von
medizinische Reha

Mein Antrag auf medizische Reha wurde im ersten Schritt abgelehnt (Standardverfahren?).
Nun soll ich nach meinem Widerspruch bei dem eigenen Sozialmedizinischen Diensstelle die der Rentenversicherung angehört mich einer Gesundheituntersuchung unterziehen.

Ich frage mich nur ob es da nicht ein Interessenkonflokt vorab schon gibt. Wie kann mann da ausschließen das die Ärtzte nicht befangen sind und in Sinne ihrer Arbeitgeber entscheiden/untersuchen. Müsste es da nicht eine unabhängige Stelle/Ärzte geben?

von
KSC

Könnte es nicht auch im Sinne der DRV sein, dass Ihnen - wenn nötig - die Reha gewährt wird, es Ihnen danach wieder besser geht und Sie weiter jahrelang Beiträge zahlen können und damit eine Frühberentung verhindern?

Nur mal so zum Nachdenken.

von
medizinische Reha

Ah - Ok -dann wiill ich mal an den Gutmenschen glauben - wohler wäre mir jedoch wenn ein unabhängiger Arzt/Gutachter dies entscheidet - sonst bleibt immer ein Restrisiko das meine These auch zutreffen könnte

von
W*lfgang

Zitiert von: medizinische Reha
wohler wäre mir jedoch wenn ein unabhängiger Arzt/Gutachter dies entscheidet
medizinische Reha,

haben Sie denn dem Reha-Antrag nicht ein Gutachten eines unabhängigen Arztes/Gutachters bereits beigelegt? Wenn dem so ist, hat das wohl keine große Aussagekraft zu Ihren Gunsten bewirkt ...ein schnödes Attest/die muss mal zur Reha, ist da wertlos.

Der med. Dienst der DRV wird Sie sicher unabhängig auf den Kopf stellen und Sie nach den Kriterien aus Rentensicht begutachten = Reha hilft /oder andere (ambulante) Maßnahmen /oder die ist ja noch fit.

Wenn Sie mit der nächsten Entscheidung auch nicht einverstanden sind, bleibt Ihnen noch der Klageweg - spätestens dann sollten Sie sich aber hilfreichen Rechtsrat einschlägiger Institutionen (SoVD, VdK, Fachanwalt) suchen.

Gruß
w.

von
Herz1952 - das Echte

Hallo medizinische Reha,

ich musste leider feststellen, dass ich mein "Krankheitsmanagement" selbst in die Hand nehmen muss.

Ich habe erst jetzt wieder ein Medikament gebraucht, das mir der Arzt nicht verschreiben wollte, weil er Regress-Ansprüche befürchtet hat. Das Medi war nur über das Ausland zu beziehen, weil die Firma den Vertrieb in Deutschland eingestellt hat, weil der G-BA keinen Zusatznutzen erkannte. Es hatte aber einen erheblichen Zusatznutzen, sogar nach den Richtlinien des IQWiG, das die Bewertung medizinisch vornimmt.

Ich habe die Krankenkasse angeschrieben und die Situation geschildert und mit den entsprechenden Attesten von 2 Ärzten versehen zum MDK der KK geschickt. Eine Bemerkung hat gelautet: Ich weis, dass eigentlich kein Antrag erforderlich ist, aber der Arzt hat darauf bestanden hat, da er wohl "AOK" geschädigt ist. Es handelte sich um eine Regressforderung in einem ähnlichen Fall. Er wollte mir noch ein anderes Medikament verschreiben, bei dem es nicht zu einer Q-T-c Zeitverlängerung kommen sollte, dafür aber eine Tachykardie ausgelöst werden konnte. Das konnte mein Herz aber auch nicht vertragen und ich wäre in "Teufels Küche" gekommen. (Kammerflimmern durch Tachykardie und "aus die Maus" evtl. trotz Defi.)

Nach ein paar Tagen wollte ich nachfragen bei der Post, ob mein Schreiben schon zugestellt wurde. (Einwurfeinschreiben). Da lag aber schon im Briefkasten ein Schreiben der BARMER, dass Sie die Kosten bis zum 18. Januar 2018 übernehmen und ich mich dann nochmal melden sollte.

