von
Tinka

Sehr geehrte Redaktion,
Ihren Beitrag über Renten-Reformpläne von einzelnen Parteien/Fraktionen

https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=55&tx_ttnews%5Btt_news%5D=14813&cHash=fae33567c742dd566331e059b62e0b8a

ist sehr unausgewogen.

Zur Bundestagswahl werden mehr als 20 Parteien antreten. Von Amts wegen zugelassen sind all die Parteien, welche zumindest in einem Landtag/Senat vertreten sind. Zur Zeit sind dies 11 an der Zahl
Dass Sie die Parteien mit auflisten, die derzeit im Bundestag vertreten sind, ist einleuchtend?

Aber warum werden von Ihnen die Parteien 'FDP' und 'AfD' bevorzugt dargestellt? Müssten Sie nicht alle Parteien, die zur Wahl stehen, mit auflisten?**

Ein objektiv journalistischer Beitrag ist das jedenfalls nicht.

** Sollten Sie die bevorzugte Darstellung darin begründen, dass 'FDP' und 'AfD' derzeit in aktuellen Umfragen mit sovielen Wählerstimmen rechnen können, dass der Einzug in den nächsten BTag als wahrscheinlich gilt, sei der Hinweis von mir gegeben, dass man sich (auch als Journalist) hinterfragen sollte, warum dies so ist. Ein Antwort dabei ist die mediale Präsenz, die diese Parteien erhalten. Und dazu gehört auch Ihr Artikel. Wenn ständig von bestimmten Parteien die Rede ist, werden Sie wahrscheinlicher gewählt. Wenn Sie andere zur Wahl stehende Parteien nicht mit erwähnen, sinkt das ihre Chancen überhaupt wahrgenommen zu werden. Und zu Letzterem trägt Ihr Artikel (ebenfalls) bei. Insofern sollten Sie - meines Erachtens - entweder alle (möglichen) Parteien erwähnen oder es ganz sein lassen.

von
yx

Dieses Forum soll schnell und unkompliziert helfen und ist kein Diskussionsforum und keine Bühne für politische Meinungsäußerungen

von
Tinka

Mein Beitrag richtet sich auch nicht an die fleißigen Mitarbeiter der DRV,
sondern an die Redaktion.

von
yx

Ist der Text so schwer zu Verstehen?

von
Herz1952

Hallo Tinka,

Sie sollten das so sehen, dass die Experten nur Antworten geben können, die sachlich und gesetzlich richtig sind. Die RV führt nur die beschlossenen Gesetze aus.

Die Experten erkennen Sie an dem roten Pfeil. Die anderen können natürlich auch Experten sein, da es mitunter auch Angestellte der RV sind.

Dann sind da auch noch die anderen, wie zum Beispiel "meiner einer", dem ab und zu mal die Gedanken in die Finger rutschen (smile) und noch ein paar die auch mal Ihre Gedanken los werden wollen. Dies hilft aber den Fragestellenden nicht weiter.

Lesen Sie bitte einmal genau den blau unterlegten Hinweis rechts oben.

Ich glaube, dass Sie das Forum dann verstehen.

Was nämlich in Zukunft für die Renten geplant ist, kann z.Zt. niemand sagen.

von
MWXZ

Redaktion ist erreichbar unter:

E-Mail: redaktion(at)ihre-vorsorge.de

von Moderator/in Experten-Antwort

Hallo Tinka,

wie Sie sicherlich aus der ersten Zeile des von Ihnen kritisierten Beitrags entnommen haben, handelt es sich hier um den Bericht einer großen Presseagentur (dpa), die auch von nahezu allen großen deutschen Tageszeitungen und Nachrichten-Portalen genutzt wird. Agenturen fokussieren sich – meist aus Gründen der Vereinfachung und des in Printprodukten beschränkten Platzes – auf eine Auswahl von Parteien. Immerhin dürften allerdings über 90 Prozent der Wähler die dargestellten Parteien wählen.

Aber man lernt ja nie aus: Angestachelt durch Ihre Anmerkung haben wir mal bei Randparteien nach "Rente" gesucht - und fanden nur wenig. Das finden wir bei einem so wichtigen Thema schade. Deswegen nutzen wir diesen Thread für Werbung: Liebe Parteien, die ihr noch nichts zur Rente im Programm habt, lest ihre-vorsorge.de. Da gibt es werktäglich News zur Rente.

