von
Isabel

Hallo,
mir wurde ohne Probleme eine volle Erwerbsminderungsrente (keine Arbeitsmarktrente) fuer 3 Jahre bewilligt. Ich bin 55 Jahre und habe bisher immer gearbeitet. Ich kann mit knapp 62 Jahren in die AR gehen. Ich habe ein GDB über 80 mit verschiedenen MZ (unbefristet). Für mich stellt sich die Frage was passiert wenn der Verlängerungsantrag abgelehnt wird? Dann muss ich Widerspruch einlegen usw. Da ist Stress und Ärger vorprogrammiert. Ich bin schon ein paar Jahre Zuhause und es geht mir Gesundheitlich dadurch besser. Natürlich konsultiere ich meine Fachärzte weiterhin. Ich frage mich wie soll ich mit meiner Schwerbehinderung, Alter und gesundheitliche Einschränkungen noch überhaupt eine adäquate Tätigkeit finden. Wer kann mir vernünftige Ratschläge geben bzw. ist in einer ähnlichen Situation?
Vielen Dank!!

Mfg
Isabel S.

von
Onkel Otto

Wenn Ihnen ohne Probleme die EMR zugesprochen wurde, gehe ich stark davon aus, dass es innerhalb der nächsten 3 Jahre keine Wunderheilung geben wird. Von daher sollte die Weiterbewilligung ebenso Problemlos verlaufen, bis Sie die Regelaltersrente für Schwerbehinderte in Anspruch nehen können.
Machen Sie sich also keine unnötigen Sorgen, sondern seien Sie froh, dass wenigstens diese Last von Ihren Schultern genommen wurde.
Und natürlich bleiben Sie weiterhin in ärztlicher Behandlung.

Alles Gute!

von
Isabel

Hallo Onkel Otto,

im Grunde genommen haben Sie es auf den Punkt gebracht. Eine hundertprozentige Heilung wird es wohl nicht mehr geben. Und die größte Sorge (wie werde ich meinen Lebensunterhalt bestreiten) ist erstmal auch vom Tisch. Aber dennoch finde ich es ungerecht, für Bürger die bisher immer gerne in die Rente Kasse eingezahlt haben und dann plötzlich krank werden (unverschuldet), dann nicht mehr arbeiten können. Zur Strafe bekommt man dann noch 10,8% bis zum Tode die Rente gekürzt. Ich finde in Deutschland läuft noch einiges schief.
Vielen Dank für Ihre nette Bemühung.
Ihnen auch alles Gute.

Mfg
Isabel S.

von
KSC

Natürlich kann man sich heute schon sorgen was in 3 Jahren im schlimmsten Fall passieren kann- wenn die Rente wird nicht verlängert würde..... Aber was hilft das?

Auch ich meine, dass wenn heute die Rente sofort und problemlos bewilligt wurde, das Restrisiko nicht all zu hoch ist. Soviel 58 Jährige denen grundlos die Rente entzogen / nicht verlängert wird, gibt es nicht. Aber garantieren kann und wird Ihnen das niemand.

Das Gejammere über Abschläge, usw. kann man nicht mehr hören.

1) bringt das hier im Forum nichts, weil sich dadurch nichts ändert, Gesetze machen die Parlamente nicht die DRV!
2) bekommen Sie doch die Rente und das als Strafe zu empfinden ist doch eine sehr negative Sichtweise.
3) natürlich läuft in D manches "schief", aber ich könnte Ihnen weltweit sicher locker 100 Staaten aufzählen, in denen Sie mit Ihren Erkrankungen keine Rente erhalten würden. Wäre das besser?
Wollten Sie wirklich wo anders leben und hätten es dort besser?

Schönes WE

von
Hans Huber

Zitiert von: KSC

Natürlich kann man sich heute schon sorgen was in 3 Jahren im schlimmsten Fall passieren kann- wenn die Rente wird nicht verlängert würde..... Aber was hilft das?

Auch ich meine, dass wenn heute die Rente sofort und problemlos bewilligt wurde, das Restrisiko nicht all zu hoch ist. Soviel 58 Jährige denen grundlos die Rente entzogen / nicht verlängert wird, gibt es nicht. Aber garantieren kann und wird Ihnen das niemand.

Das Gejammere über Abschläge, usw. kann man nicht mehr hören.

1) bringt das hier im Forum nichts, weil sich dadurch nichts ändert, Gesetze machen die Parlamente nicht die DRV!
2) bekommen Sie doch die Rente und das als Strafe zu empfinden ist doch eine sehr negative Sichtweise.
3) natürlich läuft in D manches "schief", aber ich könnte Ihnen weltweit sicher locker 100 Staaten aufzählen, in denen Sie mit Ihren Erkrankungen keine Rente erhalten würden. Wäre das besser?
Wollten Sie wirklich wo anders leben und hätten es dort besser?

