von
xxx

Hallo,
ich war Anfang des Jahres auf einer medizinischen Reha. Im Entlassungsbericht wurde mir empfohlen, eine berufliche Reha zu machen, da ich aufgrund meines bisherigen Berufes immer wieder krank geworden bin.
Auf die Fragen hin, ob ich Suchtmittel konsumiere, habe ich wahrheitsgemäße Angaben gemacht (ich konsumiere regelmäßig abends THC). Ein Verzicht darauf ist mir problemlos möglich, nachweislich war ich in der medizinischen Reha und auch im letzten Jahr 10Wochen in einer psychosomatischen Klinik abstinent. Nun wurde mir ein Platz in einer Entwöhnungseinrichtung für sechs Monate bewilligt, wo ich vor der beruflichen Reha hin soll. Aus meiner Sicht ist dies nicht nachvollziehbar, da ich aus meiner Sicht nicht süchtig bin, und auch keinen nachvollziehbaren Grund für mich sehe, meinen Konsum wie er jetzt besteht einzuschränken (klar, gibt es gesundheitliche Gründe die für einen Verzicht von Rauchen allgemein sprechen).
Welche Möglichkeiten gibt es, mit der Rentenversicherung darüber zu sprechen. An der Hotline wurde mir nicht wirklich weiter geholfen. Mit was für Konsequenzen habe ich zu rechnen, wenn ich gegen den Bescheid zur Teilnahme an der medizinischen Reha zur Entwöhnung Widerspruch einlege? Selbstverständlich bin ich dazu bereit, wenn ich in einer stationären beruflichen Reha bin, auf den Konsum zu verzichten, so wie ich es auch in den vergangenen stationären Aufenthalten gemacht habe.
Mit freundlichen Grüßen
xxx

von
???

Wenn Sie Widerspruch einlegen, dauert alles halt nur etwas länger (oder vielleicht auch kürzer, falls Sie der Entwöhnungsmaßnahme entgehen).

von
PSB

Wurden Sie vor der Entscheidung Ihres Antrages nicht bei der
Psychozozialen Beratungsstelle einbestellt?.Wenn ja wurde
doch dort über Ihren Drogenkonsum mit Ihnen gesprochen.Oder
haben Sie die Beratung dort abgelehnt?.

Experten-Antwort

Hallo xxx,

die Entscheidung über den Antrag auf eine berufliche Rehabilitation wird vorerst zurückgestellt bis die medizinische Leistung zur Rehabilitation beendet ist.
sollte Ihrer Meinung nach eine Entwöhnungsbehandlung nicht notwendig sein müssen Sie dies in einem Widerspruch entsprechend nachweisen. Nur so kann der Bescheid aufgehoben werden und über Ihren Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) entschieden werden.