von
Thea

Hallo,
ich habe ein REHA-Assesment absolviert und hoffte hier objektiv eingeschätzt zu werden, da ich schon sehr lange AU bin und gerne irgendeine Perspektive hätte.
Die Beurteilung durch den Arbeitsmediziner war eine Katastrophe. Ein Gespräch kam nicht zu Stande und Diagnosen wurden abgewertet oder überhört. Diesen Bericht habe ich nun auf Anfrage erhalten und bin schockiert. Gravierende Fehler bei Diagnosen, Unterschlagung von diesen und Behauptungen, welche ich nie gemacht habe. Ich bin durch die Rentenversicherung in eine Umschulungsmasnahme gedrängt wurden ohne meine direkte Zusage. D.h. ich wurde dort einfach angemeldet. Ich habe diesen Vorbereitungskurs nun begonnen, da ich eigentlich keine Wahl habe, auch um zu zeigen das ich gewillt bin. Leider ist es so das ich es gesundheitlich nie schaffen werde. Ich habe mich entschlossen eine Beschwerde an den Bildungsträger und die Rentenversicherung zu machen. Ich habe große Angst und Bedenken, das dieser Bericht geändert wird. Es ist schockierend das solche Dinge gemacht werden und berichte "schön"geredet werden, nur damit man die Umschulung bekommt und der Bildungsträger seinen Umschüler, somit also abgesichert ist. Das das aber auf Kosten des betreffenden Menschen und seiner Gesundheit/ Existenz geht finde ich sehr schlimm.
Falls jemanden etwas ähnliches passiert ist oder ein Tipp verfügbar, würde ich mich freuen.

von
Herz1952

Ähnliche Erfahrung mit unserem Sohn. Er wollte auch an einer LTA-Maßnahme teilnehmen und bekam Übergangsgeld. Er schaffte es allerdings auch nicht gesundheitlich mehr als 2 - 3 Stunden an dieser Maßnahme teilzunehmen.

Allerdings hat der Arzt des Arbeitsamtes so eingeschätzt, dass er 3 - 6 Stunden arbeiten könnte. Er hielt ihn aber "zu jung" für die Rente. Diese bekam er aber trotzdem anschließend, weil es einfach nicht mehr ging. Er wollte aber auch das Übergangsgeld "kassieren" und das klappte auch.

Sie wollen ja auch arbeiten, aber dies macht keinen Sinn, solange Sie noch nicht fit genug sind. Vielleicht wäre es am einfachsten, Sie lassen sich AU schreiben von Ihrem Arzt.

Noch besser halte ich allerdings, dass Sie vorher mit der Bildungseinrichtung reden und sagen, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Vielleicht erhalten Sie sogar den gleichen Vorschlag.

Es macht ja auch keinen Sinn, dass Ihnen jemand (z.B. RV/Arbeitsamt) eine teure Maßnahme bezahlt, die zumindest zu diesem Zeitpunkt nichts bringt. Zu berücksichtigen ist aber, dass der Träger der Bildungsträger natürlich auch am Geld interessiert ist.

Viel Glück und vor allen dingen, volle Gesundheit für die Zukunft.

von
Schade

Wenn eine Maßnahme Sie überfordert, brechen Sie diese notfalls ab und machen etwas anderes. Keiner zwingt Sie zu einer bestimmten Maßnahme.

Und wenn Sie Tipps brauchen, sollte man zumindest Hindergründe kennen, also Ihre Ziele, Ihre Wünsche,... Wollen und können Sie arbeiten, ggfls was?
Wollen Sie berentete werden?

Ich kann zumindest keine rentenrechtliche Fragestellung in Ihrem Beitrag erkennen.

von
Thea

Hallo Schade,
Mein Wunsch war objektiv und richtig bewertet zu werden, um sicherlich auch eine Entscheidung hinsichtlich einer EU Rente für mich zu bekommen. Das war nie mein Ziel, aber mittlerweile evtl. meine letzte Möglichkeit. Ich habe eine chron. Neurologische Schmerz Erkrankung. Wenn der Kopf nicht funktioniert ist lernen oder arbeiteten nicht möglich.
Leider ist es so, das mann zu einer Maßnahme praktisch gezwungen ist. Eben genau deshalb, wenn solche Gutachten und Berichte massive Fehler beinhalten. Eine Rente damit beantragen ist fast aussichtslos. Mann ist ja praktisch als Fähig eingestuft.

von
Schade

Was ist objektiv und richtig? Ist das das was Sie richtig erachten? sind Sie Arbeitsmedizinerin?

