von
Carina

Hallo,

ich habe eine Frage zur Leistung auf Teilhabe am Arbeitsleben.

Antrag wurde in Eigeninitiative Ende letzten Jahres gestellt.
Es liegen sowohl physische als auch psychische Probleme vor. Psychologin und Orthopäde befürworten eine Umschulung. Sogar dringend.

Innerhalb von einem Monat kam eine Bewilligung zur medizinischen Rehabilitation. Dauer vier Wochen.
Diese wurde erst heute angetreten, da beim ersten Termin zuvor noch ein Elterngeldbezug bestand. Die letzten vier Wochen wurde voll gearbeitet (unter starken Schmerzen - sowohl Psychologe als auch Orthopäde würden sofort krank schreiben.) Der Antrag zur Leistung auf Teilhabe würde ruhen.

Nun ging heute die medizinische Reha los.
Der Arzt kam recht unvorbereitet rüber. Der Fragebogen, der erst zwei Stunden zuvor eingereicht wurde, fehlte plötzlich. Von den zuvor eingereichten ärztlichen Unterlagen, lagen nur die von Psychologin und Orthopäde vor. Alle anderen u.a. Auch Psychotherapeut fehlten. Im Grunde wurde sich auf das Gewicht eingeschossen und völlig sinnfreie Tipps gegeben. Der Arzt befürwortete eine Wiedereingliederung.

Beim anschließenden Termin bei der Psychologin, war der Fragebogen plötzlich wieder da. Diese befürwortet aufgrund der Probleme eine Umschulung, sagt aber, daß diese abgelehnt wird, da zuvor keine Krankschreibung bestand.

Über den Antrag soll bereits morgen entschieden werden. Dort käme eine Dame des sozialmedizinischen Dienstes.

Kann das wirklich sein? Mein Mann hat sich die letzten Wochen hingeschleppt, Unmengen an Schmerzmitteln genommen, da sie zuwenige Leute in der Firma sind und ein neuer eingearbeitet werden musste.

Ich bin momentan ziemlich geschockt. Beruflich kann es so nicht weiter gehen. Bewerbungen ect. In anderen Bereichen haben wir schon Unmengen geschrieben. Seit zehn Jahren rennt er von Arzt zu Arzt. Seit zwei Jahren zur Psychotherapie. Bekommt andauernd Physio... Und dann soll das innerhalb von zwei Tagen abgelehnt werden?

Meinem Mann wird es nach der Reha körperlich besser gehen. Aber nicht psychisch, wenn er wieder in den Bereich muss. Dann wird es schließlich doch auf eine Krankschreibung raus laufen...

Hat jemand Rat?

Liebe Grüße

von
Groko

Zitiert von: Carina

Hallo,

ich habe eine Frage zur Leistung auf Teilhabe am Arbeitsleben.

Antrag wurde in Eigeninitiative Ende letzten Jahres gestellt.
Es liegen sowohl physische als auch psychische Probleme vor. Psychologin und Orthopäde befürworten eine Umschulung. Sogar dringend.

Innerhalb von einem Monat kam eine Bewilligung zur medizinischen Rehabilitation. Dauer vier Wochen.
Diese wurde erst heute angetreten, da beim ersten Termin zuvor noch ein Elterngeldbezug bestand. Die letzten vier Wochen wurde voll gearbeitet (unter starken Schmerzen - sowohl Psychologe als auch Orthopäde würden sofort krank schreiben.) Der Antrag zur Leistung auf Teilhabe würde ruhen.

Nun ging heute die medizinische Reha los.
Der Arzt kam recht unvorbereitet rüber. Der Fragebogen, der erst zwei Stunden zuvor eingereicht wurde, fehlte plötzlich. Von den zuvor eingereichten ärztlichen Unterlagen, lagen nur die von Psychologin und Orthopäde vor. Alle anderen u.a. Auch Psychotherapeut fehlten. Im Grunde wurde sich auf das Gewicht eingeschossen und völlig sinnfreie Tipps gegeben. Der Arzt befürwortete eine Wiedereingliederung.

Beim anschließenden Termin bei der Psychologin, war der Fragebogen plötzlich wieder da. Diese befürwortet aufgrund der Probleme eine Umschulung, sagt aber, daß diese abgelehnt wird, da zuvor keine Krankschreibung bestand.

Über den Antrag soll bereits morgen entschieden werden. Dort käme eine Dame des sozialmedizinischen Dienstes.

Kann das wirklich sein? Mein Mann hat sich die letzten Wochen hingeschleppt, Unmengen an Schmerzmitteln genommen, da sie zuwenige Leute in der Firma sind und ein neuer eingearbeitet werden musste.

