von
Michael27032017

Folgende Konstellation liegt vor:
35-jähriger Mann ist bei einem Finanzdienstleister Angestellter und verdient dort 12.000 € jährlich.
Bisher arbeitete er nebenbei als Personaltrainer. Inzwischen übersteigen seine Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit sein Einkommen aus der
nichtselbständigen Tätigkeit deutlich. Von einem Bekannten, der ebenfalls allerdings ausschließlich als Personaltrainer arbeitet, erfuhr er nun, dass sein
Bekannter eine enorme Nachzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung leisten muss. Vermutlich der Tatsache geschuldet, dass Personaltrainer
als sozialversicherungspflichtiger freier Beruf, wie Hebamme Physiotherapeut u.ä., eingestuft wird. Muss unser Kunde Ähnliches befürchten, oder
hat er der Sozialversicherungspflicht durch seine angestellte Tätigkeit genüge getan?

von
Klugpuper

Unter Verweis auf Paragraph 190a Abs. 1 SGB VI würde ich zu schnellstmöglichem Kontakt zur Rentenversicherung anraten.

Und ja, es ist möglich mehrfach der Versicherungspflicht zu unterliegen.

von
zelda

Hallo,

ein "Personal Trainer" gilt als Lehrer im Sinne des § 2 Absatz 1 Nr. 1 SGB VI und ist damit rentenversicherungspflichtig , sofern sein monatlicher Gewinn laut Einkommenssteuerbescheid 450 Euro übersteigt ( = 5400 Euro im Jahr).

http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_2R4.2&a=true

Auch ich empfehle eine umgehende Kontaktaufnahme mit dem Rentenversicherungsträger (siehe Beitrag von "Klugpuper").

Ein "Ich habe doch schon einmal Rentenversicherung gezahlt, das reicht" gibt es übrigens nicht (Gibt es bei zwei Teilzeitbeschäftigungen über 450,- Euro mtl. ja auch nicht).

Weitere Infos können Sie übrigens diesem Thread entnehmen:

https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=46&no_cache=1&tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=34317&tx_mmforum_pi1%5Bsword%5D=zelda#pid271760

MfG

zelda

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Michael27032017,

den beiden Beiträgen von Klugpuper und zelda schließen wir uns voll inhaltlich an. Bitte sofort der Meldepflicht nachkommen, wie in § 190a SGB VI gefordert.