von
Max W.

Mit Formular V0210 habe ich bei der DRV um Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung gebeten, wenn ich im Alter von 63 Jahren in Rente gehen möchte (35 Versicherungsjahre sind gegeben). Als 61-jähriger (Jahrgang 1955) hätte ich 9,9% Abschlag zu erwarten. Soweit alles klar.

Zusatzinfo 1: aktuell bin ich arbeitslos und beziehe ALG I bis April 2017. Meine Vermutung ist, dass ich bis zum Rentenbeginn in 2018 keine Anstellung mehr finde.
Zusatzinfo 2: ich habe in 2015/2016 insgesamt 5 Monate in der Schweiz gearbeitet und auch dort in die Rentenkasse einbezahlt.

Nachdem ich wochenlang von der DRV die Auskunft nicht bekommen habe, habe ich nachgefragt. Die Antwort war: aufgrund meiner Beschäftigung in der Schweiz wurde die Schweizer Ausgleichskasse gebeten, meine Versicherungszeiten und Beiträge in der Schweiz zu bestätigen. Dummerweise kann die Schweizer Ausgleichskasse die 2016er Zeiten erst nach Ablauf 2016 bestätigen.
Damit ich aber in 2016 noch (Teil-) Beiträge zahlen kann (u.a. auch steuerliche Gründe), habe ich dem zuständigen Sachbearbeiter bei der DRV gesagt, er möge doch die Berechnung der Höhe der Beitragszahlung ohne Berücksichtigung meiner Schweizer Zeiten/Beiträge vornehmen. Denn ich nahm an, dass diese das Ergebnis nicht signifikant beeinflussen. Dies wurde jedoch von ihm abgelehnt. Ich finde es ja gut, wenn Leute ihre Arbeit korrekt machen, aber manchmal ist halt Flexibilität angesagt.

Die „Pflicht“ zur exakten Berechnung ist für mich total unverständlich, weil die jetzt errechnete Höhe ja nur eine Momentaufnahme ist. Ich könnte ja auch statt mit 63 auch erst mit 64 Jahren in Rente gehen oder ich finde in den nächsten Monaten noch eine befristete Anstellung. Oder falls die Beitragszahlung zu hoch ist, kann ich ja auch nur einen Teil zahlen. Es macht also keinen Sinn monatelang auf Daten zu warten, um eine temporär richtige Beitragszahlung zu errechnen.

Fragen: kann ich auch ohne diese formal korrekte Auskunft noch in 2016 eine Beitragszahlung an die DRV leisten ? Wenn nein, habe ich einen Anspruch auf diese Auskunft in angemessener Zeit oder muss alles was denkbar ist, in diese Berechnung aufgenommen werden? Gibt es dafür interne Anweisungen bei der DRV ?

Herzlichen Dank für jedweden Tipp, der mir eine Beitragszahlung in 2016 ermöglicht.

von
W*lfgang

Zitiert von: Max W.
Fragen: kann ich auch ohne diese formal korrekte Auskunft noch in 2016 eine Beitragszahlung an die DRV leisten ? Wenn nein, habe ich einen Anspruch auf diese Auskunft in angemessener Zeit oder muss alles was denkbar ist, in diese Berechnung aufgenommen werden? Gibt es dafür interne Anweisungen bei der DRV ?
Max W.

komischerweise sind gerade eben die Arbeitsanweisungen speziell zum § 109 SGB 6 nicht verfügbar, wo sich Hinweise auf die Art der möglichen Hochrechnung/das zugrunde liegende Einkommen bzw. 'geschätzte Werte' befinden:

http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Menu.do?expand=Vierter%20Abschnitt%20(%A7%A7%20109-109a)%204%20316

Einfach wäre es, der DRT schr. mitzuteilen: sehen Sie die Fehlzeit 2015/16 als rentenrechtliche Lücke und rechnen Sie die aktuellen Entgeltpunkte/ALG / Bescheid anbei bis Ablauf 2 Jahre hoch, anschließend ggf. Null-EP. So der gegenwärtigen Ausgangslage geschuldet ...ist natürlich ein bisschen sehr ungenau ;-) - die Abweichungen sind dennoch halbwegs marginal. Vielleicht lässt sich die DRV darauf ein, andernfalls ist 2016 rum/steuerrechtlich gesehen – dem Finanzamt wäre es doch egal, ob die Ausgleichszahlung 2016 'stimmt' ...

Gruß
w.

von
KSC

Sie können ja versuchen den CH Kontoauszug direkt in der Schweiz anzufordern.

