von
Frank Winands

Habe diesen Freitag 12.08 von der DRV einen Rehabescheid vom 11.07 bekommen. Fast 1 Monat Postlaufzeit. Versendet mit Postcon. Mein Frage, ist das normal, das Eure Briefe so lange unterwegs sind?

von
Schorsch

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Briefdatum und Zustellungstag manchmal erheblich von einander abweichen, was aber meines Erachtens nicht unbedingt am Beförderungsunternehmen liegt.

Vermutlich dauert es manchmal "etwas länger", bis ein DRV-Brief das Dienstgebäude verlassen hat.
Vier Wochen sind aber trotzdem ungewöhnlich lang.
Ein bis zwei Wochen scheinen allerdings nichts Ungewöhnliches zu sein.

MfG

von
Frank Winands

Ich bin aber jetzt wirklich sauer. Wahrscheinlich hat die Rehaklinik die Unterlagen ebenfalls so spät bekommen. Meine REHA hätte eigentlich schon längst beginnen können. Mein Antrag war ja schon längst genehmigt. Gut ich werde morgen sowieso bei der REHA Klinik und der DRV anrufen. Aber ein Monat Postverzögerung, das geht garnicht !!! Gibt es bei der DRV eine Beschwerdestelle um so etwas gezielt zu melden? Bei so einer langen Verzögerung, können dem Versichertem durchaus Nachteile entstehen, wenn dadurch irgendwelche Fristen nicht eingehalten werden.

von
Oldenburger

Üblich ist das nicht.
Ihr offenbar maschinell erstellter und aus diesem Grund nicht unterschriebener Reha-Bescheid dürfte zentral auf einer großen Poststraße gedruckt worden sein. Diese Schreiben verlassen normalerweise spätestens am Folgetag das Haus.
Sollte es sich bei dem Bescheid wirklich um einen Einzelfall handeln, der von der Sachbearbeitung bewusst nicht gleich nach Erteilung abgesandt wurde, wäre das Bescheiddatum bei Absendung normalerweise manuell berichtigt worden.

Ich bin gespannt, was Ihr Anruf ergeben hat. Hat man Ihnen gesagt, wann der Bescheid bereits abgesandt wurde?

Aus persönlicher Erfahrung vermute ich "den schwarzen Peter" beim Postverteiler.

Gruß, Oldenburger

von
Schorsch

Zitiert von: Oldenburger

Aus persönlicher Erfahrung vermute ich "den schwarzen Peter" beim Postverteiler.

Es ist immer ziemlich leicht, das letzte Glied in der Zustellungskette für Verzögerungen verantwortlich zu machen.

Da ich damals im Verlauf meiner Reha-/Rentenverfahren zahlreiche Briefe von der damaligen LVA erhielt, konnte ich definitiv ausschließen, dass der Beförderer für die verzögerten Zustellungen verantwortlich war.
Alle anderen wichtigen Postsendungen erreichten mich nämlich immer zeitnah.

MfG

von
Oldenburger

Das sollte kein Generalurteil sein. Jeder schreibt halt das, was er persönlich erlebt hat. Und ich habe es halt anders erlebt.

Darum hoffe ich ja, dass wir hier eine Rückmeldung bekommen. Klar, es kann hier natürlich auch am RV-Träger liegen. Wenn Bescheide erst noch unterschrieben werden müssen, dauert es leider, bis sie vom Ersteller per Hauspost zum Unterzeichner gehen. Dann werden sie wieder per Hauspost zum Ersteller gesandt, der sie dann absendet (über die Hauspost). Eine Woche ist da also automatisch schon rum...

Bei dem Reha-Bescheid dürfte es sich aber um "Massenware" handeln, die automatisch vom System abgesandt wird.

Gruß, Oldenburger

von
=//=

Also normal ist das nicht! Da ein Reha- oder Rentenbewilligungsbescheid nicht unterschrieben werden muss, geht er normlerweise - wie hier schon angegeben wurde - am nächsten Tag über die Poststrasse raus.

