von
Rente_Suchender

Guten Tag,

ich habe mal eine Frage an die Wissenden und freue mich auf eine Aufklärung.
In meinem Fall habe ich in meinem Rentenbescheid an Entgeltpunkten für Beitragszeiten ca. 68,1 Entgeltpunkte ausgewiesen bekommen.

In der Berechnung der Grundbewertung ergibt sich ein höherer Wert, ausgewiesen mit ca. 68,4 Entgeltpunkten.
Durch ein Praktikum zu Beginn des Studiums über 5 Monate wurden zunächst aus Beiträgen ca. 0,1 Entgeltpunkte errechnet, die dann in der Grundbewertung in der bekannten Weise auf 5 x 0,08 = ca. 0,4 aufgewertet wurden (wegen schulischer Ausbildung).
Da 0,1 in den gesamten Beitragszeiten ja schon enthalten sind, werden nun also 0,4 - 0,1 = 0,3 auf die 68,1 aufaddiert, was im Ergebnis die genannten 68,4 ergibt.
Dies ist lt. Definition wohl die Gesamtleistungsbewertung (da ich die sogenannte Vergleichsbewertung hier mal weglasse).

So weit ist mir eigentlich alles klar.

Nun wurde zur Berechnung meiner Rente aber der Wert 68,1 genommen und nicht der höhere Wert 68,4.

Meine Suche im Netz ergab keine Erklärung, warum es die Aufwertung von beitragspflichtigen Ausbildungsmonaten heute evtl. nicht mehr geben soll (genauer gesagt, deren Berücksichtigung für die Rente).
Auch wird im Bescheid genau der Zeitraum für das Praktikum als bewertbar angegeben (im Gegensatz zu den übrigen Ausbildungszeiten ohne Beitragszahlungen).

Ich bin am Rätseln. Ist mein Bescheid falsch ?

Viele Grüße

von
Rentenogo

Zitiert von: Rente_Suchender
Guten Tag,

ich habe mal eine Frage an die Wissenden und freue mich auf eine Aufklärung.
In meinem Fall habe ich in meinem Rentenbescheid an Entgeltpunkten für Beitragszeiten ca. 68,1 Entgeltpunkte ausgewiesen bekommen.

In der Berechnung der Grundbewertung ergibt sich ein höherer Wert, ausgewiesen mit ca. 68,4 Entgeltpunkten.
Durch ein Praktikum zu Beginn des Studiums über 5 Monate wurden zunächst aus Beiträgen ca. 0,1 Entgeltpunkte errechnet, die dann in der Grundbewertung in der bekannten Weise auf 5 x 0,08 = ca. 0,4 aufgewertet wurden (wegen schulischer Ausbildung).
Da 0,1 in den gesamten Beitragszeiten ja schon enthalten sind, werden nun also 0,4 - 0,1 = 0,3 auf die 68,1 aufaddiert, was im Ergebnis die genannten 68,4 ergibt.
Dies ist lt. Definition wohl die Gesamtleistungsbewertung (da ich die sogenannte Vergleichsbewertung hier mal weglasse).

So weit ist mir eigentlich alles klar.

Nun wurde zur Berechnung meiner Rente aber der Wert 68,1 genommen und nicht der höhere Wert 68,4.

Meine Suche im Netz ergab keine Erklärung, warum es die Aufwertung von beitragspflichtigen Ausbildungsmonaten heute evtl. nicht mehr geben soll (genauer gesagt, deren Berücksichtigung für die Rente).
Auch wird im Bescheid genau der Zeitraum für das Praktikum als bewertbar angegeben (im Gegensatz zu den übrigen Ausbildungszeiten ohne Beitragszahlungen).

Ich bin am Rätseln. Ist mein Bescheid falsch ?

Viele Grüße

Hallo,

die Differenz von 0,3 kannst du im Netz nicht finden. Dein Bescheid ist nicht falsch. Das Rätsel lässt sich im Handumdrehen aufglären. Nimm Dein Bescheid und begebe dich zur nächsten DRV Beratungsstelle.
Alles Gute.