Normalerweise geht das über die Homepage http://www.ahv.ch in 2-3 Wochen. Sofern die 2016er Beiträge noch nicht verbucht wären, gehts halt nicht.
Wenn der Auszug in 2 Wochen da wäre könnte es reichen. Und dann ne Kopie an die DRV.....

Ansonsten ändern die 5 Monate CH die D Rente kaum, so gesehen sollten Sie die DRV - notfalls Vorgesetzte verlangen - versuchen zu überzeugen. Vor allem wenn 2016 nur ne Teilzahlung erfolgen soll, ist eine centgenaue Berechnung eigentlich unnötig.

Aber letztlich hat im Zweifel der gesunde Menschenverstand im Vergleich zur Arbeitsweisung oder Anweisung der Vorgesetzten keine Chance.

von
Max W.

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: Max W.
Fragen: kann ich auch ohne diese formal korrekte Auskunft noch in 2016 eine Beitragszahlung an die DRV leisten ? Wenn nein, habe ich einen Anspruch auf diese Auskunft in angemessener Zeit oder muss alles was denkbar ist, in diese Berechnung aufgenommen werden? Gibt es dafür interne Anweisungen bei der DRV ?
Max W.

komischerweise sind gerade eben die Arbeitsanweisungen speziell zum § 109 SGB 6 nicht verfügbar, wo sich Hinweise auf die Art der möglichen Hochrechnung/das zugrunde liegende Einkommen bzw. 'geschätzte Werte' befinden:

http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Menu.do?expand=Vierter%20Abschnitt%20(%A7%A7%20109-109a)%204%20316

Einfach wäre es, der DRT schr. mitzuteilen: sehen Sie die Fehlzeit 2015/16 als rentenrechtliche Lücke und rechnen Sie die aktuellen Entgeltpunkte/ALG / Bescheid anbei bis Ablauf 2 Jahre hoch, anschließend ggf. Null-EP. So der gegenwärtigen Ausgangslage geschuldet ...ist natürlich ein bisschen sehr ungenau ;-) - die Abweichungen sind dennoch halbwegs marginal. Vielleicht lässt sich die DRV darauf ein, andernfalls ist 2016 rum/steuerrechtlich gesehen – dem Finanzamt wäre es doch egal, ob die Ausgleichszahlung 2016 'stimmt' ...

Gruß
w.

Hallo W*lfgang,
besten Dank für Ihre schnelle Reaktion. Ihren Vorschlag (Schreiben an die DRV) hatte ich vor 2 Wochen schon umgesetzt. Aber bis jetzt ohne Reaktion/Erfolg.
Aber vielleicht muss ich das noch deutlicher formulieren. Der von mir errechnete Betrag mit der üblichen Formel (habe ich jetzt im Forum gefunden) ist so hoch, dass ich ihn gar nicht in vollem Umgang in 2016 bezahlen kann. Somit ist sogar eine Abweichung von 1000 € in der Berechnung kein Problem. Damit wird die sich ergebende rentenrechtliche Lücke aus meinem Schweizer Einkommen für mich definitiv kein Problem darstellen.
Es kommt jetzt also nur darauf an, ob meine deutliche Erklärung bei der DRV zu einer schnellen, offiziellen Auskunft führt.
Ich hoffe, dass vielleicht ein DRV-Experte mir bezüglich einer klaren, unmissverständlichen Formulierung Tipps geben kann, um endliche diese Auskunft zu bekommen.

Viele Grüße
Max W.

von
Max W.

Zitiert von: KSC

Sie können ja versuchen den CH Kontoauszug direkt in der Schweiz anzufordern.

Normalerweise geht das über die Homepage http://www.ahv.ch in 2-3 Wochen. Sofern die 2016er Beiträge noch nicht verbucht wären, gehts halt nicht.
Wenn der Auszug in 2 Wochen da wäre könnte es reichen. Und dann ne Kopie an die DRV.....

Ansonsten ändern die 5 Monate CH die D Rente kaum, so gesehen sollten Sie die DRV - notfalls Vorgesetzte verlangen - versuchen zu überzeugen. Vor allem wenn 2016 nur ne Teilzahlung erfolgen soll, ist eine centgenaue Berechnung eigentlich unnötig.

Aber letztlich hat im Zweifel der gesunde Menschenverstand im Vergleich zur Arbeitsweisung oder Anweisung der Vorgesetzten keine Chance.

