von
Karl-Heinz Wehner

Hallo Forum,

Ich bin während meiner beruflichen Reha schwer erkrankt und konnte deswegen im Sommer 2016 meine Umschulung zum Industriekaufmann nicht mehr fortsetzen.

Nun geht es mir nach mehr als eineinhalb Jahren Krankheit wieder soweit besser, dass ich auch lt. meinen Ärzten die Umschulung wieder fortsetzen kann. Unter der Woche hatte ich nun einen Termin bei der Rehaberatung und wollte meinen Ohren nicht trauen: Es wäre leider zu viel Zeit vergangen, ich könne die alte Umschulung "nicht so einfach, wie ich mir das vorstelle" fortsetzen. Ich müsste nun erst wieder einen Antrag auf LTA stelle und die DRV müsse erneut prüfen, ob diese mir dem Grunde nach überhaupt noch zustehen.

Muss ich wirklich dieses ganze Prozedere noch einmal von gar vorne machen? Ich dachte, eine Genehmigung "dem Grunde nach" gelte solange, bis ich einen neuen Beruf habe?

von
Heinz A.

Träum weiter süßer. Industriekaufmann ist extrem schwierig und das in Deinem Alter. Immer der selbe Troll.
Viel Spaß.

Mfg

von
Olympia

Hallo,
leider ist das so. Mir ist genau das gleiche passiert. Man hat, laut meinem Reha Berater, 3-6 Monate Zeit zum Regenerieren.
Sollte es möglich sein, bei mir war das leider nicht möglich, kann man die begonnene Umschulung fortsetzen.

Braucht man länger zur Gesundung, wird die LTA seitens der DRV abgebrochen und das ganze Procedere mit Antragstellung usw beginnt leider wieder von vorn.

Telefonische Auskunft aus Berlin bei mir damals :".... dann müssen sie uns die Belastbarkeit aber nachweisen...."

Freundliche Grüße

von
=//=

Es ist doch wohl verständlich, dass nach 1 1/2 Jahren die Umschulungsmaßnahme nicht ohne Weiteres fortgesetzt werden kann. Es kann so viel inzwischen geschehen sein, vor allem medizinisch, dass erneut geprüft werden muss, ob und welche Umschulungsmaßnahme Sinn macht.

Experten-Antwort

Hallo Karl Heinz Wehner,

auch wenn eine konkrete Maßnahme abgebrochen werden muss, heißt das nicht automatisch, dass auch das ganze LTA-Verfahren beendet ist. Dieses ist erst beendet, wenn entweder
- das Teilhabeziel der dauerhaften Eingliederung ins Erwerbsleben erreicht wurde oder
- das Verfahren formal beendet wurde, weil keine Erfolgsaussichten für die Leistungen mehr bestehen.

So lange das Verfahren noch besteht, muss der Rentenversicherungsträger eine geeignete Leistung finden, um das Teilhabeziel zu erreichen. Hierzu gehört aber ggf. auch eine neue Prüfung Ihres (nunmehr) bestehenden Leistungsvermögens.

Soweit das LTA Verfahren bereits formal beendet wurde, müsste allerdings tatsächlich ein neuer Leistungsantrag gestellt werden.

Eine abschließende Klärung werden Sie letztlich nur direkt bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger erreichen. Ich empfehle Ihnen daher, sich noch einmal mit Ihrem zuständigen Rehafachberater in Verbindung zu setzen.

von
Karl-Heinz Wehner

Hallo nochmal,

@Experte: Ich habe niemals ein Schreiben erhalten, in dem meine LTA einfach beendet werden. Mir wurde damals nur mitgeteilt, dass die Umschulung aus gesundheitlichen Gründen meinerseits durch die DRV nun beendet wird.

Jetzt kommt aber die Rehaberatung und meint, die LTA wären damit komplett eingestellt und ich müsse alles wieder von vorne beantragen.

Heute habe ich allerdings in Berlin angerufen und von dort wurde mir schon mal bestätigt, dass meine LTA "dem Grunde nach" weiterhin genehmigt ist. Allerdings kann es wirklich passieren, dass ich eine neue Arbeitserprobung machen müsse, nur der Sicherheit wegen natürlich.

von
Schorsch

Zitiert von: Karl-Heinz Wehner

Heute habe ich allerdings in Berlin angerufen und von dort wurde mir schon mal bestätigt, dass meine LTA "dem Grunde nach" weiterhin genehmigt ist. Allerdings kann es wirklich passieren, dass ich eine neue Arbeitserprobung machen müsse, nur der Sicherheit wegen natürlich.

Diese Vorgehensweise ist durchaus verständlich und jegliche Aufregung darüber unverständlich.

Umschulungsmaßnahmen kosten die Solidargemeinschaft der Beitragszahler nämlich viel Geld!

MfG