Grüße

von
Werner67

Die Aufwertung auf 68,4 Entgeltpunkte ist nicht die Gesamtleistungsbewertung, sondern lediglich ein Zwischenschritt. Danach geht es noch ein Stück weiter ... Am Ende der Gesamtleistungsbewertung steht, wie viele Entgeltpunkte sie sich durchschnittlich pro Monat erarbeitet haben.
Dieser Durchschnittswert (=Gesamtleistungswert) wird z.B. benötigt zur Prüfung, ob und wie viel Zuschlag Sie für Ihre Lehrzeit bekommen und für die Bewertung von Fachschulzeiten u.ä.
Auf die Höhe der zuvor für Beitragszeiten ermittelten Entgeltpunkte hat der Gesamtleistungswert keinen Einfluss.

Viele Grüße
Werner.

von
Kaiser

Nicht immer sind die höchsten Zahlen auch die maßgeblichen!

von
Rentenuschi

Eine Rentenberechnung zu erläutern übersteigt die Möglichkeiten in einem Online-Forum ganz erheblich ;-)
Ich schließe mich dem Vorschlag an, eine Auskunfts- und Beratungsstelle aufzusuchen.

Zitiert von: Rente_Suchender

Auch wird im Bescheid genau der Zeitraum für das Praktikum als bewertbar angegeben (im Gegensatz zu den übrigen Ausbildungszeiten ohne Beitragszahlungen).

Ich bin am Rätseln. Ist mein Bescheid falsch ?

Viele Grüße

Das Praktikum wird wie eine Berufsausbildung berechnet, sofern es als solche gekennzeichnet wurde.
Für Ausbildungszeiten ohne Beitragszahlung werden (bis auf Fachschulausbildungen) keine eigenen Entgeltpunkten mehr ermittelt.

MfG

von
W*lfgang

Zitiert von: Rente_Suchender
In meinem Fall habe ich in meinem Rentenbescheid an Entgeltpunkten für Beitragszeiten ca. 68,1 Entgeltpunkte ausgewiesen bekommen.
In der Berechnung der Grundbewertung ergibt sich ein höherer Wert, ausgewiesen mit ca. 68,4 Entgeltpunkten.

Hallo Rente_Suchender,

finden sich in der Anlage "Persönliche Entgeltpunkte"/früher Anlage 6, zusätzliche EP für beitragsgeminderte Zeiten?

Zudem, gaaaanz langsam die Rentenberechnung ab Anlage 3 ff./speziell dann 'Entgeltpunkte für beitragsfreie und beitragsgeminderte Zeiten nachlesen', dann finden Sie auch die Lösung, wo 'diese' 0,3 EP Auswirkungen haben oder keine.

Wenn man sich Zeit lässt und _alles_ Zug um Zug nachliest, bleibt man nicht an individuellen Details _in_ der Rentenberechnung hängen/und fängt an zu rätseln, die auf auf das Endergebnis ggf. ohne Bedeutung sind ...

Gruß
w.

von
Jonny

In Ihrem Fall wurden vermutlich für die 5 Monate mit Pflichtbeiträgen für die Ermittlung des Gesamtleistungswertes zusätzliche Entgeltpunkte (EP) „eingespeist“. Das ist auch dann für die ersten 36 Pflichtbeiträge der Fall, wenn es sich nicht um eine nachgewiesene echte Berufsausbildung handelt. Der Wert dafür beträgt 0,0833 / Monat. Nach Abzug der tatsächlichen Entgeltpunkte für die 5 Monate ergab sich damit ein Plus von 0,3 Entgeltpunkten. Zusammen mit den echten 68,1 EP waren somit für die Ermittlung des Gesamtleistungswertes 68,4 vorhanden. Letztlich dürfte sich ein ziemlich hoher Wert ergeben haben. Auf 75 % dieses Wertes - begrenzt auf 0,0625 EP / Monat (nicht 0,0833) werden aber nur Zeiten einer nachgewiesenen echten Berufsausbildung angehoben, nicht die niedrigen Pflichtbeiträge während eines Praktikums.