Hallo KSC,
auch Ihnen ein Dankeschön für Ihre Tipps. Den Kontoauszug anfordern ist eine gute Idee, allerdings nicht zielführend, denn die 2016er Zeiten/Beiträge sind lt. telefonischer Aussage noch nicht verbucht, nur 2015.
Aber der Tipp, den Vorgesetzten des zuständigen Sachbearbeiters anzuschreiben werde ich umsetzen, verbunden mit einer klaren Aussage auf Verzicht der Schweizer Daten - wie von W*lfgang vorgeschlagen. Mir geht es auch nicht darum den SB anzuschwärzen, aber wenn eine Kulanzentscheidung notwendig ist, dann ist der Vorgesetzte sicher eher dazu befugt.

Letztendlich verstehe ich das ganze Procedere nicht, denn wenn ich meine heutige Anzahl an Entgeltpunkten kenne, ist die Berechnung in 1 Minute erledigt. Und wenn dann noch mein Einverständnis vorliegt, die Berechnung auf Basis der aktuellen EP (Stand 10.2016) vorzunehmen, wo liegt da das Problem ???

Freundliche Grüße
Max W.

von
W*lfgang

Zitiert von: Max W.
hatte ich vor 2 Wochen schon umgesetzt. Aber bis jetzt ohne Reaktion/Erfolg.
Aber vielleicht muss ich das noch deutlicher formulieren.
Max W.,

2 Wochen ...Sie sind *drollig ...in einer Verwaltung unter 'Stress' (und da gibt es derzeit viele Gründe für) ist Ihre Anfrage nicht so gerade mit höchster Priorität zur Antwort versehen :-) Nach weiteren 2 Wochen fangen Sie an zu telefonieren und denen dann *Stress zu machen ...können Sie natürlich auch Montag schon mit beginnen, denn Sie benötigen einen Bescheid zur Zahlung/Einzahlung noch dieses Jahr - wer am Lautesten, kriegt den Bescheid zuerst ;-)

Gruß
w.

von
Max W.

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: Max W.
hatte ich vor 2 Wochen schon umgesetzt. Aber bis jetzt ohne Reaktion/Erfolg.
Aber vielleicht muss ich das noch deutlicher formulieren.
Max W.,

2 Wochen ...Sie sind *drollig ...in einer Verwaltung unter 'Stress' (und da gibt es derzeit viele Gründe für) ist Ihre Anfrage nicht so gerade mit höchster Priorität zur Antwort versehen :-) Nach weiteren 2 Wochen fangen Sie an zu telefonieren und denen dann *Stress zu machen ...können Sie natürlich auch Montag schon mit beginnen, denn Sie benötigen einen Bescheid zur Zahlung/Einzahlung noch dieses Jahr - wer am Lautesten, kriegt den Bescheid zuerst ;-)

Gruß
w.

Hallo W*lfgang,
Sie bestätigen das mit der niedrigen Priorität, was ich zur Zeit erlebe. Das Formular V0210 habe ich nämlich bereits im August nach Berlin geschickt mit allen verfügbaren Unterlagen.
Um den Sachbearbeiter zu unterstützen (wg. Stress), habe ich ihm auch telefonisch nochmal die Dringlichkeit geschildert und angeboten, die Unterlagen aus der Schweiz zu beschaffen (wollte er aber nicht). Zusätzlich habe ich ihm noch die laut Lohnabrechnung abgeführten Beiträge zur Schweizer Rentenversicherung (AHV) übersichtlich aufgelistet und die CHF-Beträge in Euro umgerechnet. Ich weiß nicht mehr, wie ich ihn noch unterstützen kann, denn eigentlich hat er alle notwendigen Daten (wenn auch nicht offiziell von der Schweizer Ausgleichskasse).

Im Moment sehe ich nur noch die Möglichkeit - wie von KSC empfohlen - dem Vorgesetzten den Sachverhalt (schriftlich) zu schildern, den Verzicht auf die Einbeziehung der Schweizer Beiträge zu bestätigen und auf eine Reaktion in den nächsten 3 Wochen zu hoffen (die Berechnung ist ja wirklich einfach !!!).

Ich vermute, dass auch ein persönliches Gespräch bei einer DRV-Beratungsstelle (in Bayern) nichts bringen wird, außer evtl. eine Info, ob es interne Arbeitsanweisung gibt, die in meinem Fall einer Auskunft im Wege steht. Wie schätzen Sie das ein ?

Freundliche Grüße
Max W.

von
Batrix

Hallo Max,

zur tatsächlichen Zahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung ist der vorherige Erhalt der entsprechenden Auskunft nicht zwingende Voraussetzung! Es muss nur sicher gestellt werden, dass sie eben nicht mehr zahlen, als bis zum max. Ausgleich. Aber da Sie vermutlich eh steuerlich für jedes Jahr eine Teilzahlung planen...

