von
Unfair

Hallo,

ich erhalte die volle EMR aufgrund schwerer Krankheit. Warum werden mir 10,8% abgezogen? Ich kann doch nichts dafür. Noch ein paar Jahre dann gehe ich in die Altersrente. Bekomme ich dann wieder die 10,8%? Wenn nicht würde ich gerne klagen. Wie stehen die Chancen? Könnten denn nicht alle Erwerbsminderungsrentner sich zusammen tun und Klage einreichen.

Gruß

von
Genervter

Es verbleibt in der Regel auch bei Umwandlung in eine Altersrente bei den Abschlägen.
Die Chancen dagegen zu klagen, gehen gegen Null, da entsprechende bisherige Klagen auch abgewiesen wurden.
Sie werden sich mit dieser Gesetzgebung zufrieden geben müssen oder sich weiter unnütz aufregen.
Was glauben Sie ist besser?

von
Schorsch

Zitiert von: Unfair

Warum werden mir 10,8% abgezogen?

Weil der Gesetzgeber das so beschlossen hat.
Zitiert von: Unfair

Noch ein paar Jahre dann gehe ich in die Altersrente. Bekomme ich dann wieder die 10,8%?

Nein!
Zitiert von: Unfair

Wenn nicht würde ich gerne klagen. Wie stehen die Chancen? Könnten denn nicht alle Erwerbsminderungsrentner sich zusammen tun und Klage einreichen.

Das Bundessozialgericht hat schon vor ein paar Jahren die Rechtmäßigkeit der Abschlagsregelung bestätigt.
Aber Sie können sich ja mal vertrauensvoll an den Europäischen Gerichtshof wenden und sich dort über unsere böse Bundesregierung beschweren.
Die dortigen Richter lachen nämlich bestimmt auch sehr gerne....

MfG

von
W*lfgang

Zitiert von: Unfair
Könnten denn nicht alle Erwerbsminderungsrentner sich zusammen tun und Klage einreichen.

Gruß


Hallo Unfair,

Sammelklagen sind in D so nicht möglich, in stark abgewandelter Form können Klagen gleicher Art zusammengefasst behandelt werden - erste Info hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sammelklage

> Altersrente. Bekomme ich dann wieder die 10,8%?

Nicht wieder/erneut/zusätzlich ...die bisher für die EM-Rente ermittelten Entgeltpunkte/letztendlich vereinfacht Ihre Arbeitsverdienste sind um 10,8 % reduziert und werden bei der Neuberechnung der Altersrente auch nicht wieder erhöht. Sollte sich bei der Altersrente im 1. Schritt sogar ein noch geringer Wert als bisher ergeben - was regelmäßig nicht ungewöhnlich wäre - wird die Altersrente mit dem höheren Betrag der jetzigen EM-Rente weiter gezahlt. Alter Wein in neuen Schläuchen...

Und wenn Sie meinen, dass Ihnen die DRV ob Ihres Schicksalsschlag nun zu wenig an Rente zahlt - trotz geschenkter/fiktiver Beitragsjahre (Zurechnungszeit) - hätten Sie die Ihnen seit 15 Jahren übersandten Renteninformationen mit klarer Ansage der aktuellen EM-Rente nutzen können, um private/zusätzliche Vorsorge zu treffen. Ich weiß, hinterher ist man immer schlauer, dann ist der Zug aber bereits abgefahren.

Sofern Sie parallel zur Zurechnungszeit ab Beginn der EM-Feststellung noch Versicherungszeiten laufen hatten (Beschäftigungsentgelt, Kranken-, Arbeitslosengeld) oder/und nach der Zurechnungszeit 'neue' Versicherungszeiten entstanden sind, könnte eine Altersrente zu einem (kleinen) Mehrbetrag führen. Bei frühestmöglichem Altersrentenbeginn lassen Sie das Probeberechnen, nicht dass Sie erst bei Regelaltersgrenze/'Zwangsumwandlung' in Altersrente davon profitieren.