Experten-Antwort

Den Vorschlägen, wonach Sie sich unter Vorlage Ihres Rentenbescheides bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle persönlich beraten lassen sollen, schließen wir uns an.

von
Rente_Suchender

Hallo zusammen,

vielen Dank für die soweit schon gegebenen Antworten.

@Rentenego:
die Differenz 0,3 bezieht sich nur auf meine persönlichen Daten, kann somit natürlich nicht im Netz gefunden werden.

@Werner:
die durchschnittlichen Entgeltpunkte liegen bei mir bei ca. 0,15. Der Rechenwert 0,15 x 5 Monate = 0,75 müsste dann aber noch gedeckelt werden auf 0,0625 x 5 = 0,31 (siehe Antwort von Jonny).

@Rentenuschi:
klar, aber meine Hoffnung war, dass es im Forum als gezielte und beantwortbare Einzelfrage verstanden wird.
Eine Kennzeichnung des Praktikums als Berufsausbildung ist im Bescheid nicht erkennbar (sehe ich jedenfalls so). Das ist wohl der entscheidende Punkt.

@Wolfgang:
Die EP für beitragsgeminderte Zeiten sind so minimal (0,02), dass ich sie hier weggelassen habe. Es geht um die Pflichtbeitragszeiten für die berufliche Ausbildung.

@Jonny:
Ihre Antwort bringt es wohl auf den Punkt und deckt sich mit den Ausführungen in einer Broschüre der DRV, die ich jetzt noch gefunden habe. Dort gibt es ein Kapitel mit der Überschrift: "Höherbewertung der Pflichtbeiträge während einer Berufsausbildung".
Dort steht u.a.: "Ab 2009 werden nur noch Zeiten einer tatsächlichen Berufsausbildung höher bewertet".

Diese Höherbewertung wurde mir also nicht angerechnet. Mein Praktikum war damals aber nicht für "irgendwas", sondern es war ein vorgeschriebenes Pflichtpraktikum für das Studium (Maschinenbau). Ohne das Praktikum hätte ich das Studium und somit die Berufsausbildung gar nicht machen können. Dass das Praktikum zur Hochschulausbildung gehörte, war der DRV bekannt.

Die Frage jetzt lautet also:
Warum stuft die DRV ein berufliches Pflichtpraktikum nicht als "tatsächliche Berufsausbildung" ein ?

Viele Grüße
Uwe

von
senf-dazu

also gehört das Praktikum eher zum Studium?
Diese Zeiten werden aber inzwischen auch nicht mehr bewertet ...
Wenn das Pflichtpraktikum bezahlt wurde und auch Sozialbeiträge geflosen sind, mag das anders aussehen.

Experten-Antwort

Das Pflichtpraktikum ist keine Zeit der beruflichen Ausbildung.

von
Jonny

Zitiert von: Experte/in
Das Pflichtpraktikum ist keine Zeit der beruflichen Ausbildung.

Das sieht nach diesen Arbeitsanweisungen zu § 54 und § 48 Anlage 1 aber anders aus
SGB6_54 R3.1 Seite 7 oben
Zeiten aufgrund einer tatsächlichen Berufsausbildung liegen zum Beispiel in folgenden Fällen vor:
– Die Ausbildung erfolgt im Rahmen eines Berufspraktikums (vergleiche Anlage der GRA zu § 48 SGB VI unter dem Stichwort „Praktikanten“).

