von
****

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: ****
(...)
...ich glaube, wir liegen da arg im Widerspruch - es geht nur um reine Anrechnungszeiten/Krankheit (nicht AU/Reha/LTA) nach Abs. 4.

Gruß
w.


genau W*lfgang und diese Anrechnungszeit/Krankheit = AU/Reha/ oder LTA wird nur anerkannt wenn eine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrochen wird außer zw. dem 17. bis 25 Lj.

Normale AN erhalten während einer AU Krankengeld, während des Krankengeldbezuges besteht Versicherungspflicht in der RV, erst wenn der Krankengeldanspruch endet kann ein normaler AN eine Anrechnungszeit wegen Krankheit(AU) erhalten.
Personen die ohne Anspruch auf Krankengeld versichert sind, oder von der PKV Krankentagegeld erhalten unterliegen nicht der Versicherungspflicht in der RV, diese Personen können eine Anrechnungszeit /Krankheit= AU nur unter den Voraussetzungen des §58 Abs.3 erhalten.
Wird die Antragspflichtversicherung nach §4 Abs. 3 SGB VI nicht begründet wird nach Ablauf des Krankentagegeldes auch keine Anrechnungszeit Krankheit/AU anerkannt.
Ob diese Personen noch Anspruch auf ALG1 haben nach Ablauf des Krankengeld/ oder Krankentagegeldanspruchs steht auf einem anderen Blatt.

von
Bernd Gräf

Hallo und vielen Dank.

Leider bin ich jetzt endgültig verwirrt.

Was soll ich denn nun richtigerweise tun? Pflichtversicherung? Freiwillig versichern , hier Mindestbeitrag?

Fakt ist, dass ich seit Mai 2016 krank bin und weiter krank bleibe. Meine Lohnfortzahlung endete im August 2016.

Seit August habe ich also keine Beiträge mehr zur RV gezahlt. Um diesen Mißstand zu lösen, muss ich schleunigst einen Antrag bei der RV stellen.

Ich werde in 2017 noch eine Reha machen, danach ist von einer Erwerbsminderungsrente auszugehen, evtl. befristet.

Ich möchte keinesfalls, dass ich durch einen falschen Antrag Probleme bei dem Antrag auf Erwerbsminderung oder Reha bekomme oder später Probleme oder erhebliche Nachteile bei der Altersrente.

Also was tun?

Was der pragmatischste Weg?

von
W*lfgang

Zitiert von: ****
genau W*lfgang und diese Anrechnungszeit/Krankheit = AU/Reha/ oder LTA wird nur anerkannt wenn eine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrochen wird
****,

lesen Sie bitte noch mal die Ausgangsfrage/Bernd Gräf _ist_ gesetzlich rentenversichert Beschäftigter. Ungewöhnlich, aber kommt öfter vor als Sie denken, dass sich RV-Beschäftigte privat versichert haben (im Alter mit hohen Alterseinkünften die zz. preiswerteste Alternative überhaupt, was KV angeht!).

> Bernd Gräf: Was der pragmatischste Weg?

Bis morgen früh abwarten, da erhalten Sie Expertenrat :-)

Gruß
w.
PS: das mit der reinen Krankheitsbescheinigung stimmt schon, kostet Sie vielleicht ein/zwei Rentenpunkte ohne die Antragspflichtversicherung, ist aber zunächst der billigste Weg. Als Anhaltspunkt, was Ihnen ohne Pflichtversicherung für 1 Jahr Nichtbeitragszahlung entgehen würde, sind es vielleicht 50 EUR Monatsrente ...ganz grobe Schätzung.

von
W*lfgang

Zitiert von: ****
(...)
...hmm, ****, ich werde unsicher nach 'vertieftem' Lesen der RAA - morgen gibt es die Auflösung /beginne Ihnen bereits 'ein wenig' zuzustimmen :-)

Na hoffentlich nicht so eine Wischiwaschi-Experten/in-Antwort, da sehe ich andere 'schlichte' UserInnen mit mehr Potential.

Gruß
w.

von
Werner67

Vielleicht kann ich das etwas vereinfacht zusammenfassen:

FREIWILLIGE BEITRÄGE
Vorteil: zwischen Mindest- und Höchstbeitrag in beliebiger Höhe möglich.
Nachteil: kein Schutz für den Fall des späteren Eintritts einer Erwerbsminderung
Beginn: Bei Antragstellung bis 31.03.2017 können Sie noch rückwirkend ab Ende der Lohnfortzahlung zahlen.

