von
Heidi M.

Bitte um eine Info. von den Experten. Ich habe schon vor ein paar Wochen die Meldebescheinigung zur Sozialvers. von meiner Lohnstelle bekommen. Gesonderte Meldung vom 1.1.16 bis 31.7.2016. Hat das etwas damit zu tun das ich im Januar in Rente gehe? Danke für Info.

von
KSC

Ja natürlich hat das mit der Rente zu tun.

Die gesonderte Meldung macht ein Arbeitgeber eigentlich immer dann wenn er dazu aufgefordert wird - in aller Regel infolge eines Rentenantrages seines Beschäftigten.

Dann will der Arbeitnehmer (also Sie!) dass der AG den Lohn bis zum viertletzten Monat meldet.
Daraus wird dann der Lohn für die letzten 3 Monate nach einer Formel hochgerechnet, damit die Rente zügig bewilligt werden kann.

Wenn der AG den Lohn bis 31.07. gemeldet hat, wären die "letzten 3 Monate" die Monate August bis Oktober und der angedachte Rentenbeginn der 01.11.2016.

Wenn Sie erst im Januar in Rente gehen wollen, liegt irgendwo ein (Kommunikations -?)Problem.

Vielleicht denkt der AG dass Sie schon im November in Rente gehen?
Vielleicht weil Sie im Oktober 63 werden und die Altersteilzeit am 31.10. endet?

Fragen über Fragen - am besten Sie fragen morgen früh mal im Lohnbüro nach.

Bei Rentenbeginn Januar 2017 dürfte die Gesonderte Meldung erst zum 30.09.2016 frühestens abgegeben werden.

von
Heidi M.

Danke ihnen KSC, die ATZ geht bis 31.10.16, ich gehe aber erst ab Januar in Rente. Ich verzichte auf 2 Monate Rente damit ich keinen Abschlag habe. Muß ich das der Lohnstelle melden? Bitte nochmal um Antwort,

von
Heidi M.

Ich habe morgen Termin, wo ich den Rentenantrag stelle, für 1.1.17

von
KSC

Ist kein Problem, dann soll die Lohnstelle den August und September nochmals extra melden.

Aber: wenn die Arbeit ohnehin am 31.10. endet kann man das Thema gesonderte Meldung auch ganz ad acta legen.
Der AG meldet Sie zum 31.10. ganz normal ab, dann ist die Meldung Anfang / Mitte November im Rentenkonto und die Kollegen der sachbearbeitung haben "alle Zeit der Welt" die Januarrente, die am 31.01.17 fällig ist auf den Weg zu bringen.

von
W*lfgang

Ergänzend zu KSC:

Hallo Heidi M.

'große' Arbeitgeber machen automatisch die gesonderte Meldung, wenn der 4. letzte Monat gelaufen ist, um die Hochrechnung bis zum Rentenbeginn zu ermöglichen. Ob Sie davon Gebrauch machen oder nicht, entscheiden Sie dann bei Rentenantragstellung.

Rechnerisch könnte es sich 'lohnen', den letzten Monat (Okt.) hochrechnen zu lassen - kann im Rentenantrag so bestimmt werden. Hier fließt das Durchschnittsentgelt der letzten 12 Monate rein (09.2016 - 08.2015), was aufgrund der etwaigen Sonderzahlungen in diesen 12 Monaten minimal höher sein kann, als das tatsächliche Okt-Entgelt. Aber, wir reden hier über Cent-Beträge im Bereich von rd. 10 Cent mehr Monatsrente.

Wenn Sie es unkompliziert machen wollen, wählen Sie einfach die Hochrechnung ab Okt. und die Rente ist damit sicher zum 31.01. auf dem Konto ...alles andere müssen Sie vorab nachrechnen lassen, was für jeden Sachbearbeiter nicht das ganz große Vergnügen ist ;-)

Gruß
w.

von Experte Experten-Antwort

Hallo Heidi M.,

KSC und W*lfgang haben es auf den Punkt gebracht (… bis auf einen kleinen Flüchtigkeitsfehler von W*lfgang: die maßgeblichen letzten 12 Monate rechnen von 09.2016 bis 10.2015, nicht bis 08.2015).

Wenn Sie also heute Ihren Rentenantrag stellen, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie eine Hochrechnung für den Monat Oktober 2016 wünschen oder nicht. Als Tipp: Wenn Sie für Oktober eine Sonderzahlung erwarten bzw. ein höheres Entgelt als im Durchschnitt der letzten 12 Monate davor (z. B. eine Prämie), sollten Sie auf eine Hochrechnung verzichten. Erwarten Sie hingegen im Oktober kein höheres Entgelt und haben eventuell in den 12 Monaten davor eine Sonderzahlung erhalten, sollten Sie eine Hochrechnung vornehmen lassen.

Ihr Arbeitgeber wird die gesonderte Meldung in jedem Fall ergänzen müssen: entweder um die Monate August und September 2016 (bei Hochrechnung) oder um die Monate August bis Oktober 2016 (falls Sie keine Hochrechnung wünschen).

Wenn Sie auf die Hochrechnung verzichten, empfehle ich Ihnen, Ihre Lohnstelle zu bitten, die Abschlussmeldung möglichst umgehend abzusetzen. Es gibt nämlich einige Arbeitgeber, die sich damit ansonsten etwas Zeit lassen; dann wird die Rente vielleicht nicht rechtzeitig angewiesen.

Wählen Sie die Hochrechnung, brauchen Sie bei Ihrer Lohnstelle nichts weiter veranlassen, da die erforderlichen Daten vom Rentenversicherungsträger angefordert werden.

von
W*lfgang

Zitiert von:
(kleinen Flüchtigkeitsfehler ... nicht bis 08.2015)
...so'n Quatsch würde ich doch niemals schreiben *g

Gruß
w.
PS: ja, Asche ...ich nehm die Retourkutsche gerne an! :-) Und gut so, dass auch andere noch Querlesen - hilft jedem Fragesteller positiv weiter.

von
Konrad Schießl

Majestätsbeleidigung nicht erlaubt.

MfG.