von
Rudi Ratlos

Guten Tag,

nach fast über 48 Jahren Beitragszahlung habe ich im vorigen Jahr die Rente mit 63 in Anspruch nehmen können.
Im Rentenbescheid stand, dass jährlich zum 1. Juli der Hinzuverdienst überprüft wird.

Wo melde ich den Hinzuverdienst, der monatlich unter 200 € liegt (und damit auch im prognostizierten Rahmen bei der Antragstellung) an?
Bekomme ich dazu noch eine Aufforderung seitens der RV?

Danke für sachkundige Hinweise!

von
Fortitude one

Zitiert von: Rudi Ratlos
Guten Tag,

nach fast über 48 Jahren Beitragszahlung habe ich im vorigen Jahr die Rente mit 63 in Anspruch nehmen können.
Im Rentenbescheid stand, dass jährlich zum 1. Juli der Hinzuverdienst überprüft wird.

Wo melde ich den Hinzuverdienst, der monatlich unter 200 € liegt (und damit auch im prognostizierten Rahmen bei der Antragstellung) an?
Bekomme ich dazu noch eine Aufforderung seitens der RV?

Danke für sachkundige Hinweise!

Hallo Rudi Ratlos,

im ersten Moment macht es mich traurig, dass Sie nach fast 48 Jahren Beitragszahlung noch hinzuverdienen müssen. Wenn es sich um Ihre Regelaltersrente handelt, dann können Sie soviel hinzuverdienen wie Sie lustig sind und wenn nicht, würde ich bei diesem kleinen Hinzuverdienst an Ihrer Stelle niemanden sagen.
Genießen Sie Ihre Rente.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
W*lfgang

Hallo Rudi Ratlos,

bei nur Minijob-Einkünften ist der Hinzuverdienst bedeutungslos, eine weitere 'Anzeige' dieser geringen/zulässigen Einkünfte ist nicht erforderlich.

Die 'Prognose' an sich für 2019 wurde doch bereits mit dem Rentenantrag mit Vordruck R0230 abgefragt/zumindest bei Rentenantrag/-beginn ab 01.07.2017 - wenn nicht, auch nicht schlimm/es kann nichts passieren. Die nächste Prognose dürfen Sie dann wohl für 2020 abgeben ...wie die Abfrage/das Verfahren dazu läuft: keine Ahnung ...wir sind noch in 2018.

Als DRV würde ich explizit auf zusätzliche Prognosen dann verzichten, wenn die erwarteten Einkünfte eh im anrechnungsfreien Bereich/bis 6300 EUR liegen - alles andere wäre zusätzliche/überflüssiger Verwaltungsaufwand. Ihr (un)zulässiges Beschäftigungseinkommen landet eh in Ihrem Rentenkonto.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Rudi Ratlos,

im Rahmen der Rentenantragstellung wurde von Ihrer Seite eine Prognose zur Höhe des Hinzuverdienstes abgegeben. Insofern beziehen Sie bei Einkünften aus einem Minijob die volle Altersrente. Im Rahmen der Rentenanpassung zum 01.07. erfolgt die Prüfung, ob der Hinzuverdienst im vergangenen Kalenderjahr innerhalb der zulässigen Grenze von 6300 EUR gelegen hat. Dies kann der Rentenversicherungsträger anhand der Höhe des übermittelten Entgeltes feststellen oder es wird eine entsprechende Anfrage an den Arbeitgeber gestellt.

Sofern Sie weiterhin im Minijobbereich tätig sind, werden die 6300 EUR Hinzuverdienst nicht überschritten und es sind weiterhin die Voraussetzungen für den vollen Altersrentenbezug gegeben.