von
Hans-Georg

Meine Frage an die Experten und Wissenden hier im Forum?

Sachverhalt: Ende April 2017 habe ich meinen Termin in einer Beratungsstelle der DRV für die Beantragung der Altersrente für besonders langjährige Versicherte. Rentenbeginn mit 63 Jahren + 4 Monate zum 1. September 2017. Bis einschl. 31. August 2017 beziehe ich noch mein ATZ Gehalt incl. der Aufstockungsleistungen, seitens meines Arbeitgebers in der jetzigen Freistellungsphase.

Alle Unterlagen sind komplett, einschl. des Versicherungsverlaufes, d. h. keine unvollständigen offenen Fragen, auch was die KVdR angeht, da ich in einer gesetzl. KV versichert war.

Was das Formular "R0250" betrifft, nahm ich Kontakt zur Personalstelle meines AG auf, die mir telefonisch die Auskunft gab, das es kein Problem sei, dieses Formular entsprechend auszufüllen, bzw. die Bescheinigungen über die Bezüge von 01/17-08/17. Deshalb soll ich vorbeikommen und könnte diese Bescheinigungen ausgefüllt zur DRV Stelle mitnehmen, da ja meine Bezüge bis zum 31. August 2017 gleich blieben. Ich weiß zwar das es eine Erhöhung für die letzten 3 Monate von 2 Prozent gibt, das dürfte sich meiner Meinung nach höchstens um ein paar Cent hinter der Kommastelle auswirken, wenn überhaupt.

Jetzt zur entscheidenden Schlussfrage: Macht es Sinn, gleich mit vollständigen Unterlagen, wie dem Formular R0250 zu erscheinen? Den oder die Sachbearbeiter würde es doch entlasten, statt benötigte Unterlagen hin und her zu schicken?

Ein herzliches Danke vorab, falls jemand darauf antworten möchte.

von
Klugpuper

Der R0250 soll die Daten bis vier Monate vor Rentenbeginn anfordern. Das wären die Monate Januar bis einschließlich Mai 2017. Der Mai wird im April noch nicht abgerechnet sein, also kann Ihr Arbeitgeber noch keine Meldung abgeben.

Die Hochrechnung erfolgt durch die DRV nicht durch den Arbeitgeber.

von
Schade

Wenn der Arbeitgeber die Meldung zum 31.05.17 über seine EDV absetzt, weil Sie das mit ihm so besprochen haben, braucht es gar kein Formular R0250.

Dann sagen Sie dem Berater beim Termin ganz einfach, das das schon geregelt ist.

von
Hans-Georg

Zitiert von: Klugpuper

Der R0250 soll die Daten bis vier Monate vor Rentenbeginn anfordern. Das wären die Monate Januar bis einschließlich Mai 2017. Der Mai wird im April noch nicht abgerechnet sein, also kann Ihr Arbeitgeber noch keine Meldung abgeben.

Die Hochrechnung erfolgt durch die DRV nicht durch den Arbeitgeber.

@Klugpuper,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Genauso hatte ich es vermutet, war mir aber nicht sicher. D. h. das dieses Formular R0250 die DRV während der Bearbeitungszeit - in meinem Fall - 4 Monate an meinen Arbeitgeber schickt und alles Weitere seinen Weg nimmt. Das mit der Hochrechnung war mir bekannt und ist auch ok. Das mit den paar Cent mehr kann ich ignorieren. Wäre nur ein halber Tropfen auf den heißen Stein.

Da fällt mir noch etwas ein: Warum soll man seine Unterlagen wegen der Anrechnung der Lehrzeiten mitbringen, obwohl diese bereits im Versicherungsverlauf vermerkt wurden? Ist nur als rhetorische Frage zu verstehen. Dann packe ich mal alle Unterlagen in den Ordner und jetzt heißt es nur noch (er)überleben. Mit freundlichem Gruß

von
W*lfgang

Zitiert von: Hans-Georg
Deshalb soll ich vorbeikommen und könnte diese Bescheinigungen ausgefüllt zur DRV Stelle mitnehmen,
Hans-Georg,

der Vordruck R0250 ist kein Formular zum Ausfüllen, sondern lediglich die Aufforderung an den Arbeitgeber, bis einschließlich 4.letztem Monat vor Rentenbeginn eine 'Sofortmeldung' abzusetzen (nach Zahlungslauf im 4.letzten Monat, also keine 'Vorausbescheinigung') - dann muss die DRV nicht extra beim AG nachfragen. Der R0250 wird bei Rentenantragstellung im Bedarfsfall zur Vorlage beim AG ausgedruckt.

Größere AG machen das/die Sofortmeldung eigentlich automatisch. Erst im Rahmen des Rentenantrags entscheiden Sie, ob Sie die Hochrechnung wollen oder das tatsächliche Monatsentgelt in der Rentenberechnung haben wollen - mit den bekannten Vor- oder Nachteilen, über die Sie vorher umfassend aufgeklärt werden.

Gruß
w.

von
Rentensputnik

Hallo Hans-Georg!
Nachweise über Ihre Lehre müssen Sie bei der Antragstellung nur vorlegen, wenn diese Zeiten in Ihrem Versicherungsverlauf nicht mit "beruflicher Ausbildung" bezeichnet werden!

von
Hans-Georg

Bei sovielen freundlichen zufriedenstellenden Antworten, ist es Anstand, allen Beteiligten hiermit nochmals ein herzliches Danke zukommen zulassen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Hans-Georg,

die anderen User haben Ihnen ja schon entsprechende Antworten zu Ihrer Frage gegeben.
Danke dafür auch von uns.

Bei der Abgabe der sogenannten Gesonderten Meldung handelt es sich um ein maschinelles Verfahren. Ein Vordruck wird nicht mehr vom Arbeitgeber ausgefüllt. Der Arbeitgeber gibt die Gesonderte Meldung auf Wunsch des Versicherten frühestens mit der Entgeltabrechnung des vierten Monats vor Rentenbeginn ab.

Zeiten der Berufsausbildung werden bei der Rentenberechnung besonders bewertet. Früher wurden Pflichtbeiträge, die im Rahmen einer Berufsausbildung gezahlt wurden, jedoch nicht entsprechend gekennzeichnet. Der Rentenversicherungsträger kann also Zeiten einer Berufsausbildung nicht unbedingt erkennen. Deshalb sollten Sie Nachweise für Ihre Berufsausbildung einreichen, wenn diese Zeiten noch nicht ausdrücklich als Zeiten der Berufsausbildung in Ihrem Versicherungsverlauf gekennzeichnet sind.