von
Hoffmann Irene

Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen schwere Persönlichkeitsverletzungen nach 17 Jahren im Unternehmen bin ich krank. Nun da schon lange krankgeschrieben musste ich einen Reha-Antrag stellen, der genehmigt wurde in eine Klinik in Potsdam. Ich bin 62 Jahre und würde offiziell am 1.6.2017 in die Rente gehen und auf diesen Arbeitsplatz kann ich nicht mehr zurück.

Nun wird mit dem Arbeitgeber der vorgeschlagen gut in den betrieblichen Vorruhestand zu gehen verhandelt. Diese Rechtsfälle sind langwierig und habe einen erfahrenen Anwalt der darauf spezialisiert ist und wenn keine Einigung erzielt wird geht es vor Gericht und die Kostenzusage habe ich auch und die Chancen sind gut.

Die Reha soll ich am 19.4.2016 antreten und alleine die Anreise nach Potsdam ist für mich gesundheitlich schon schwierig und dann wäre ich ca. 8 Stunden unterwegs. Kenne die Strecke, da wir dort schon Meetings mit der Firma hatten, da ein Teil der Belegschaft in Berlin sitzt und ich aber mit anderen Kollegen in Frankfurt.
Trete ich die Reha nicht an bekomme ich kein Krankengeld mehr, aber es muss auch der Fall mit dem Arbeitgeber erledigt werden. Die Angebote zur Lösung die es über die Deutsche Bank gibt haben sie nicht angenommen, dann würde es anders aussehen.

Eine für mich unerträgliche Lage und dadurch verschlechtert sich mein Zustand, der schon durch die ganze Angelegenheit stark angeschlagen war und kann kaum etwas machen.

Mache momentan eine ambulante Therapie über das Psychosozialen Netztwerk der TK, Yoga und Gesprächstherapie und außerdem Aufbauspritzen und muss ich noch Vitamin D nehmen, mein Spiegel ist im Kelller. Alles von diesen Vorfällen und muss nun über eine Entscheidung ein Ende haben. Was tun?

Herzliche Grüße

IH

von
Berni

Hallo Frau Hoffmann,

Sie sind sicherlich von der KK n. §51 SGB aufgefordert worden einen Rehaantrag zu stellen. Nun dieser Aufforderung sind Sie ja nachgekommen so dass Krankengeld weitergezahlt werden muss bis Sie ausgesteuert werden.

So, wenn Sie nun kurz vor der Reha sich von Ihren behandelnen Ärzten eine dann zur Zeit" nicht Rehafähigkeit" wegen akuter Erkrankung bescheinigen lassen und damit die Reha erstmal nicht antreten können, dies dann der Rehaklinik übermitteln, wird die Klinik erstmal die Reha verschieben , und Ihnen dann einen neuen Termin zuweisen( dass kann dann dauern).

Wann wurde denn der Rehabescheid erlassen? dieser ist nur 6 Monate gültig!!! Wenn innerhalb dieser 6 Monate aus welchen Gründen auch immer die Reha nicht angetreten werden kann, müssten Sie einen neuen Rehaantrag stellen bzw. die KK müsste Sie abermals dazu auffordern und auch dass dauert alles:-)).

Die KK kann nichts machen da Sie ja nach dem Gesetz §51 SGB genüge getan haben, sprich den Rehaantrag gestellt haben.

Ausserdem seht Ihnen ja auch noch ALG1 zu 24 Monate, also Sie haben viele Möglichkeiten die Zeit bis zum 01.06.17 zu überbrücken.

Gute Besserung

von
Hoffmann Irene

Vielen Dank für Ihre Nachricht und werde mit meiner Ärztin darüber sprechen.

Mein Anwalt wird ein neues Schreiben für eine friedliche Lösung am Montag an die Firma senden und hoffe es geht außergerichtlich.

Habe Angst das Krankengeld zu verlieren, wenn ich nicht gehe obwohl es momentan keinen Sinn macht und hatten vor zwei Jahren mit der gleichen Disgnose einen gestellt wurde aber mehrmals abgelehnt und da hätte es mir in der richtigen Klinik noch etwas gebracht.

Vielleicht mit der Rentenversicherung sprechen wäre auch eine Alternative.

von
Herz1952

Die KK hat kein Recht dazu, Ihnen das Krankengeld zu verwehren, wenn Sie die Reha nicht antreten. Reha ist immer eine freiwillige Angelegenheit.

Die Verwaltung der Krankenkasse macht allerdings immer wieder solche Versuche, um Geld zu sparen. Die Verwaltung kann auch nicht beurteilen, welche "Reha" medizinisch für sie angebracht wäre.

Ansonsten: Beitrag von "Berni".

von
Irene Hoffmann

Vielen Dank für die Info, aber was kann man da machen. Sie wissen das es ein Rechtsfall ist und ich an diesem Arbeitsplatz nicht zurück kann und nächstes Jahr in den Ruhestand gehe und es nicht meine Schuld ist, das ich krank bin. Musste auch ankreuzen das eine Arbeitsfähigkeit zu erwarten ist. Sie haben schon einen Teil ausgefüllt und musste nur persönliche Daten hinzufügen und auch ein Gutachten vom Med.Dienst wurde gemacht.
Der mich überhaupt nicht kennt und somit hoffe eine Einigung vor Antritt zu erreichen mein Anwalt ist dabei. Aber bei Mobbing nicht einfach und dauert.
Eine Reise in die Reha ist gesundheitlich momentan nicht möglich und muss zum 19.4.2016 nach Potsdam wo ich denn ganzen Tag unterwegs bin. Es ist einfach unglaublich um habe meine 45 Jahre schon voll und muss bis 63 warten und bin jetzt 62. Sollten Sie es denen gewähren die jünger sind und noch länger arbeiten müssen.

von
Schade

Kann man als medizinische Laie wirklich heute beurteilen, dass es in 2 Monaten (19.04.) völlig gesundheitsschädlich ist nach Potsdam zur Reha zu fahren? Chapeau.