Gruß
w.

von
Realität

Zitiert von: Unfair
Hallo,

ich erhalte die volle EMR aufgrund schwerer Krankheit. Warum werden mir 10,8% abgezogen? Ich kann doch nichts dafür. Noch ein paar Jahre dann gehe ich in die Altersrente. Bekomme ich dann wieder die 10,8%? Wenn nicht würde ich gerne klagen. Wie stehen die Chancen? Könnten denn nicht alle Erwerbsminderungsrentner sich zusammen tun und Klage einreichen.
Gruß

Da schau her:

Die Renten-Fachleute des DIW warnen vor einem Millionenheer von armen Rentnern. Das Risiko, im Alter eine Rente unterhalb der Armutsgrenze zu beziehen, wird sich in den nächsten Jahren massiv erhöhen. In den neuen Bundesländern droht jedem Dritten dieses Schicksal.

Was sind schon 10,8% plus 11% KV und PV .
Was will der alte kranke Rentner mit soviel Geld. Die zusätzlichen jährlichen 75 Millionen für dieb709 Abgehordneten müssen finanziert werden.

von
Unfair

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Unfair
Könnten denn nicht alle Erwerbsminderungsrentner sich zusammen tun und Klage einreichen.

Gruß


Hallo Unfair,

Sammelklagen sind in D so nicht möglich, in stark abgewandelter Form können Klagen gleicher Art zusammengefasst behandelt werden - erste Info hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sammelklage

> Altersrente. Bekomme ich dann wieder die 10,8%?

Nicht wieder/erneut/zusätzlich ...die bisher für die EM-Rente ermittelten Entgeltpunkte/letztendlich vereinfacht Ihre Arbeitsverdienste sind um 10,8 % reduziert und werden bei der Neuberechnung der Altersrente auch nicht wieder erhöht. Sollte sich bei der Altersrente im 1. Schritt sogar ein noch geringer Wert als bisher ergeben - was regelmäßig nicht ungewöhnlich wäre - wird die Altersrente mit dem höheren Betrag der jetzigen EM-Rente weiter gezahlt. Alter Wein in neuen Schläuchen...

Und wenn Sie meinen, dass Ihnen die DRV ob Ihres Schicksalsschlag nun zu wenig an Rente zahlt - trotz geschenkter/fiktiver Beitragsjahre (Zurechnungszeit) - hätten Sie die Ihnen seit 15 Jahren übersandten Renteninformationen mit klarer Ansage der aktuellen EM-Rente nutzen können, um private/zusätzliche Vorsorge zu treffen. Ich weiß, hinterher ist man immer schlauer, dann ist der Zug aber bereits abgefahren.

Sofern Sie parallel zur Zurechnungszeit ab Beginn der EM-Feststellung noch Versicherungszeiten laufen hatten (Beschäftigungsentgelt, Kranken-, Arbeitslosengeld) oder/und nach der Zurechnungszeit 'neue' Versicherungszeiten entstanden sind, könnte eine Altersrente zu einem (kleinen) Mehrbetrag führen. Bei frühestmöglichem Altersrentenbeginn lassen Sie das Probeberechnen, nicht dass Sie erst bei Regelaltersgrenze/'Zwangsumwandlung' in Altersrente davon profitieren.

Gruß
w.

Hallo W*lfgang,

wie ich sehe können Sie mir auch nicht helfen. Also nehme ich die 10,8% mit ins Grab. Unsere ca. 1,7 Millionen Erwerbsminderungsrenter sind ja glücklich und zufrieden. Trotzdem ganz nett was Sie geschrieben haben und einiges davon ist zutreffend und nachvollziehbar und anderes wiederum wischiwaschi.

Gruß

P.S. Ja, der Zug ist wirklich abgefahren. Ist aber nicht schlimm. Ich kann damit leben.

von
Genervter

w.[/quote]

Hallo W*lfgang,

wie ich sehe können Sie mir auch nicht helfen. Also nehme ich die 10,8% mit ins Grab. Unsere ca. 1,7 Millionen Erwerbsminderungsrenter sind ja glücklich und zufrieden. Trotzdem ganz nett was Sie geschrieben haben und einiges davon ist zutreffend und nachvollziehbar und anderes wiederum wischiwaschi.