Ich habe allerdings auch schon gehört, dass manchmal die Post versehentlich bei einer anderen Person - z.B. einem Nachbarn - im Briefkasten gelandet ist. Wenn diese Person dann auch noch in Urlaub war und das Versehen erst danach erkennt, kann es auch zu dieser langen Laufzeit gekommen sein. Ich hatte auch schon Post von der Bank für meinen Nachbarn in meinem Briefkasten und habe es dann kurz vor dem Öffnen erst bemerkt.

Ärgerlich ist die Verzögerung auf jeden Fall und ich kann den Unmut auch verstehen. Hoffentlich klärt es sich heute, vor allem mit der Klinik. Wenn Sie (hoffentlich!) in Ihrem Reha-Antrag Ihre Telefonnummer angegeben haben, hätte sich die Klinik aber vermutlich wegen eines Termins bereits bei Ihnen telefonisch gemeldet.

von
Herz1952

Vielleicht hatte die DRV schon alles vorbereitet, nur die Klinik hatte Terminschwierigkeiten, z.B. eine AHB musste vorgezogen werden und sobald der Termin durchgegeben wurde, wurde auch das Schreiben verschickt.

Meine Bekannte bekam nach 3 Wochen Krankenhaus und anschließend 3 Wochen Reha (AHB) erst die "Genehmigung" für die Reha selbst zugeschickt. Nix passiert, außer, dass sie noch einen Antrag auf Überbrückungsgeld bekommen hat. War aber nicht nötig, weil die gesamte Lohnfortzahlung durch Arbeitgeber (6 Wochen) erfolgt ist.

Ärgerlich für Sie natürlich, dass Sie vielleicht dringend auf die Maßnahme gewartet haben.

Viel Erfolg bei der Reha.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Frank Winands,

„ein Monat Postverzögerung“ darf nicht vorkommen, ist aber vorgekommen. Da wir hier im Forum allerdings auch nur spekulieren könnten, woran oder an wem es gelegen hat, können wir Ihnen natürlich keine abschließende Antwort geben.
Es wäre vielleicht hilfreich bei der Rehaklinik nachzufragen, ob und wann dort die Unterlagen eingegangen sind. Somit wäre einmal feststellbar, ob tatsächlich ein früherer Einberufungstermin möglich gewesen wäre und zum zweiten wäre dann zumindest geklärt, dass die Verzögerung beim Postauslauf oder beim Versand Ihres Bescheides entstanden sein muss.
Sollte die Rehaklinik ebenfalls erst so spät benachrichtigt worden sein, dann wäre eine eventuelle Nachricht an Ihren Rentenversicherungsträger denkbar, dieser könnte dann nach möglichen Ursachen für diese Verzögerung forschen. Am späten Zustelltermin Ihres Bescheides würde sich hierdurch allerdings nichts mehr ändern lassen. Eventuelle Fehlerursachen könnten aber dadurch vielleicht aufgedeckt und für weiter künftige Fälle vermieden werden.

von
Frank Winands

Die Klinik hat den Bescheid zeitnah erhalten, das konnte ich erfragen. Ist aber nicht weiter schlimm, da mein Aufnahmetermin den ich erfragen konnte erst viel später ist. Die wichtige Frist für mich ist, das ich den Aufnahmetermin nicht verpasse, alles andere ist unwichtig.

von
Oldenburger

Vielen Dank für die Rückmeldung!

Es ist beruhigend, dass die Sache nicht unnötig hinausgezögert wurde, nur weil auch die Behandlungsstätte so spät über die Bewilligung informiert worden wäre.

Ärgerlich ist es trotzdem, wenn man unnötig so lange auf den Bescheid warten muss. Man sitzt dann ja doch in der Zwischenzeit auf "heißen Kohlen".

Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Reha!

Gruß, Oldenburger