Schönes WE

Herr KSC
Mich würde mal interessieren sind Sie EMR oder ein Mitarbeiter der DRV?
Denn wenn man nicht mit den Abschlägen leben muss kann man einfach schreiben.
Und ich finde schon das man auch unterscheiden hätte sollen ob jemand z.B. mit 22 in Rente geht und der bekommt 40 Jahre Zurechnungszeit oder jemand der erst mit 54 nach langer Einzahlzeit in Erwerbsminderungsrente gehen muss dann 6 Jahre Zurechnungszeit bekommt und sofort werden wieder 3 Jahre abgezogen.
Können Sie da nicht verstehen das man enttäuscht ist?

von
W*lfgang

Zitiert von: Hans Huber
Können Sie da nicht verstehen das man enttäuscht ist?
Hans Huber,

enttäuscht ist 'man' nur, wenn einige/viele nicht begreifen wollen, dass die gesetzliche Rentenversicherung ein 'Solidarsystem' ist und sich aus laufenden Beiträgen zugunsten der Rentenempfänger nachhaltig finanzieren muss - wo da das Ungleichgewicht liegt, dürfte bekannt sein.

Die Abschläge ...die gibt es auch bei vorgezogenem Beginn einer Altersrente (und die kann durchaus kleiner sein, als bei einem, der bis 63 durchmalocht hat) - warum sollen EM-Rentner/innen da günstiger gestellt werden, wenn Sie nicht mal Beiträge bis zum ungekürzten Altersrentenbeginn eingezahlt haben?

Idee: Mehrwertsteuer rauf auf 40 %, und damit idealistische Rententräume von allen finanziert - trifft dann blöderweise auch Rentenempfänger (aber, die brauchen im Alter ja nicht mehr so viel 'Mehrwert'/sind damit finanziell weniger belastet) ...und das Gejammer geht trotzdem von vorne los ;-)

Gruß
w.

von
Gacki

Zitiert von: W*lfgang

enttäuscht ist 'man' nur, wenn einige/viele nicht begreifen wollen, wenn nicht mal Beiträge blöderweise auch Rentenempfänger belastet ...und das Gejammer geht los
Gruß
w.

Erschütternd, was für ein wirres Zeug man hier von dir lesen muß. Leg dich aufs Sofa, erzähle uns alles und wir können dir vielleicht helfen. Aber ich fürchte, es ist zu spät, weil die Laber-Pest schon zu weit fortgeschritten ist.

von
Herz1952

Hallo Hans Huber,

bedenken Sie bitte auch, dass ein 22-jähriger voll Erwerbsgeminderter Rentner zwar 40 Jahre Zurechnungszeit "bekommt", aber dass er womöglich diese 40 Jahre lang womöglich gar nicht erhält, weil er dafür viel zu krank ist und evtl. früher stirbt.

Außerdem ist die EM-Rente womöglich nicht einmal 50 % des letzten Netto-Einkommens (Vergleich: Arbeitsnetto/Rentennetto). Bei ledigen sieht es durch die Steuerersparnis allerdings "günstiger" aus.

Lieber Arbeiten bis zuletzt und natürlich im wesentlichen gesund bleiben und neben der Arbeit noch das Leben genießen. Zu beneiden sind eigentlich diejenigen, die auch die Arbeit genießen können und darin ihre Erfüllung finden können. Das werden in letzter Zeit wahrscheinlich immer weniger, leider.

Ihnen und natürlich auch allen anderen, wünsche ich, dass sie auch bis zu Ihrer Altersrente arbeiten und Geld verdienen können und anschließend noch möglichst lange die Rente ohne gesundheitliche Einbußen genießen können.

von
Hans Huber

Zitiert von: Herz1952

Hallo Hans Huber,

Ihnen und natürlich auch allen anderen, wünsche ich, dass sie auch bis zu Ihrer Altersrente arbeiten und Geld verdienen können und anschließend noch möglichst lange die Rente ohne gesundheitliche Einbußen genießen können.

Wenn Sie richtig gelesen hätten dann wüssten Sie das auch ich ein Erwerbsminderungsrentner bin und zwar aus gesundheitlichen Gründen nach mehreren Operationen die leider massive Folgeschäden mit sich ergaben.
Also nichts mit arbeiten bis zur Altersrente sondern mit der abschlagsbehafteten Rente bis zum ableben auskommen.

von
Isabel

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: Hans Huber
Können Sie da nicht verstehen das man enttäuscht ist?
Hans Huber,

enttäuscht ist 'man' nur, wenn einige/viele nicht begreifen wollen, dass die gesetzliche Rentenversicherung ein 'Solidarsystem' ist und sich aus laufenden Beiträgen zugunsten der Rentenempfänger nachhaltig finanzieren muss - wo da das Ungleichgewicht liegt, dürfte bekannt sein.

Die Abschläge ...die gibt es auch bei vorgezogenem Beginn einer Altersrente (und die kann durchaus kleiner sein, als bei einem, der bis 63 durchmalocht hat) - warum sollen EM-Rentner/innen da günstiger gestellt werden, wenn Sie nicht mal Beiträge bis zum ungekürzten Altersrentenbeginn eingezahlt haben?