Tja der W*lfgang wiederholt gern Kernaussagen, um diese mit seinen Worten geschmückt, erneut wiederzugeben.
Wischiwaschi eben!

von
W*lfgang

Zitiert von: Genervter
Tja der W*lfgang wiederholt gern
...achwas?!, wenn das jetzt mal nicht versehentlich Satire pur Ihrerseits war - wobei Sie die Tiefe noch nicht erreicht haben, um mit Girlanden um sich werfen zu können ...Ihre Äußerungen sind einfach, hmm ...köstlich ;-/ - komm Nervi, ich reich Ihnen die Hand und zieh Sie eine Stufe höher ;-)

Gruß
w.
PS: Was wollten Sie dem Fragenden denn damit nun ergänzend wirklich und hilfreich sagen, ohne Wiederholtes neu aufzuwärmen/speziell ergänzend zu Vorbeiträgen? – oder war Ihr Fokus 'versehentlich'/wie so oft - nach meiner Meinung - etwa desorientiert fixiert/jenseits der nachgehenden Sach-/Fragelage ...eben nur 'angefressenes' BlaBla auf eine Einzelmeinung etwa?!!;-)

shit, das gibt wieder Shitstorm von denen, die ...*g

von Experte/in Experten-Antwort

Mit der Neuregelung zum 01.01.2001 wurden die Renten wegen Erwerbsminderung (statt Berufs-bzw. Erwerbsunfähigkeit) eingeführt. Dies geschah, nachdem der Bundesrechnungshof und der Bundesrat zu der Reform aufgefordert hatten. Dies brachte die Einführung eines Zugangsfaktors (Abschlag) mit sich (maximal 10,8 Prozent). Parallel wurde jedoch die sogenannte Zurechnungszeit (Hochrechnung) erhöht (damals auf das 60., heute auf das 62., in Zukunft bis auf das 65. Lebensjahr). Die Neuregelungen wurden von den Betroffenen im großen Umfang als ungerecht empfunden. Es folgten diverse Klageverfahren - alle ohne Erfolg. Die Abschläge in der Erwerbsminderung bleiben auch (bei durchgehendem Rentenbezug) in der nachfolgenden Altersrente bestehen. Sollten Sie nach Ende der Zurechnungszeit noch Beitragszeiten haben (z.B. durch einen Minijob), erhöhen diese die Altersrente.
Das die Erwerbsminderungsrenten in vielen Fällen nicht zur Existenzsicherung ausreichen ist eine beängstigende Tatsache. Hier kann man nur hoffen, dass die Politik noch stärker dagegen steuert.

von
Unfair

Zitiert von: Experte/in
Mit der Neuregelung zum 01.01.2001 wurden die Renten wegen Erwerbsminderung (statt Berufs-bzw. Erwerbsunfähigkeit) eingeführt. Dies geschah, nachdem der Bundesrechnungshof und der Bundesrat zu der Reform aufgefordert hatten. Dies brachte die Einführung eines Zugangsfaktors (Abschlag) mit sich (maximal 10,8 Prozent). Parallel wurde jedoch die sogenannte Zurechnungszeit (Hochrechnung) erhöht (damals auf das 60., heute auf das 62., in Zukunft bis auf das 65. Lebensjahr). Die Neuregelungen wurden von den Betroffenen im großen Umfang als ungerecht empfunden. Es folgten diverse Klageverfahren - alle ohne Erfolg. Die Abschläge in der Erwerbsminderung bleiben auch (bei durchgehendem Rentenbezug) in der nachfolgenden Altersrente bestehen. Sollten Sie nach Ende der Zurechnungszeit noch Beitragszeiten haben (z.B. durch einen Minijob), erhöhen diese die Altersrente.
Das die Erwerbsminderungsrenten in vielen Fällen nicht zur Existenzsicherung ausreichen ist eine beängstigende Tatsache. Hier kann man nur hoffen, dass die Politik noch stärker dagegen steuert.

Hallo Experten,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme die plausible und Einleuchtend erklärt.

Mit freundlichen Grüßen

von
=//=

Vor vielen, vielen Jahren - irgendwann Ende der 80er oder in den 90igern - wurden die vorzeitigen Altersrenten: Frauenaltersrente, Altersrente für langjährig Versicherte und für Schwerbehinderte und die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit mit einem Abschlag belegt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass dann viele Versicherte in die Erwerbsunfähigkeitsrente (bis 2000) "geflüchtet" sind, denn diese hatte noch keinen Abschlag. Das war wohl auch mit die Motivation des Gesetzgebers, auch die Erwerbsminderungsrente (ab 2001) mit einem Abschlag zu belegen, allerdings höchstens 10,8 % (zum Vergleich: bestimmte Altersrenten hatten einen Abschlag von bis zu 18 %!). 2008 und zuletzt 2014 wurden die Altersrenten reformiert und vielleicht werden es auch die EM-Renten irgendwann wieder. Darauf vertrauen würde ich aber nicht. :-)

Dass sich niemand seine Krankheit aussucht, ist auch klar. Aber so sind nun mal die Gesetze seit immerhin 16 Jahren und sich jetzt noch darüber aufzuregen, ist verschwendete Energie.

von
Foxi

Das die Erwerbsminderungsrenten in vielen Fällen nicht zur Existenzsicherung ausreichen ist eine beängstigende Tatsache. Hier kann man nur hoffen, dass die Politik noch stärker dagegen steuert.

