von
D W

Hallo,

ich bekomme jetzt, laut Bescheid vom 01.02.2018 eine Erwerbsminderungsrente.

Dennoch habe ich eine Frage zu "Nicht belegungsfähige Kalendermonate" Krankheitszeiten zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr.

Während des Abitur hatte ich eine Ausbildung gesucht, als ich eine gefunden habe wollte ich noch zur Schule gehen bis die Ausbildung anfängt. Nur einen Monat vor Beginn der Ausbildung lag mein Vater im Sterben und konnte psychisch den letzten Monat nicht zur Schule gehen um täglich meinen Vater in seinen letzten Tage im Krankenhaus besuchen zu können.

Dieser Monat taucht jetzt nicht in den "Nicht belegungsfähige Kalendermonate" Krankheitszeiten bzw. Ausbildungssuche zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr aufgelistet.

Lohnt es sich ein WIderspruch einzureichen, so dass anstatt 61 nur 60 Monate stehen der beim Teiler im Gesamtleisteungszeitraum steht? Da ja ein Monat dadurch abegezogen wird.

LG
DW

von
KSC

Ob Sie einen Arzt finden, der Ihnen das bestätigt, wird die Frage sein. Hört sich doch sehr konstruiert an........

Ohne Beweis / Bestätigung brauchen Sie gar nicht an einen Widerspruch zu denken.

Von der Auswirkung her wird es ohnehin nicht um enorme Beträge gehen.

von
D W

Klar, aber der Totenbrief meines Vaters beweist es und fünf Monate später war ich auch schon in psychischer Behandlung

von
KSC

Das mag zwar für Sie so eindeutig sein, aber kein DRV Sachbearbeiter wird Ihnen das anerkennen wenn Sie die Sterbeurkunde vorlegen und als medizinischer Laie verlangen dass er Ihnen anerkennt dass Sie in Folge des Todes arbeitsunfähig waren.

Da braucht es wie bereits gesagt eine entsprechende Bescheinigung des damaligen Arztes.......

von
Zusatzfrage

Hallo,

ich dachte, Krankheit zwischen 17. und 25. Lebensjahr zählt nur, wenn man mehr als 6 Monate krank ist? Stimmt das nicht?

Viele Grüße,
ein Zwischenfrager, der während des Studiums selbst mehrere Monate krank war, die Zeit aber nicht separat anerkant bekam, da weniger als 6 Monate

von
D W

"Nicht belegungsfähige Kalendermonate" Krankheitszeiten bzw. Ausbildungssuche werden nur zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr aufgelistet.

von
D W

Und Studium wird Sepperat anerkannt, von einer 6 Monats Frist lese ich im Gesetz nichts

von
D W

Und Studium wird Sepperat anerkannt, von einer 6 Monats Frist lese ich im Gesetz nichts

von
D W

Ich glaube dann ist es für mich leichter, Ausbildungssuche (siehe § 58 Abs. 1 S. 1 Nr. 3a SGB VI) im Widerspruch abzugeben. Da ich ja das Abi abgebrochen habe und ein Monat später die Ausbildung gestartet habe. Oder sieht ihr das anders?

von
KSC

Vergessen Sie es - für "ausbildungssuchend" müssten Sie einen Beleg haben, dass Sie sich damals als "ausbildungssuchend" bei Arbeitsamt gemeldet hatten.

Haben Sie aber höchstwahrscheinlich nicht.

:)

von
KSC

Von welchem Jahr reden wir eigentlich?

Wenn das schon länger her ist hat sich damals zu 99.9% kein Schüler arbeitssuchend gemeldet wenn er die Schule geschmissen hat und einen Monat später schon einen Ausbildungsplatz hatte.
Und krank schreiben lassen hat sich früher in diesem Fall für einen Monat auch "kein Mensch".

Und warum? - diese Vorschrift dass das künftig ne Rentenzeit sein könnte, gabs vor Jahren noch gar nicht.

:)

von
D W

Um das Jahr 2007

von
Werner67

Wenn ich das richtig verstehe, wurde dieser Monat als Krankheitszeit anerkannt und Sie wollen ihn jetzt wieder streichen lassen?
Eventuell handelt es sich hier um ein Missverständnis:
"nicht belegungsfähige Kalendermonate" sind nichts schlechtes. Das sind Monate, die bei der Berechnung des Durchschnitts aller Versicherungszeiten (Gesamtleistungswert) herausgerechnet werden. Je mehr "nicht belegungsfähige Kalendermonate" man hat, desto höher der Durchschnittswert (weil die erzielten Entgeltpunkte nur auf die verbleibenden Monate verteilt werden).
Wenn Sie also mit Widerspruch dafür sorgen, dass diese Zeit gestrichen wird, würden Sie vermutlich Ihrer Rente eher schaden.

Gruß
Werner

von
D W

@Werner, danke für eine Antwort. Nein ich wollte fragen ob ich es jetzt überhaupt noch anerkennen kann, da ich in diesem Monat wirklich nicht mehr zur Schule gehen konnte und einen Monat vor meine Ausbildung abgebrochen habe.

Die einzigen Beweise sind Totenschein meines Vaters, Waisen Rente und ein halbes Jahr später in psychologischer Behandlung.

von
D W

Also kann ich es überhaupt noch als
"Nicht belegungsfähige Kalendermonate" Krankheitszeiten zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr bekommen, auch wenn ich deswegen erst später in psychischer Behandlung war?

von
Ihr Sachbearbeiter

Zitiert von: D W
Also kann ich es überhaupt noch als
"Nicht belegungsfähige Kalendermonate" Krankheitszeiten zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr bekommen, auch wenn ich deswegen erst später in psychischer Behandlung war?

Ohne beweiskräftige Unterlagen kann ich Ihnen leider gar nichts anerkennen, tut mir leid.

von
D W

Was wäre denn ein Beweis, also ist es unmöglich?

Wie gesagt, ich war nicht zur Arbeitsagentur gelaufen da ich mich nicht arbeitsfähig fühlte, ich habe den letzten Monat auch die Schule nicht weiter gemacht aus selben Grund. Aber ca. halbes Jahr später in psychologischer Behandlung....

Also ist es unmöglich? Schade

von
D W

Und Totenschein und Waisenrente hatte ich noch nachträglich

Experten-Antwort

Hallo D W,

die Berücksichtigung von Anrechnungszeiten im Sinne des § 58 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a SGB VI setzt voraus, dass Versicherte nach dem vollendeten 17. und vor dem vollendeten 25. Lebensjahr mindestens einen Kalendermonat krank gewesen sind und die Zeiten nicht mit anderen rentenrechtlichen Zeiten belegt sind.

Der Tatbestand der Unterbrechung ist nicht erforderlich (§ 58 Abs. 2 S. 1 SGB VI).

Die Anrechnungszeittatsachen im Sinne des § 58 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a SGB VI sind nur zu berücksichtigen, wenn sie nachgewiesen sind. Der Nachweis kann durch alle geeigneten Unterlagen geführt werden (§ 21 SGB X). In Betracht kommen hierbei vorrangig Bescheinigungen des Arztes, des Krankenhauses oder der Träger der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Krankheit kann nicht durch Zeugenaussagen medizinischer Laien nachgewiesen werden.

von
D W

Vielen Dank für die Antwort, ich denke da ich erst fünf Monate später in psychologischer Behandlung war, auch wenn da ein Zusammenhang mit dem Tod meines Vaters zu sehen ist wird es nicht möglich sein. Da der Arzt ja nicht nachträglich von fünf Monaten da meine Arbeits Unfähigkeit bescheinigen kann. Aber gut das ich es jetzt weiß