildung sind, wenn der Zeitaufwand für die schulische Ausbildung unter Berücksichtigung des Zeitaufwands für die Beschäftigung oder Tätigkeit überwiegt.
Diese gesetzliche Regelung ist zum 01.01.1997 in Kraft getreten und gilt auch für Sachverhalte, die vor diesem Zeitpunkt zurückgelegt wurden.
Die Anerkennung einer schulischen Ausbildung als Anrechnungszeit neben einer versicherten Beschäftigung oder Tätigkeit konnte nach der alten Rechtslage zu einer Minderung der Rentenhöhe führen. Diese nachteiligen Auswirkungen wurden durch die seinerzeitige Neuregelung beseitigt.
2. Damit diese gesetzliche Regelung geprüft werden kann, hat der zuständige Rentenversicherungsträger bei Ihnen zurückgefragt in welchem wöchentlichen zeitlichem Umfang Sie jeweils versicherungspflichtig beschäftigt waren bzw. Sie studiert haben.
3. Sind Sie, wie Sie dargelegt haben einer Vollzeitbeschäftigung nachgegangen, kann eine Hochschulausbildung, zeitlich nicht überwiegen. Eine Anrechnungszeit könnte dann nicht berücksichtigt werden.

von
Ela

vielen Dank für Ihre Erläuterungen!