ANTRAGSPFLICHTVERSICHERUNG:
Vorteil: Versicherungsschutz auch für den Fall einer Erwerbsminderung, sofern Sie in den letzten 5 Jahren 36 Monate Pflichtbeiträge haben.
Nachteil: vorgeschriebene Beitragshöhe (also ziemlich teuer, wie von Ihnen schon richtig bemerkt)
Beginn: frühestens ab Antragstellung, nicht rückwirkend
Ende: wenn Sie wieder arbeitsfähig sind, maximal zahlt man für 18 Monate

ERWERBSMINDERUNGSSCHUTZ:
Sie brauchen in den letzten 5 Jahren vor der Erwerbsminderung 18 Monate Pflichtbeiträge. D.h. im Umkehrschluss, dass Sie sich im 5-Jahres-Zeitraum 24 Monate "Lücke" erlauben können, in der Sie nichts zahlen oder freiwillig versichert sind.
Wenn die Lohnfortzahlung bis August 2016 ging, sind Sie also bis Juli 2018 versichert.
Spätestens dann sollten Sie einen Antrag auf Pflichtversicherung stellen.
Bis dahin können Sie z.B. freiwillige Beiträge zahlen oder auch gar nichts.

Ich hoffe, das hat geholfen.

von
Werner67

Zitiert von: Werner67

ERWERBSMINDERUNGSSCHUTZ:
Sie brauchen in den letzten 5 Jahren vor der Erwerbsminderung 18 Monate Pflichtbeiträge.

Entschuldigung, Schreibfehler:
Sie brauchen in den letzten 5 Jahren vor der Erwerbsminderung 36 Monate Pflichtbeiträge.

von
Bernd Gräf

Hallo. Super!

Das ist mal eine Antwort!

Dann zahle ich im Moment gerne die freiwilligen Beiträge und dann 'wenn es Zeit ist' die Pflichtbeiträge.

von
Katha

Hallo W*lfgang,
leider muss ich Ihnen widersprechen bzw. Ihre Zweifel "nähren":

Gerade für den Personenkreis der rentenversicherungspflichtigen Beschäftigten, die nicht in der gesetzlichen KV versichert sind ist § 58 Abs.3 SGB VI einschlägig:

"R4 Besonderheiten bei Versicherten, die nicht oder ohne Anspruch auf Krankengeld in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren beziehungsweise die ausgesteuert wurden (Absatz 3)

In § 58 Abs. 3 SGB VI ist geregelt, dass Zeiten der Arbeitsunfähigkeit oder Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben bei Versicherten, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung oder zwar in der gesetzlichen Krankenversicherung aber ohne Anspruch auf Krankengeld versichert waren, nur Anrechnungszeiten sind, wenn für diese Zeiten, längstens für 18 Monate, Beiträge in einer bestimmten Höhe gezahlt worden sind. Die Regelung findet auf Sachverhalte Anwendung, die ab 01.01.1998 zurückgelegt sind. "

Hier entstehen keine Anrechnungszeiten. Es bleibt also nur freiwillige Beitragszahlung oder teuere Antragspflichtversicherung.

@Bernd Gräfe
Unbedingt individuell beraten lassen.

von
****

Hallo Bernd Gräf

Zitat "Ich werde in 2017 noch eine Reha machen, danach ist von einer Erwerbsminderungsrente auszugehen, evtl. befristet."

Ich bin mit den Zahlungsbedingungen für Krankentagegeld der PKV nicht vertraut, wird dieses auch während einer Reha gezahlt?

von
Bernd Gräf

Hallo. Das kommt drauf an wer der Träger der Reha ist. Zahlt die Reha die PKV zahlt diese auch weiterhin Krankentagegeld, zahlt die DRV die Reha, erhalte ich für diese Zeit Übergangsgeld. So hat man es mir erklärt....

von
****

Hallo Bernd Gräf,

wenn ich mir dazu den § 20 SGB 6 anschaue habe ich da begründete Zweifel, aber dazu soll sich jemand äußern der von Ü- Geld mehr versteht.
Siehe aber auch selbst -
http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_20R0&id=§ 20 Anspruch auf Übergangsgeld 5 196
Weiterhin gute Besserung

von
W*lfgang

Zitiert von: Katha
(...)
Katha,

vielen Dank für die Ergänzung! Ich war mir schon bei ****'s Hinweis sicher, ich liege falsch/hatte nur die 'Normalversicherten' auf dem Plan. Sorry dafür an Bernd Gräf für die vorschnelle/unzutreffende Beurteilung.

Gruß
w.