SGB6_48 Anl1.
Bei Praktikanten liegt Ausbildung vor, wenn
– die für den Beruf beziehungsweise für einen schulisch-theoretischen Ausbildungsgang maßgebenden Ausbildungsbestimmungen die Praktikantenzeit zwingend vorschreiben (Praktikum im Rahmen der Ausbildung) oder
– die für einen anschließenden Ausbildungsgang in Aussicht genommene Ausbildungsstätte eine Vorpraktikantenzeit verlangt, wünscht oder empfiehlt (Vorpraktikum).

Empfiehlt eine Hochschule im Rahmen eines Studiums konkret ein Praktikum im In- oder Ausland oder wünscht sie konkret ein solches, ist dies als ein „Praktikum im Rahmen der Ausbildung“ ebenfalls anerkennungsfähig.

von
Rentenuschi

Zitiert von: Rente_Suchender

Die Frage jetzt lautet also:
Warum stuft die DRV ein berufliches Pflichtpraktikum nicht als "tatsächliche Berufsausbildung" ein ?

Weil die nicht wissen, dass es ein Praktikum war. Die Zeit wird nämlich vom Arbeitgeber als normale Beschäftigung gemeldet.
Manchmal erkennt man Praktika im Versicherungsverlauf leicht (z.B. nach einer Fachschulausbildung zum Erzieher) und fragt dann nach.
Werden während eines Studiums Beiträge gemeldet, ist es meistens einfach ein Nebenjob.

Dafür gibt es die Frage nach der Berufsausbildung in den Formularen zur Kontenklärung und im Rentenantrag ;-)

Zitiert von: Experte/in
Das Pflichtpraktikum ist keine Zeit der beruflichen Ausbildung.

Ähm...doch!

Und noch als Ergänzung aus der RAA zu § 48 SGB VI:

Zitiert von:
Darüber hinaus ist Ausbildung im Sinne des § 48 SGB VI gegeben, wenn sich ein sogenanntes Anerkennungspraktikum an den Schulbesuch oder den Besuch einer Berufsfachschule anschließt und dies für den Erwerb der Fachhochschulreife oder den vollwertigen Abschluss der Ausbildung erforderlich ist.

MfG

von
W*lfgang

Zitiert von: Rente_Suchender
Hallo zusammen,

vielen Dank für die soweit schon gegebenen Antworten.

@Rentenego:
die Differenz 0,3 bezieht sich nur auf meine persönlichen Daten, kann somit natürlich nicht im Netz gefunden werden.

@Werner:
die durchschnittlichen Entgeltpunkte liegen bei mir bei ca. 0,15. Der Rechenwert 0,15 x 5 Monate = 0,75 müsste dann aber noch gedeckelt werden auf 0,0625 x 5 = 0,31 (siehe Antwort von Jonny).

@Rentenuschi:
klar, aber meine Hoffnung war, dass es im Forum als gezielte und beantwortbare Einzelfrage verstanden wird.
Eine Kennzeichnung des Praktikums als Berufsausbildung ist im Bescheid nicht erkennbar (sehe ich jedenfalls so). Das ist wohl der entscheidende Punkt.

@Wolfgang:
Die EP für beitragsgeminderte Zeiten sind so minimal (0,02), dass ich sie hier weggelassen habe. Es geht um die Pflichtbeitragszeiten für die berufliche Ausbildung.

@Jonny:
Ihre Antwort bringt es wohl auf den Punkt und deckt sich mit den Ausführungen in einer Broschüre der DRV, die ich jetzt noch gefunden habe. Dort gibt es ein Kapitel mit der Überschrift: "Höherbewertung der Pflichtbeiträge während einer Berufsausbildung".
Dort steht u.a.: "Ab 2009 werden nur noch Zeiten einer tatsächlichen Berufsausbildung höher bewertet".

Diese Höherbewertung wurde mir also nicht angerechnet. Mein Praktikum war damals aber nicht für "irgendwas", sondern es war ein vorgeschriebenes Pflichtpraktikum für das Studium (Maschinenbau). Ohne das Praktikum hätte ich das Studium und somit die Berufsausbildung gar nicht machen können. Dass das Praktikum zur Hochschulausbildung gehörte, war der DRV bekannt.