Tinka, wir bedanken uns für Ihr kritisches Interesse und würden uns freuen, wenn Sie uns auch in Zukunft als User erhalten blieben.

Ihre Redaktion

von
Tinka

Hallo Redaktion,
da haben Sie recht. Ich habe die Quelle (dpa) schlichtweg überlesen und war ursprünglich der Meinung, dass Sie diesen Beitrag verfasst haben.

von
Meister Max

Werte Experten,

ich bin erstaunt, dass ein politisch motiverter Beitrag auch hier im Forum eine Beachtung findet.

In der Hoffnung, dass interessierte Politiker hier mitlesen, möchte ich schweren Herzens auf ein doch recht weit verbreitetes Dilemma in unserer Gesellschaft aufmerksam machen.

Nach 49 Versicherungsjahren möchte ich nach einem sehr körperlich beanspruchten Arbeitsleben an der vorgezogenen Altersrente mit 63 teilhaben.

Mein wehmütiger Blick auf die frischgedruckte Renteninformation verrät mir, dass ich als Soloselbständiger eine Bruttorente von ca. 540 Euro zu erwarten habe, wovon mir dann
ca. 480 Euro netto im Monat zum Leben bleiben.
Anderweitige Einkünfte oder Renten stehen mir nicht zur Verfügung.

480 Euro im Monat (abzüglich 17,50 Euro GEZ-Gebühren) verbleiben aufgeteilt:
15,42 Euro pro Tag für Wohnen und Essen.
Manch einer würde sagen, zum würdevollen Leben zu wenig - für eine Beerdigung allerdings auch.

Ergo muss weiter gearbeitet werden bis zum bitteren Ende, d.h. bis die Kräfte ganz versagen.

Der Hinzuverdienst bei dieser Rente beträgt max. monatlich 450 Euro brutto (bzw. max. 5400 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen), wenn diese Altersrente ungekürzt gezahlt werden darf.

Nun ist ein Handwerker kein gewerbsmäßiger Buchhalter und hat in der Regel nach Verstreichen der Jahresfrist erst die Möglichkeit seine Einküfte genau zu eruieren.

Nach meinen Dafürhalten wäre es mehr wie angebracht - und eine Erleichterung für die Betreffenden allemal, so sie denn nicht in die sozialen Sicherungssysteme fallen wollen und sollen - die Hinzuverdienstgrenzen ab dem 63. Lebensjahr spürbar entlastend anzuheben.

Was spricht dagegen, die Hinzuverdienstgrenze an die allgemeine Armutsgrenze anzupassen?
Damit eben nicht noch mehr Menschen der Altersarmut durch politische Entscheidungen anheim fallen müssen.

Übrigens, als arm gilt in Deutschland heute, wer als Lediger über weniger als 979 Euro an Haushalts-NETTO-einkommen verfügt.

von
Schorsch

Zitiert von: Meister Max

Übrigens, als arm gilt in Deutschland heute, wer als Lediger über weniger als 979 Euro an Haushalts-NETTO-einkommen verfügt.

Das was Sie meinen, ist die RELATIVE Armut.
Und wer als Alleinstehender mehr als 979 Euro monatlich benötigt um ein menschenwürdiges Leben führen zu können, der sollte mal seine Prioritätenliste überprüfen und seine Ansprüche runterschrauben.

Ich verfüge auch nicht über 979 Euro Nettoeinkommen.
Trotzdem kann ich mir neben einer gemütlichen Wohnung auch noch ein Auto, eine jährliche Flugreise und noch diverse Hobbys erlauben.
Was mache ich bloß falsch? ;-)

MfG

von
Herz1952

Hallo Max,

betrachten Sie bitte meinen Beitrag nicht als zynisch.

Aber Sie können zumindest Grundsicherung erhalten bei Ihrer Rentenhöhe. Die GEZ können Sie dann wenigstens sparen. Sie können sich befreien lassen.

Als Selbständiger tätig sein zu müssen, ist immer mehr ein hartes Schicksal. Krankenkasse, Rentenversicherung, dass müssen Sie alles selbst voll bezahlen.