In dem die Politik immer neue Gesetzte macht und dabei nur die Neu Erwerbsminderungsrentner alle Jahre neu beglückt.

Was hilft das den vielen Bestand EM Rentner?

Ein enttäuschter Bestands EM Rentner

von
Fix

Zitiert von: Foxi
Das die Erwerbsminderungsrenten in vielen Fällen nicht zur Existenzsicherung ausreichen ist eine beängstigende Tatsache. Hier kann man nur hoffen, dass die Politik noch stärker dagegen steuert.

In dem die Politik immer neue Gesetzte macht und dabei nur die Neu Erwerbsminderungsrentner alle Jahre neu beglückt.

Was hilft das den vielen Bestand EM Rentner?

Ein enttäuschter Bestands EM Rentner

Hallo Foxi,
es ist frustrierend als Bestandsrentner keine Aufbesserungen der kargen Rente zu erhalten.
Auch in der kommenden Regierungsperiode wird da nichts kommen. Da braucht man sich nichts vorzumachen.
Es bleibt nur froh zu sein, dass es die EM-Rente überhaupt gibt, und dass man seit Jahren diesen Leistungsbezug hat.
Gruss
Fix

von
Fax

Zitiert von: Foxi

Hallo Foxi,
es ist frustrierend als Bestandsrentner keine Aufbesserungen der kargen Rente zu erhalten.

Fix

Das stimmt doch gar nicht. Jedes Jahr am 1.7. wird jede Rente erhöht.
Hört auf mit dem Jammern.

von
Tonne

Zitiert von: Fax
Zitiert von: Foxi

Hallo Foxi,
es ist frustrierend als Bestandsrentner keine Aufbesserungen der kargen Rente zu erhalten.

Fix

Das stimmt doch gar nicht. Jedes Jahr am 1.7. wird jede Rente erhöht.
Hört auf mit dem Jammern.

Sie jammern doch gerade.

von
Franz Josef

Zitiert von: Foxi
Das die Erwerbsminderungsrenten in vielen Fällen nicht zur Existenzsicherung ausreichen ist eine beängstigende Tatsache.

Mein Schwager wurde mit 25 Jahren erwerbsunfähig und bekommt trotz seines damaligen durchschnittlichen Arbeitseinkommens dank der Zurechnungszeiten eine Netto-Rente in Höhe von fast 1.300 Euro.

Wer hier über zu niedrige EM-Renten jammert, sollte die Verantwortung dafür also in erster Linie bei sich selbst suchen.

Wer nur im unteren Lohnsektor gearbeitet und somit entsprechend wenig in die DRV eingezahlt hat, darf sich über seine mageren Rentenansprüche nicht wundern.

Für schlechte Bildung und fehlende Arbeitsplätze ist weder der Staat noch die gesetzliche Rentenversicherung verantwortlich.
Also ist auch weder der Staat noch die DRV schadenersatzpflichtig.

Wer mit seiner Rente nicht auskommt, muss eben ergänzende Sozialhilfe beantragen.
Mehr geht eben nicht.

von
Hans Huber

Zitiert von: Franz Josef
[quote=286168]Das die Erwerbsminderungsrenten in vielen Fällen nicht zur Existenzsicherung ausreichen ist eine beängstigende Tatsache.

Mein Schwager wurde mit 25 Jahren erwerbsunfähig und bekommt trotz seines damaligen durchschnittlichen Arbeitseinkommens dank der Zurechnungszeiten eine Netto-Rente in Höhe von fast 1.300 Euro.

Wer hier über zu niedrige EM-Renten jammert, sollte die Verantwortung dafür also in erster Linie bei sich selbst suchen.

Wer nur im unteren Lohnsektor gearbeitet und somit entsprechend wenig in die DRV eingezahlt hat, darf sich über seine mageren Rentenansprüche nicht wundern.