Eigentlich ging es nur um Formsachen, wie Auslandsstatistik und Qualitätsprüfung des Medikamentes.

Das Gesundheitssystem ist "ein Staat im Staate". Es ist die Selbstverwaltung von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen. Die haben es fertiggebracht, dass den nicht einmal das Gesundheitsministerium etwas zu sagen hat. Kranke dürfen in diesem System nicht im geringsten mitbestimmen. Die Selbstverwaltung besteht auch nur aus gesunden Menschen.

Kürzlich stand in der Zeitung: 2 Drittel aller neuen Medikamente ohne Zusatznutzen (G-BA). Eine glatte Lüge durch Fehlbewertung G-BA, der für die Bewertung der Medikamente für GKV-Versicherte zuständig ist.

Es war nicht das erste Medikament mit angeblich keinem Zusatznutzen, obwohl mir mehre Ärzte versicherten es sei für mich sehr gut (und für andere auch), aber der G-BA empfand dies nicht so, denn es war ja teurer. Viele Ärzte wissen das auch, dass der G-BA falsch bewertet, trauen sich aber nicht so ein Medikament zu verschreiben, selbst wenn es einen großen Nutzen für den Patienten hat.

Ach ja, der Arzt hat Widerspruch eingelegt gegen die Regressforderung. Aber das wird wohl leider "dauern". Aber wenigstens er hat das kapiert. Anderen Ärzten geht der "Hintern" auf Grundeis. Auch deshalb, weil sie nicht einmal die offiziellen Verschreibungsregeln und das SGB V (Krankenkassenrecht mit Hinweis auf die Möglichkeiten, die Ärzte im "Einzelfall" haben. Ich bin leider nicht der einzige "Einzelfall".

In Deutschland ist überall "Gutantanamo", wo es kranke Kassenpatienten gibt, die etwas "aus der Reihe" tanzen mit ihren Krankheiten.

Wenn man dieses System kennt, dann stehen auch noch einem Glatzkopf die Haare zu Berge :-).

MfG

von
Troll

Herz 1952 = Troll + Krankenkassenhasser - Bitte ignorieren.

von
Rentensputnik

Herz1952 haben Sie einen inneren Zwang ständig Ihren Schwachsinn zu verbreiten?
Suchen Sie sich schnell einen guten Psychologen, vielleicht kommen Sie so noch um Ihre Zwangseinweisung herum?!

von
User

Zitiert von: W*lfgang

Wenn Sie mit der nächsten Entscheidung auch nicht einverstanden sind, bleibt Ihnen noch der Klageweg - spätestens dann sollten Sie sich aber hilfreichen Rechtsrat einschlägiger Institutionen (SoVD, VdK, Fachanwalt) suchen.

So wie sich "medizinische Reha" anhört, ist er/sie in jedem Fall mit der Entscheidung nicht einverstanden...

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

es stimmt zwar, dass der Sozialmedizinische Dienst der Rentenversicherung angehört, dennoch erfolgt hier eine strikte Trennung von der allgemeinen Verwaltungsarbeit und dem beratenden Dienst des Sozialmedizinischen Dienstes und es besteht hier auch kein Weisungsrecht der Verwaltung gegenüber dem Sozialmedizinischen Dienst im Einzelfall.

Insoweit wird der Arzt / die Ärztin des Sozialmedizinischen Dienstes Ihre Gesundheitsuntersuchung durchführen und anschließend eine fundierte ärztliche Beurteilung und Einschätzung abgeben. Vorgaben seitens der Verwaltung für die Gesundheitsuntersuchung wird es nicht geben. Dies würde im Fall einer späteren gerichtlichen Prüfung sicherlich auffallen. Außerdem gibt es auch für die Verwaltung keinen Grund speziell Ihnen keine Reha-Leistung zu bewilligen. Da ist die Verwaltung sicherlich leidenschaftslos und wird sich auf die medizinische Beurteilung des Sozialmedizinischen Dienstes stützen.

Auch wenn es schwer fällt, wäre es schön, wenn Sie Ihrem Rentenversicherungsträger in diesem Punkt das nötige Vertrauen entgegen bringen würden.

Wir drücken Ihnen die Daumen.
Ihr Experte