Alternative: Sie lassen sich vom Arzt für allgemeine Arbeiten arbeitsfähig schreiben und melden sich beim Arbeitsamt und bewerben sich um nen anderen Job (keine Angst eine Vermittlung droht wohl nicht mehr.)

Die Kasse hat das Gefühl, dass Sie nicht alles tun um gesund werden zu können, tun Sie wirklich alles oder gehts nur drum das KG möglichst mit allen Mitteln auszuschöpfen?

von
Irene Hoffmann

Ich bin seit 17 Jahren das erste Mal krank und nur wegen Mobbing und auch noch in der Firma tätig.
Ich will nicht das Krankengeld ausschöpfen sondern gesund werden und mache schon vieles ambulant auf eigene Kosten.
Ausserdem bin ich im psychozialen Netzwerk wo der Psychologe nach Hause komnt, ist auch von der Krankenkasse.
Arbeiten würde ich gerne habe einen tollen Job nur geht es nicht mehr da extrem gemocht und habe 1 Jahr dies ausgehalten.
War immer gesund und fit und für mich ist es nicht angenehm da immer etwas neues dazu kommt.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Hoffmann Irene,

wir können die Details Ihres persönlichen Einzelfalles in diesem Forum nicht bewerten.

Vielleicht setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung und erörtern die Situation, sollte keine Rehafähigkeit vorliegen, sollte Ihr Arzt dies bestätigen.
Über das entsprechende Attest würden Sie beim Reha/Rententräger in enger Absprache mit der Krankenkasse eine Verschiebung oder Absage der geplanten medizinischen Reha-Maßnahme beantragen, damit Ihnen keine Nachteile im Krankengeldbezug entstehen.

von
Hoffmann Irene

Vielen Dank für Ihre Nachricht und da noch Zeit ist muss ich erst einmal abwarten, wie die Einigung mit der Firma weitergeht.

Nicht zu arbeiten und wegen dieser schwerwiegenden Vorfälle bin ich krank und das ist sehr schlimm und eine Reha wurde vor längerer Zeit nicht bewilligt und damals wäre es schon notwendig gewesen und wenn es mir gesundheitlich besser ginge und vielleicht ja noch kommt, wäre eine Reha gut und auch sinnvoll. Aber leider ist da ein Rechtsfall muss erst dies geklärt werden und das ist wichtig.
Hätte lieber Lohn als Krankengeld und nach so vielen Jahren ist es für mich schwer zu verkraften, da ich schon einiges mache und selbst bezahle, aber geht nicht anders.
Mache Yoga, Psychtherapie, Aufbaukuren und Akkupunktur, sonst wäre es noch extremer wie es schon ist und das ist schon schlimm. Habe die Reha schon auf den 19.4.2016 verschoben und diese Klinik gibt es auch in Hessen und wenn ich es mache wäre es besser, da ich nach Potsdam zu lange unterwegs bin. Es ist die Heinrich-Heine Klinik und auch bei Fulda und werde diesbezüglich einmal nachfragen. Mein Anwalt schickt alles diese Woche an die Firma und hoffe es geht ohne Gericht und finden einen Weg.

von
Irene Hoffmann

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Hallo Hoffmann Irene,

wir können die Details Ihres persönlichen Einzelfalles in diesem Forum nicht bewerten.

Vielleicht setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung und erörtern die Situation, sollte keine Rehafähigkeit vorliegen, sollte Ihr Arzt dies bestätigen.
Über das entsprechende Attest würden Sie beim Reha/Rententräger in enger Absprache mit der Krankenkasse eine Verschiebung oder Absage der geplanten medizinischen Reha-Maßnahme beantragen, damit Ihnen keine Nachteile im Krankengeldbezug entstehen.
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Habe nochmal ein Frage:

Da mich dies alles so sehr belastet und ich nichts dafür kann, kann ich aus gesundheitlichen Gründen die Reha nicht antreten und auch meine Ärztin kann und wird mir keine Reisefähigkeit bestätigen, da es nicht zu verantworten und somit die ambulante Therapie weiter befürworten, die ich mache und das mache ich zu Hause. Aber habe kein Formular wo Sie das machen kann oder reicht ein Attest.

Mein Arbeitgeber hat meinem Anwalt mitgeteilt da ich schon 62 Jahre alt bin in den betrieblichen Vorruhestand zu gehen mit einer Freistellung bis zur regulären Rente am 1.6.2017 abzüglich 75 Tage Urlaub. Alles natürlich mit regelmäßigem Gehalt als Schadensersatz für diese starken Persönlichkeitsverletzungen. Dort zurück obwohl das Arbeitsgrbiet klasse geht nicht, da ich dies mit der entsprechenden Kollegin nicht mehr verkraften würde.