Die Frage jetzt lautet also:
Warum stuft die DRV ein berufliches Pflichtpraktikum nicht als "tatsächliche Berufsausbildung" ein ?

Viele Grüße
Uwe

Hallo Uwe,

Ihre Frage bleibt weiterhin 'dubios' - ein Blick in die Berechnungsanlagen/Erläuterung in der nächsten Beratungsstelle, schafft mehr Klarheit, statt hier spekulativ Ihrer Frage folgen zu müssen ...was meint der eigentlich genau/wo hängt der nun fest im Dschungel der Gesamtleistungsbewertung - und nunmehr noch Fragen zur Berufsausbildung /vorgeschriebenes(?) /nicht vorgeschriebenes Praktikum ;-)

Uwe, weitere Spekulationen erübrigen sich, ohne Detailkenntnisse. Und - wie erwähnt - es geht schneller vor Ort, als das hier ein Dutzend 'Spekulanten' weiterhin versuchen herauszufinden, wo genau Ihre individuelle Frage zur Antwort führen könnte ...

Gruß
w.

von
Jässas*mariah

Zitiert von: Experte/in
Das Pflichtpraktikum ist keine Zeit der beruflichen Ausbildung.

Kann es sein, dass das Rentenrecht mittlerweile so komplex und unübersichtlich geworden ist, als dass selbst die DRV Mitarbeiter größte Probleme haben, es mit Rechtssicherheit anzuwenden? Zumindest steht die Expertenmeinung hier diametral im Gegensatz zur gleichnamigen Arbeitsanweisung...

von
Rentenuschi

Zitiert von: Jässas*mariah

Kann es sein, dass das Rentenrecht mittlerweile so komplex und unübersichtlich geworden ist, als dass selbst die DRV Mitarbeiter größte Probleme haben, es mit Rechtssicherheit anzuwenden?

Kann nicht verstehen, warum die beiden Antworten, die genau das bestätigt haben, gelöscht wurden.

"Größte Probleme" ist übertrieben, aber ja... es kann nicht mehr jede Auskunft ohne Blick ins Gesetz oder die RAA erteilt werden.

Bestes Beispiel: Rentenbeginn... konnte man früher an 2 Fingern abzählen. Heute braucht man lange Tabellen oder besser den Computer um den frühestmöglichen RB und die möglichen Abschläge auszurechnen.

Noch ein schönes Beispiel für immer komplizierter werdende Gesetze sind die Kindererziehunsgzeiten:

bis Ende 1991 : 1 Jahr KEZ

ab 1992: 1 Jahr KEZ für vor 92 geborene Kinder, 3 Jahre für nach 92 geborene Kinder und 10 Jahre BÜZ

ab 2014: 2. Jahr KEZ, bzw. Zuschlag an Entgeltpunkten (für Rentenbezieher) für vor 92 geborene Kinder, 3 Jahre für nach 92 geborene Kinder und 10 Jahre BÜZ

ab 2019?: 2. Jahr KEZ, bzw. Zuschlag an Entgeltpunkten (für Rentenbezieher) für vor 92 geborene Kinder, 3 Jahre KEZ. bzw. Zuschlag an Entgeltpunkten (für Rentenbezieher) bei 3 Kindern und mehr, 3 Jahre für nach 92 geborene Kinder und 10 Jahre BÜZ

Ist jetzt etwas weit vom Ursprungsthema weg, macht aber nachvollziehbar, dass Fehler eben passieren können.

MfG

von
Nils Holger Son

Zitiert von: Rentenuschi
Zitiert von: Jässas*mariah

Kann es sein, dass das Rentenrecht mittlerweile so komplex und unübersichtlich geworden ist, als dass selbst die DRV Mitarbeiter größte Probleme haben, es mit Rechtssicherheit anzuwenden?

