von
Sebastian Voigt

Hallo, ich habe folgende Frage und finde keine eindeutige Antwort. Ich bin unbefristeter EM Rentner und gehe einem Mini Job nach. (Verdienst schwankend zwischen 230-440€/Monat). Ich habe mich für einen freiwilligen vollen Rentenversicherungsabschlag entschieden. Macht das Sinn auf folgende Punkte gesehen?
1. höhere EM-Rente bei “jährlicher Anpassung“ im Juli
2. höhere Altersrente ?
3. früherer möglicher Übergang in die Altersrente?
4. Wenn durch ein neues Medikament die Einschränkungen deutlich geringer werden sollten und ich dadurch wieder arbeitsfähig werden würde (was immer noch mein Wunsch wäre), habe ich dann (ehr) einen Anspruch auf Reha und/oder Umschulung?

von
theo

Es macht nur Sinn, wenn "außerhalb der Zurechnungszeit", Also ab 60 bzw. 62, je nachdem wann Rente gewährt wurde.

von
KSC

Für EM rentner macht es eher weniger Sinn. Wenn Sie je mal wieder nicht mehr Rentner sein sollten (weil wieder topfit) reicht es wenn Sie ab dann wieder pflichtversichert sind.

von Experte/in Experten-Antwort

Sollten Sie den Minijob erst nach dem 31.12.2012 aufgenommen haben (Rechtsänderung), würde ich bei einer auf Dauer bewilligten Erwerbsminderungsrente auf die Zahlung von Pflichtbeiträgen (Arbeitnehmeranteile) verzichten. Ihre Erwerbsminderungsrente hat eine Zurechnungszeit (Hochrechnung), entweder bis zum 60. bzw. bis zum 62. Lebensjahr (abhängig vom Beginn der Erwerbsminderungsrente). Damit „verpuffen“ die Auswirkungen durch die Beiträge aus der geringfügigen Beschäftigung in den meisten Fällen. Es erhöht sich nicht die laufende Erwerbsminderungsrente, die Altersrente in der Regel nur, wenn die Beschäftigung nach Ende der Zurechnungszeit noch ausgeübt wird und bringt auch keine Vorteile für den Wechsel in die Altersrente. Bei auf Dauer bewilligten Erwerbsminderungsrenten wechselt man ganz automatisch spätestens mit Vollendung der sogenannten Regelaltersgrenze in die Altersrente.