Ich bin momentan ziemlich geschockt. Beruflich kann es so nicht weiter gehen. Bewerbungen ect. In anderen Bereichen haben wir schon Unmengen geschrieben. Seit zehn Jahren rennt er von Arzt zu Arzt. Seit zwei Jahren zur Psychotherapie. Bekommt andauernd Physio... Und dann soll das innerhalb von zwei Tagen abgelehnt werden?

Meinem Mann wird es nach der Reha körperlich besser gehen. Aber nicht psychisch, wenn er wieder in den Bereich muss. Dann wird es schließlich doch auf eine Krankschreibung raus laufen...

Hat jemand Rat?

Liebe Grüße


FdH

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Carina,

während der medizinischen Reha wird nicht abschließend über den Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) entschieden. Erst nach Vorlage des Entlassungsberichtes der medizinischen Reha wird vom zuständigen Rentenversicherungsträger über den Antag auf LTA dem Grund nach entschieden.

von
Carina

Guten morgen,

vielen Dank für die Antwort. Dann wundert mich die Aussage noch mehr.

Ich hätte noch zwei Fragen:

- wirkt sich eine Nichtkrankmeldung wirklich so negativ aus?
- ist es normal, dass bereits am zweiten Tag eine Nachsorgeberatung stattfindet?

Liebe Grüße

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Carina,

es geht vermutlich darum, ob Ihr Mann am Ende der Reha arbeitsunfähig oder arbeitsfähig entlassen wird. Da Ihr Mann bis zum Beginn der Reha arbeitsfähig war, wird er vermutlich auch arbeitsfähig aus der Reha entlassen. Dies hat aber zunächst keine konkreten Auswirkungen auf den offenen Antrag auf LTA. Im Entlassungsbericht sollte aber LTA angeregt werden.

Wann das Gespräch mit dem Sozialdienst der Klinik stattfindet, ist nicht konkret festgelegt.

von
???

Interessant zu wissen wäre, ob dieser Termin beim Sozialdienst der Klinik ist oder ob eventuell ein Reha-Fachberater der DRV einen Sprechtag dort abhält. Je nach dem haben die Aussagen in diesem Gespräch natürlich mehr oder weniger Gewicht. Der 2. Fall würde auch den frühen Termin erklären.

Ansonsten lässt sich nur sagen, dass behandelnde Ärzte/Psychologen usw. von LTA eher wenig Ahnung haben. Sie können sicher feststellen, dass der bisherige Beruf oder die letzte Arbeitsstelle nicht mehr geeignet ist. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben, also ob LTA nötig sind und ggf. welche, können sie in der Regel nicht besser beurteilen als jeder andere Laie auch. Von daher brauchen Sie sich wegen der Aussage der Psychologin erst mal keine Gedanken machen.

von
Carina

Vielen Dank für beide Antworten!

Solche Aussagen, wie die der Psychologin und auch des Arztes verunsichern extrem. Gerde auch bei psychischen Erkrankungen.

Ich gehe davon aus, dass es sich dabei um den Sozialdienst der Klinik handelt, da Aufnahmevisite dabei steht. Ich denke, ansonsten würde was anderes dabei stehen.
Ich hoffe die Reha wirdischen noch besser und bringt den gewünschten Erfolg...

Liebe Grüße

von
=//=

Ich denke mal, ein Reha-Fachberater/eine Reha-Fachberaterin der DRV hätte sich zu erkennen gegeben. Über eine evtl. anschließende LTA entscheidet die DRV bzw. der Sozialmedizinische Dienst der DRV und nicht die Ärzte oder Psychologen der Klinik.

von
Carina

Hallo,

also es war tatsächlich die Oberärztin.

Jeder Arzt dort ist allgemein der Meinung. Mehr Bewegung, dann wären seine Probleme weg. Dass er aber den ganzen Tag Bewegung hat, wird abgetan. In vier Wochen würde es ihm viel besser gehen. Auf seine tatsächlichen Probleme wird gar nicht eingegangen...

Hab mir wirklich mehr erhofft.

Liebe Grüße

von
KSC

Kann es sein dass Sie -als Außenstehende - am ersten Tag der Reha einfach viel zu ungeduldig sind?

Oder sind Sie Ärztin, dass Sie alles besser wissen und alles anzweifeln?

Vielleicht sollten Sie der Reha eine Chance geben und Ihrem Mann vielleicht auch etwas Ruhe gönnen?

Nur so eine Idee