Sie können also diese Teilzahlung bereits tätigen. Wichtig ist es, dass die Zahlung tatsächlich noch in 2016 erfolgt, damit Sie diese steuerlich geltend machen können.

Die Auskunft, die Sie erhalten werden, hat zwar in Ihrer Berechnung so 3 Monate Bestand. Das hat aber eher mit dem Zahlungszeitpunkt für die Rentenversicherung zu tun, dass der Beitrag als gezahlt gilt, wenn die Zahlung innerhalb von 3 Monaten nach Ausstellung der Auskunft erfolgt. Zählt dann aber leider nicht für die Steuer 2016, wenn die tatsächliche Zahlung erst in 2017 kommt.

Die Bankverbindung Ihres Rentenversicherungsträgern können Sie auf der jeweiligen Internetseite finden. Wichtig: Im Verwendungszweck der Überweisung die Versicherungsnummer und "Zahlung zum Ausgleich Rentenminderung" angeben!

MfG

von
Max W.

Zitiert von: Batrix

Hallo Max,

zur tatsächlichen Zahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung ist der vorherige Erhalt der entsprechenden Auskunft nicht zwingende Voraussetzung! Es muss nur sicher gestellt werden, dass sie eben nicht mehr zahlen, als bis zum max. Ausgleich. Aber da Sie vermutlich eh steuerlich für jedes Jahr eine Teilzahlung planen...

Sie können also diese Teilzahlung bereits tätigen. Wichtig ist es, dass die Zahlung tatsächlich noch in 2016 erfolgt, damit Sie diese steuerlich geltend machen können.

Die Bankverbindung Ihres Rentenversicherungsträgern können Sie auf der jeweiligen Internetseite finden. Wichtig: Im Verwendungszweck der Überweisung die Versicherungsnummer und "Zahlung zum Ausgleich Rentenminderung" angeben!

MfG

Hallo Batrix,
das ist die (einfachste) Lösung für mich, wenn ich nicht innerhalb der nächsten 3 Wochen eine offizielle Auskunft bekomme (werde ich zwar weiterhin versuchen, aber Chancen wohl gering).

Kontoverbindung habe ich bereits im Internet gefunden. Bin jetzt präpariert.

Ganz herzlichen Dank und
beste Grüße
Max

von
Max W.

Hallo an Alle,

habe gesehen, dass fast alle aktuellen Themen von einem Experten kommentiert worden sind. Mein Thema ist eines der wenigen, wo es keine Experten-Antwort gibt. Das verstehe ich nicht.

Ich hoffe, ich bin in meinen Beiträgen niemand zu nahe getreten oder polemisch gewesen. Wenn doch, dann möchte ich mich entschuldigen.

@ an den Experten: wären Sie so freundlich und würden mir verraten, warum ich keine Antwort von Ihnen bekomme. Das würde mir vermutlich bei weiteren Anfragen helfen. Besten Dank.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Max W.,

keine Panik, normalerweise vergessen wir hier keine Antwort. Und manchmal benötigen auch wir etwas Zeit, um uns ein abschließendes Bild von der Frage zu machen… ;-)

Aber nun zu Ihrer eigentlichen Frage:

Gesetzlich ist geregelt, dass Beiträge zum Ausgleich von Rentenminderungen bis zu der Höhe gezahlt werden können, die sich nach der Auskunft über die Höhe der zum Ausgleich einer Rentenminderung erforderlichen Beitragszahlung ergibt. Damit soll sichergestellt werden, dass nicht Beiträge über die höchst mögliche Minderung gezahlt werden. Der Rentenversicherungsträger ist insoweit gezwungen, vor einer entsprechenden Auskunft das Versicherungskonto vollständig zu klären.

Rein rechtlich ist damit zwar eine vorzeitige Zahlung nicht ausgeschlossen, führt aber zu einem wesentlich erhöhten Verwaltungsaufwand, zumal die zu früh eingehenden Beiträge nicht automatisch dem zugehörigen Versicherungskonto zugeordnet werden können.

Die Arbeitsweise und auch die Entscheidungsgründe Ihrer zuständigen Sachbearbeitung können wir von hier aus im Übrigen nicht abschließend beurteilen. Eine Teilzahlung, wie von Batrix vorgeschlagen, sollte aus unserer Sicht aus den o. g. Gründen dennoch nur in Abstimmung mit der Sachbearbeitung vorgenommen werden.

von
Max W.