Idee: Mehrwertsteuer rauf auf 40 %, und damit idealistische Rententräume von allen finanziert - trifft dann blöderweise auch Rentenempfänger (aber, die brauchen im Alter ja nicht mehr so viel 'Mehrwert'/sind damit finanziell weniger belastet) ...und das Gejammer geht trotzdem von vorne los ;-)

Gruß
w.

Hallo W*lfang,
sicherlich sind Sie derjenige der sich Experte schimpft. Ich hätte von Ihnen mehr Einfühlungsvermögen erwartet, aber Sie sind ja auch nur ein Mensch. Ich kenn das noch zu genüge von Früher da hieß es "Die Starken ziehen die Schwachen" mit durch. Und glauben Sie mir ich würde liebend gerne in meinem letzte ausgeübte Tätigkeit (freiwillig) bis 67 arbeiten wenn ich gesund wäre.
Und was die Mehrwertsteuer Erhöhung angeht wäre der falsche Ansatz. Man sollte erstmal in Deutschland unseren Verwaltungsapparat neu reformieren. Da könnte man schon einige Milliarden einsparen. Trotzdem wünsche ich Ihnen auch alles Gute und vorallem Gesundheitheit.
Mfg
Isabel S.

von
Isabel

Zitiert von: Herz1952

Hallo Hans Huber,

bedenken Sie bitte auch, dass ein 22-jähriger voll Erwerbsgeminderter Rentner zwar 40 Jahre Zurechnungszeit "bekommt", aber dass er womöglich diese 40 Jahre lang womöglich gar nicht erhält, weil er dafür viel zu krank ist und evtl. früher stirbt.

Außerdem ist die EM-Rente womöglich nicht einmal 50 % des letzten Netto-Einkommens (Vergleich: Arbeitsnetto/Rentennetto). Bei ledigen sieht es durch die Steuerersparnis allerdings "günstiger" aus.

Lieber Arbeiten bis zuletzt und natürlich im wesentlichen gesund bleiben und neben der Arbeit noch das Leben genießen. Zu beneiden sind eigentlich diejenigen, die auch die Arbeit genießen können und darin ihre Erfüllung finden können. Das werden in letzter Zeit wahrscheinlich immer weniger, leider.

Ihnen und natürlich auch allen anderen, wünsche ich, dass sie auch bis zu Ihrer Altersrente arbeiten und Geld verdienen können und anschließend noch möglichst lange die Rente ohne gesundheitliche Einbußen genießen können.

Hallo Herz1952,

ja da haben Sie recht. Das war bisher auch immer mein Motto - "Lieber Arbeiten und das Leben genießen". Ihnen auch alles Gute.

Mfg
Isabel S.

von
Herz1952

Sorry, Hans Huber,

ich habe mich durch den Vergleich mit 22-Jährigen ablenken lassen.

Ich habe mich natürlich auch über die 10,8 % Abschlag geärgert, habe sogar Widerspruch eingelegt, bis das Gerichtsverfahren darüber abgeschlossen war. Hatte aber keine Chance, das hat schon mein Berater gemeint. Mich hat es mit 52 Jahren getroffen.

Was kann ich Ihnen dann noch wünschen? Wahrscheinlich nur, dass sich Ihre Gesundheit nicht weiter verschlechtert. Da ist wahrscheinlich für Sie ein nur schwacher Trost und ich bin darüber auch nicht unbedingt glücklich.

Wenn die Abschläge nicht wären, hätte ich unseren Sohn evtl. die Grundsicherung ersparen können. Er war schon mit 30 Jahren voll erwerbsgemindert. Natürlich auch mit diesen Abschlägen. Er hatte zum Teil weit unter Tarif gearbeitet, bzw. um H4 zu verhindern ein freiwilliges Soziales Jahr abgeleistet. Die Rente fiel entsprechend niedrig aus, so dass er jetzt auf GS angewiesen ist. Er hatte natürlich auch die Abschläge.

Beide Abschläge zusammen hätten in etwa die Grundsicherungs-Aufstockung ergeben. Wobei selbst meine Rente selbst im Prinzip auch nur Grusi-Niveau hätte, wenn nicht noch ein kleines Vermögen vorhanden wäre, größtenteils nicht durch Arbeit, sondern durch Erbe.

Außerdem weis man ja nicht was noch kommt. An Pflegefall darf ich überhaupt nicht denken. Und wenn schon Krankheiten vorhanden sind, kann man nicht einmal eine Versicherung abschließen.

von
W*lfgang

Zitiert von: Isabel
Man sollte erstmal in Deutschland unseren Verwaltungsapparat neu reformieren.
Isabel,

der Verwaltungsaufwand der DRV ist einer der effektivsten/geringsten im Verwaltungsbereich überhaupt - da kommt keine Allianz- oder sonstige private Versicherungskonserve mit ;-)

Und nein, ich beschimpf mich nicht selbst ...das kleine 1x1 beherrsche ich aber ;-)

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Isabel,

bitte stellen Sie etwa 3-4 Monaten vor Ablauf der Befristung einen Antrag auf Verlängerung der Rente. Ob und inwieweit Ihrem Antrag entsprochen wird, können wir hier nicht beurteilen, dies hängt u.a. von Ihrer gesundheitlichen Situation ab.