von
rene

Ich beziehe seit Jahren volle Erwebsunfähigkeitsrente, ich darf bis zu 3 St. täglich arbeiten und bis 450 € verdienen, damit die Rente nicht gekürzt wird.
Ich habe einen Minijob.
Meine Frage ist nun wenn ich jemanden Pflegen will ,ich also die Pflegeperson bin, zählt die Pflegezeit auch zu diesen 3 St. + wenn ich für die Pflege 50 € erhalte zählt das auch zu der 450 € Grenze?

Die Pflegekasse führt ja für die Pflegeperson Beiträge zur gesetzl. Rentenversicherung ab, wirkt sich diese Zeit auch bei der Erwerbsunfähigkeitsrente für die Altersrente als rentensteigernd aus?

von
KSC

Frage 1: nein, die Pflege zählt nicht dazu

Frage 2:die Beiträge können sich in Hinblick auf die spätere Altersrente positiv auswirken (müssen es aber nicht zwingend).

PS: als voll Erwerbsgeminderter sollte man es sich aber gut überlegen ob man die Belastungen eines Minijob und die der Pflege meistern kannn.............

Experten-Antwort

Hallo rene,

Entgelt, das nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen von einem Pflegebedürftigen erhalten, gilt nicht als Arbeitsentgelt, wenn es das dem Umfang der Pflegetätigkeit entsprechende Pflegegeld im Sinne des § 37 SGB XI nicht übersteigt (§ 96a Abs. 1 S. 4 Nr. 1).

Nähere Erläuterungen hierzu finden Sie auch in der Gemeinsamen Rechtlichen Arbeitsanweisung der Rentenversicherungsträger zu § 96a SGB VI unter

http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_96AR3.1.7

Und solange die von ihnen ausgeübte (nicht erwerbsmäßige) Pflegetätigkeit nicht einen solchen Umfang einnimmt, dass sie die bisherigen sozialmedizinischen Feststellungen zu der bei Ihnen noch vorliegenden Erwerbsfähigkeit in Frage stellt, sollten Sie auch keine Probleme hinsichtlich der Rentengewährung zu erwarten haben.