Wenn Sie eine Rentenentscheidung wünschen stellen Sie einen Rentenantrag, dem Sie die relevanten Aussagen Ihrer Ärzte (sind. Die Arbeitsmedizinerin und objektiv?) beifügen.

Gegen in Ihren Augen unrichtige Rentenbescheide können Sie per Widerspruchoder Klage vorgehen.

von
???

Wenn Sie es gesundheitlich nicht schaffen, dann lassen Sie sich krank schreiben und teilen Sie Ihre Einschätzung schriftlich Ihrem Reha-Fachberater mit. Sie müssen Ihre Bedürfnisse und Bedenken klar und deutlich äußern. Ich glaube, dass Ihre Befürchtungen nicht wirklich bei der DRV so angekommen sind. In eine Umschulung wird eigentlich niemand gezwungen - normalerweise gibt es eher das Problem, dass die Betroffenen wollen und die DRV sie nicht lässt. Und wenn Sie jetzt eine Rente wollen, sollte Sie Nägel mit Köpfen machen und einen Antrag stellen.

von
Herz1952

Hallo Thea,

Ihre Meinung, dass ein Rentenantrag aussichtslos wäre, meinen wir alle nicht. Die Voraussetzungen hierzu werden neu geprüft. Außerdem haben Sie gezeigt, dass Sie es versucht haben.

Die Rente muss ja auch nicht auf Dauer sein. Vielleicht genügt ein Jahr und Ihre Krankheit bessert sich.

Folgen Sie dem Rat von "???" und lassen Sie sich AU schreiben. Die Krankenkasse muss dann erst einmal weiterzahlen. Dann können Sie selbst einen Rentenantrag stellen, oder abwarten, bis Sie die Krankenkasse nochmal zur Reha auffordert. Die Reha wird womöglich gleich in einen Rentenantrag umgewandelt. Das Krankengeld läuft auch einmal aus, bis dahin sollte der Antrag gestellt sein.

Achten Sie zunächst auf Ihre Gesundheit. Die Gutachter der RV können wieder anders beurteilen wie diese Arbeitsmediziner. Diese haben auch einen gewissen "Erfolgsdruck". Bei unserem Sohn haben sie es nicht "böse" gemeint, als sie sagten: "für die Rente sind Sie noch zu jung". Also haben sie ihm die Chance gegeben eine LTA zu erhalten.

Irgendwie liegt Ihr "Fall" ziemlich ähnlich. Nur mit einer anderen Krankheit.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Thea,

hier im Forum können wir leider keine Einschätzung vornehmen.

von
Thea

[quote=253278]
Was ist objektiv und richtig? Ist das das was Sie richtig erachten? sind Sie Arbeitsmedizinerin?

Hallo Schade,

nein ich bin keine Arbeitsmedizinerin aber Experte meiner Krankheit...
Ich habe Berichte meiner behandelnden Ärzte, welche falsch oder nicht berücksichtigt wurden, seitens des Arbeitsmediziner.
Und ja, meine Ärzte sind Experten auf Ihrem Gebiet. Und dieser Arbeitsmediziner, welcher mich "begutachtet hat", konnte weder zuhören noch hinterfragen und schon gar nicht lesen.
Denn ich frage mich, wie mann eine Beurteilung machen kann, ohne das ein Arztgespräch statt fand mit Besprechung der Diagnosen in sämtlichen Berichten?

von
Herz1952

Hallo Thea,

bitte nicht aufregen, "Schade" hat es nicht "böse" gemeint. Sehen Sie es mal so: Auch Arbeitsmediziner stehen unter Stress. Es könnte durchaus sein, dass der Gutachter Untersuchungsergebnisse sogar vertauscht hat.

Auch andere Ärzte oder Assistenten machen Fehler. Einer dieser Fehler hätte mir sogar das Leben kosten können, weil es gewisse Kommunikationsschwierigkeiten gab. Und dies in einem renommierten Universitätsklinikum.

Machen Sie jetzt Nägel mit Köpfen. Nehmen Sie sich notfalls einen Rechtsbeistand, z.B. VDK, es gibt auch noch andere. Gehen Sie "oben links" auf Forensuche und geben Sie "Schorsch" ein. Er hat schon in mehreren Beiträgen seine Erfahrungen geschildert und die Organisation genannt, die ihn gut unterstützt hat, die mir aber im Moment nicht einfällt.

Wie sagt der Volksmund? Mund abwischen und weitermachen (den nächsten Schritt).