Für schlechte Bildung und fehlende Arbeitsplätze ist weder der Staat noch die gesetzliche Rentenversicherung verantwortlich.

Also wollen Sie mir schlechte Bildung vorwerfen obwohl ich meinen Abschluss im Elektrohandwerk gemacht habe, 30 Jahre Oberbauleiter war und Baustellen geleitet habe die manchmal ein Auftragsvolumen von 2 Millionen hatten.

Das vielleicht gerade in dieser Branche andere Einflüsse wie z.B. der Mauerfall und dadurch die Arbeitgeber durch die zahlreichen neuen Arbeiter die Löhne gedrückt haben kommt ihnen nicht?

Die Arbeit hat mich ausgefüllt und hat mir auch Spaß gemacht trotz Stress und enormen Leistungsdruck .

Das hat gar nichts mit fehlenden Arbeitsplätzen und schlechter Bildung zu tun.

Und um nochmal auf das Thema einzugehen es bleibt dabei das es ungerecht ist das es unterschiedliche Zurechnungszeiten gibt und das hat gar nichts mit fehlender Bildung zu tun.

Ein deutscher Elektrohandwerker der auch 37 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat.

von
Franz Josef

Zitiert von: Hans Huber

Und um nochmal auf das Thema einzugehen es bleibt dabei das es ungerecht ist das es unterschiedliche Zurechnungszeiten gibt und das hat gar nichts mit fehlender Bildung zu tun.

Das ist nicht ungerecht sondern eine Stichtagsregelung, wie sie schon unzählige Male in anderen Bereichen angewandt wurde.
Alternativ könnte man diese Stichtagregelung wieder rückgängig machen, damit sich Neidhammel wie Sie nicht ungerecht behandelt fühlen.
Ginge es Ihnen dann besser?
Zitiert von: Hans Huber

Ein deutscher Elektrohandwerker der auch 37 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat.

Dann sollten Sie eigentlich eine auskömmliche Rente haben.
Es sei denn, Sie haben sich von Ihrem Arbeitgeber ausbeuten lassen.
Das wäre dann aber nicht die Schuld des Staates oder der DRV.

von
W*lfgang

Zitiert von: =//=
Vor vielen, vielen Jahren - irgendwann Ende der 80er oder in den 90igern
=//=,

war in 89, als das RRG im Entwurf vorlag (RVO/AVG/andere ins SGB überführt werden sollten). Dann kippte die Mauer und musste etwas 'nachjustiert' werden bis zum RRG '92 ...und die Abschlags-/Ausweichproblematik (EMRT) wurde richtig erkannt und entsprechend kompensiert.

Damit kann man heutige 'EM-Jammerer' natürlich nicht mehr beeindrucken ...geschweige denn es zu wagen, den Finger auf die Ursache einer kleinen EMRT zu legen – die auch schon damals aus genau den heutigen Gründen meist 'mickrig' gewesen ist.

Gruß
w.

von
Texas T.

Zitiert von: W*lfgang
[quote=286152]

Damit kann man heutige 'EM-Jammerer' natürlich nicht mehr beeindrucken ...geschweige denn es zu wagen, den Finger auf die Ursache einer kleinen EMRT zu legen

Gruß
w.

Die Ursache liegt aus der Sicht vieler Leute wie W*lfgang bei den kranken Menschen und deren geringen Einkünften vor der Rente.
Aber Erwerbsminderungsrenten sind auch bei höherer Qualifikation und lückenlosem Angestelltenverhältnis nicht fair.
Ich habe im Handwerk gelernt, dann auf dem 2. Bildungsweg Bau-Ing. studiert (selbst finanziert mit Nebenjobs auf dem Bau und als Kellner).
Nach 20 Jahren dann volle Erwerbsminderung und 1.250,75 Euro Rente.
Die Erwerbsminderungsrentner befinden sich im knallharten deutschen Kastenwesen auf der untersten sozialen Ebene.
Kein Ansehen, keine Lobby und eben nicht mehr von Nutzen für unsere Leistungsgesellschaft. Ausserdem sowieso alles Faulenzer und Drückeberger.
Ich wünsche mir, nicht für mich sondern für diejenigen berufsunfähigen Rentner die noch weniger haben als ich, dass die zukünftige Regierung endlich einschreitet.
Durchschnittlich 736 Euro EM-Rente. Welcher Misanthrop gönnt diesen kranken Mitbürgern nicht etwas mehr?
T.T.