Sollten Sie so wenig Einkommen gehabt haben, dass Sie nicht zusätzlich etwas für das Alter zurücklegen konnten?

Ich selbst war Buchhalter und habe mitbekommen, als der Steuerberater unserer Firma von einem Schreiner berichtet hat, der ein wesentlich niedrigeres Einkommen als ich hatte. Er konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mit vollem Einsatz arbeiten.

Erst als Altersrentner haben Sie die Möglichkeit "voll hinzuzuverdienen". Immerhin, allerdings wird man nicht jünger.

Ich kann Ihr Anliegen verstehen, aber ich kann es nicht lösen, ja ich weis nicht einmal einen Ansatz dafür.

von
E. Lindt

Zitiert von: Tinka

Sehr geehrte Redaktion,
Ihren Beitrag über Renten-Reformpläne von einzelnen Parteien/Fraktionen

https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=55&tx_ttnews%5Btt_news%5D=14813&cHash=fae33567c742dd566331e059b62e0b8a

ist sehr unausgewogen.

Ja klar, ist es sehr unausgewogen, weil es nicht deiner Interessenlage entspricht.

von
Meister Max

Zitiert von: Schorsch

Zitiert von: Meister Max

Übrigens, als arm gilt in Deutschland heute, wer als Lediger über weniger als 979 Euro an Haushalts-NETTO-einkommen verfügt.

Das was Sie meinen, ist die RELATIVE Armut.
Und wer als Alleinstehender mehr als 979 Euro monatlich benötigt um ein menschenwürdiges Leben führen zu können, der sollte mal seine Prioritätenliste überprüfen und seine Ansprüche runterschrauben.

Ich verfüge auch nicht über 979 Euro Nettoeinkommen.
Trotzdem kann ich mir neben einer gemütlichen Wohnung auch noch ein Auto, eine jährliche Flugreise und noch diverse Hobbys erlauben.
Was mache ich bloß falsch? ;-)

MfG

Guten Abend Schorsch,

keine Bange, Sie machen sicherlich nichts und nie etwas falsch, und setzen immer die richtigen Prioritäten. ;-)

Die Armutsgrenze von 979 Euro wurde nicht von mir definiert, sondern ist nachlesbar im Armutsbericht Deutschlands.
Die Experten werden sich etwas dabei gedacht haben.

Auch ich komme mit weniger aus, habe keine Hobbys und auch nie Flugreisen nachgefragt.
Kann allerdings auch auf keine Rücklagen oder Ersparnisse zurückgreifen.
Sonstige Laster oder Suchterkrankungen sind auch nicht vorhanden.
Mein großer Reichtum ist eine intakte Beziehung, die schon über ein halbes Menschenleben gepflegt wird.

Aber bei größter Sparsamkeit, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass jemand dauerhaft über Jahre oder Jahrzehnte mit einem Tagessatz von 15,42 Euro seine Wohnkosten, Nahrungsmittel, Kleidung, Medikamente, Reparaturen, Auto, Telefon etc. bestreiten kann und damit auch noch am gesellschaftlichen Leben uneingeschränkt teil haben kann.

Übrigens, das monatliche Existenzminimum liegt 2016 bei 1.071,13 Euro.
Und auch bei Hartz 4 werden neben den Kosten der Unterkunft, die Versicherungsbeiträge übernommen und ein Regelsatz von 404 Euro pro Monat gezahlt.

Ich plädiere also weiterhin - nicht nur für mich - für eine modifizierte Hinzuverdienstgrenze in Anlehnung an die Höhe der Armutsgrenze, bei Altersrenten von besonders langjährigen Versicherten, wie bereits dargelegt.

von
Schorsch

Zitiert von: Meister Max

Die Armutsgrenze von 979 Euro wurde nicht von mir definiert, sondern ist nachlesbar im Armutsbericht Deutschlands.
Die Experten werden sich etwas dabei gedacht haben.

Ja, und zwar, dass die ABSOLUTE Armutsgrenze weit entfernt von der RELATIVEN Armutsgrenze ist.
Zitiert von: Meister Max

Und auch bei Hartz 4 werden neben den Kosten der Unterkunft, die Versicherungsbeiträge übernommen und ein Regelsatz von 404 Euro pro Monat gezahlt.