Zitiert von: Batrix

Hallo Max W.,

keine Panik, normalerweise vergessen wir hier keine Antwort. Und manchmal benötigen auch wir etwas Zeit, um uns ein abschließendes Bild von der Frage zu machen… ;-)

Aber nun zu Ihrer eigentlichen Frage:

Gesetzlich ist geregelt, dass Beiträge zum Ausgleich von Rentenminderungen bis zu der Höhe gezahlt werden können, die sich nach der Auskunft über die Höhe der zum Ausgleich einer Rentenminderung erforderlichen Beitragszahlung ergibt. Damit soll sichergestellt werden, dass nicht Beiträge über die höchst mögliche Minderung gezahlt werden. Der Rentenversicherungsträger ist insoweit gezwungen, vor einer entsprechenden Auskunft das Versicherungskonto vollständig zu klären.

Rein rechtlich ist damit zwar eine vorzeitige Zahlung nicht ausgeschlossen, führt aber zu einem wesentlich erhöhten Verwaltungsaufwand, zumal die zu früh eingehenden Beiträge nicht automatisch dem zugehörigen Versicherungskonto zugeordnet werden können.

Die Arbeitsweise und auch die Entscheidungsgründe Ihrer zuständigen Sachbearbeitung können wir von hier aus im Übrigen nicht abschließend beurteilen. Eine Teilzahlung, wie von Batrix vorgeschlagen, sollte aus unserer Sicht aus den o. g. Gründen dennoch nur in Abstimmung mit der Sachbearbeitung vorgenommen werden.

Hallo Frau/Herr Experte,

ganz herzlichen Dank für Ihre Klarstellung.

Sorry für meine Ungeduld, aber aufgrund des nahenden Jahresende fühle ich mich unter Zeitdruck - und so wird es auch Ihren Kollegen gehen. Ich werde jetzt nochmals meinen Sachbearbeiter kontaktieren und hoffe auf seine Kooperation. Denn beim letzten Gespräch bekam ich nicht den "eleganten" Vorschlag wie von Batrix und Ihnen, um noch in 2016 zu einer Beitragszahlung zu kommen. Ich verstehe, dass das nur eine Notlösung ist. Die offizielle Auskunft wäre mir auch viel lieber - vielleicht klappt es ja noch.

Nochmals Danke und
freundliche Grüße
Max W.

von
Werner67

Hallo Max,

wie der Experte schon ausgeführt hat, führt die vorzeitige Überweisung zu Mehrarbeit für den Rentenversicherungsträger - aber das ist letztendlich nicht Ihr Problem.
Wenn sie steuerliche Nachteile vermeiden und deshalb noch in 2016 zahlen wollen, können sie also ruhig vorab überweisen.
Vergessen Sie aber bitte nicht, als Verwendungszweck Ihre Versicherungsnummer, Ihren Namen und den Zusatz "RM" (Rentenminderung) anzugeben, damit die Hauptkasse des Rentenversicherungsträgers die Überweisung besser zuordnen kann.

von
W*lfgang

Zitiert von: Werner67
wie der Experte schon ausgeführt hat, führt die vorzeitige Überweisung zu Mehrarbeit für den Rentenversicherungsträger
...Mehrarbeit? - tzzz, sonst würden ja alle Verwaltungen schon 4 Wochen Vor-Weihnachten 'feiern' ;-) Und Mehrarbeit kann NIE ein Thema für Fristen sein! ...Hier leider schon, weils um rechtzeitige Info/Einzahlung in einen anderen Rechtsbereich geht …hmm, ein Thema für 'Amtshaftung' und Folgewirkungen, vertiefen wir hier sicher nicht ...

Es geht letztendlich um die rechtlich einwandfreie/Ihre Einzahlung - und dafür hat Batrix als nahe am Geschehen Beteiligter die richtige Verfahrensweise genannt!

Hätte ich auch im Stillen gesagt: 'Einzahlen' - Beleg fürs Finanzamt ist Beleg/Stichtag vor 31.12.16 gewahrt ...nur ob das im Nachhinein DRV-seitens gilt/wie aufgelöst werden muss - insofern war das auch für mich ein hilfreicher Hinweis.

Gruß
w.

von
Max W.

Herzlichen Dank an alle für die guten Ratschläge (finde das Forum echt Klasse).

Habe jetzt doch nochmals mit dem Sachbearbeiter gesprochen - war konstruktiv. Ich soll noch diese Woche eine offizielle Auskunft erhalten.
Ansonsten hätte ich Plan B (Vorgesetzten kontaktieren) oder Plan C (Einzahlung ohne Bescheid) umgesetzt.

Euch allen eine gute Zeit.
Max W.