Kann nicht verstehen, warum die beiden Antworten, die genau das bestätigt haben, gelöscht wurden.

"Größte Probleme" ist übertrieben, aber ja... es kann nicht mehr jede Auskunft ohne Blick ins Gesetz oder die RAA erteilt werden.

Bestes Beispiel: Rentenbeginn... konnte man früher an 2 Fingern abzählen. Heute braucht man lange Tabellen oder besser den Computer um den frühestmöglichen RB und die möglichen Abschläge auszurechnen.

Noch ein schönes Beispiel für immer komplizierter werdende Gesetze sind die Kindererziehunsgzeiten:

bis Ende 1991 : 1 Jahr KEZ

ab 1992: 1 Jahr KEZ für vor 92 geborene Kinder, 3 Jahre für nach 92 geborene Kinder und 10 Jahre BÜZ

ab 2014: 2. Jahr KEZ, bzw. Zuschlag an Entgeltpunkten (für Rentenbezieher) für vor 92 geborene Kinder, 3 Jahre für nach 92 geborene Kinder und 10 Jahre BÜZ

ab 2019?: 2. Jahr KEZ, bzw. Zuschlag an Entgeltpunkten (für Rentenbezieher) für vor 92 geborene Kinder, 3 Jahre KEZ. bzw. Zuschlag an Entgeltpunkten (für Rentenbezieher) bei 3 Kindern und mehr, 3 Jahre für nach 92 geborene Kinder und 10 Jahre BÜZ

Ist jetzt etwas weit vom Ursprungsthema weg, macht aber nachvollziehbar, dass Fehler eben passieren können.

MfG

Seltsames Löschverhalten, in der Tat.

von
Fastrentner

Die Löschung der Beiträge, die durchaus erklärten, warum der einzelne Sachbearbeiter oder Berater nicht alles direkt erläutern kann, weil das Rentenrecht immer umfangreicher wird, gleicht einer Zensur.
Die Administratoren wären gut beraten, derartige Löschungen zu unterlassen oder diese zumindest zu begründen.
Mit Löschung nach Gutsherrenart macht sich dieses Forum unglaubwürdig.

von
DRv

Zitiert von: Fastrentner
Die Löschung der Beiträge, die durchaus erklärten, warum der einzelne Sachbearbeiter oder Berater nicht alles direkt erläutern kann, weil das Rentenrecht immer umfangreicher wird, gleicht einer Zensur.
Die Administratoren wären gut beraten, derartige Löschungen zu unterlassen oder diese zumindest zu begründen.
Mit Löschung nach Gutsherrenart macht sich dieses Forum unglaubwürdig.

Wenn hier schon gelöscht wird, dann besser offensichtlich falsche Antworten des Experten und nicht erläuternde, korrekte Beiträge der User.
Beschämend dieses Löschverhalten. Was denken sich die Administratoren bei solchen Aktionen?

von
Sozial

Zitiert von: DRv
Zitiert von: Fastrentner
Die Löschung der Beiträge, die durchaus erklärten, warum der einzelne Sachbearbeiter oder Berater nicht alles direkt erläutern kann, weil das Rentenrecht immer umfangreicher wird, gleicht einer Zensur.
Die Administratoren wären gut beraten, derartige Löschungen zu unterlassen oder diese zumindest zu begründen.
Mit Löschung nach Gutsherrenart macht sich dieses Forum unglaubwürdig.

Wenn hier schon gelöscht wird, dann besser offensichtlich falsche Antworten des Experten und nicht erläuternde, korrekte Beiträge der User.
Beschämend dieses Löschverhalten. Was denken sich die Administratoren bei solchen Aktionen?

Das Frage ich mich auch. Es wird einfach vom Bauch heraus Beiträge gelöscht oder geschlossen. Seit heute sehe ich nur noch global die Beiträge. Dieses Forum kann man ab jetzt in den Mond schiessen.
Bin weg.

Mfg