Ein alleinstehender Hartz 4-Empfänger bekommt inklusive Kosten der Unterkunft ca. 700 Euro monatlich ausgezahlt und die Beiträge zur Rentenversicherung sind gleich Null.
Sie haben also keinen Grund, auf diese armen Teufel neidisch zu sein.

MfG

von
Meister Max

Guten Tag Schorsch,

es mag vielleicht an der vorgerückten Tageszeit liegen, als Sie Ihren Beitrag verfassten,
wenn Sie "neidisch zu sein" in meine Zeilen hinein interpretieren.
Ja, ich weiß, der frühe Vogel fängt den Wurm. ;-)

Weder habe ich je noch möchte ich am Lebensabend auf diese Sozialleistungen angewiesen sein, wohlwissend, dass Menschen mit Hartz 4 ein schweres Los zu tragen haben.

Können oder wollen Sie nicht verstehen, das jedem Menschen ein finanzielles Existenzminimum für ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zugestanden werden sollte?

Und wenn allgemein anerkannt ist, dass es eine "Armutsgrenze" gibt, warum sollte abweichend davon das Existenzminimum angesiedelt sein.

"Deutschland ist ein reiches Land" - hört man sehr oft von den Politikern.
Und deren Aufgabe sollte es u.a. sein, die Verteilung des Reichtums sehr viel ausgewogener zu gestalten.

Was auch bedeutet, dass von den Früchten der eigenen Arbeit den Menschen mindestens soviel verbleiben sollte, dass diese nicht unterhalb dieser Armuts-/Existenzminimumgrenze fallen.
Und dies ist eben nicht der Fall, wenn ein sehr geringes Einkommen (z.B. Rente unterhalb 500 Euro) vorliegt, und der ungeschmälerte Hinzuverdienst nicht mehr als 450 Euro brutto betragen darf.

von
Schorsch

Zitiert von: Meister Max

......dass er den Unterschied zwischen RELATIVER und ABSOLUTER Armut nicht versteht.

Ich bin aber gerne behilflich:
http://www.armut.de/definition-von-armut.php

Würden die Löhne in Deutschland aufgrund eines Wirtschaftswunders auf durchschnittlich 10.000 Euro pro Monat ansteigen, dann wäre nach der "Armuts-Definition" jeder Mitbürger arm, der weniger als 5.000 Euro monatlich zur Verfügung hätte.
So viel zum Wert dieser Statistik.

MfG

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

wenn ich mich nicht Irre, haben Sie doch eine Berufsunfähigkeitsrente und verdienen nicht schlecht dazu. Also, müssen Sie alleine nicht von 979 Euro leben. Falls Ihre Frau nicht arbeitet, dürfen Sie Ihr Einkommen auch nicht durch 2 teilen. Für einen 2-Personen-Haushalt gelten andere "Armutsgrenzen".

Sie haben auch ein Haus. Woher zahlen Sie einen neuen Heizkessel, falls der alte "Totalschaden" hat?

Wenn Sie sich mit 979 Euro noch die anderen Sachen alle leisten können, käme ein Prüfer auf die Idee, dass Sie noch ein "Panamakonto" haben könnten (smile).

Irgendwas mache ich wohl falsch. Gut, ich habe ein "volljähriges" Auto, das seine Altersschwächen hat und mich an Reparaturen dieses Jahr eine Monatsrente gekostet hat. Mittlerweile ist das Haus auch reparaturbedürftig, bzw. ich habe dies und jenes noch nicht gemacht. Das werde ich auch nicht mehr usw.

Unser alleinstehender Sohn hat nur 602,-- Euro zur Verfügung. Einschließlich Miete und Heizung. Er bekommt ca. 180 Euro Grundsicherung zu seiner Rente. Von der Rentenerhöhung hat er nichts, diese wird wieder von der Grundsicherung abgezogen.

Unser Vermögen könnte durch Pflegefall voll aufgebraucht werden und ich konnte mich aus gesundheitlichen Gründen nicht mal dagegen versichern.

Schöne Zukunftsaussichten im "reichsten Land" zumindest in Europa.