von
Hans

Hallo,
ich bin 56 Jahre zur Zeit in einer Vollbeschäftigung mit 35 Stunden, bei einem Arbeitgeber seit mehr als 35 Jahren in ungekündigter Position.

Aus gesundheitlichen Gründen schaffe ich die 35 Stunden eigentlich nicht mehr und würde gerne von 5 Tage auf 4 Tage zurück gehen und damit dann 28 Stunden machen. Welche finanziellen Auswirkungen hat das auf die zukünftige Rentenansprüche ?

Über eine kurze Information würde ich mich sehr freuen.

von
Im Glück

Kurze und kanppe Information. Die Rentenansprüche wären viel weniger. Bitte überlegen Sie sich das ganz genau.

von
Silvia

Hallo Hans

Für die Zukunft könnten da noch mehr Auswirkungen als die rentenrechtlichen anhängig werden!

Falls sich Ihr Gesundheitszustand, auch nach der reduzierten Zeit, nicht stabilisieren würde und sich daraus für Sie längere Kranken-/AU-Zeiten zwangsläufig ergäben, würde das Krankengeld auch nur nach der aktuellen gekürzten Arbeitszeit bemessen.

Ebenso auch mögliche Ansprüche bei der AfA bzgl. der Nahtlosigkeitsregelung oder gar einer Arbeitslosigkeit.

Überlegen Sie eine Arbeitszeitverkürzung auf Dauer gut!

Vielleicht könnte Ihnen eine Rehabilitationsmaßnahme helfen, den angeschlagenen Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit wieder etwas zu stabiliseren/verbessern.

Ggf. wäre eine Arbeitsplatzumgestaltung, mit einem für Sie günstigerem und Ihrem Gesundheitzustand angepassterem Arbeitsumfeld im Betrieb möglich?

Gruß Silvia

von
Galgenhumor

Hallo Hans,

lassen Sie sich nicht verunsichern: viel weniger ist relativ:
wenn Sie einen Tag weniger in der Woche arbeiten; das heisst ja bei Ihnen 80% der wöchentlichen Normalarbeitzeit, werden Sie ja auch 80% des Gehaltes erzielen.
Insofern werden jetzt lediglich Beiträge von 80% des aktuellen Gehaltes gezahlt. Beispiel:
vorher haben sie pro Jahr z.B. 1 Entgeltpunkt erwirtschaftet; jetzt wären es nur 0,8 Entgeltpunkte : seit dem 01.07.2017 bringt 1 Entgeltpunkt West Brutto 31,03 EUR --> 80% hiervon 24,82 EUR Differenz 6,21 EUR
ob dies viel weniger ist bleibt ihre Entscheidung

von
Fortitude one

Hallo Hans,

der User Silvia hat Ihnen alles wichtige mitgeteilt, dem ich nur voll zustimmen kann. Wenn man merkt, dass es gesundheitlich nicht mehr geht, lönnten Sie auch früher in Rente gehen. Sie sind Jahrgang 1961. Regelaltersrente wäre dann 66 Jahre und 6 Monate. Mit einem GdB 50 könnten Sie mit 64 Jahre und 6 Monate ohne Abschläge gehen. Und mit 10,8% Abschläge mit 61 Jahre und 6 Monate. Die 35 Versicherungsjahre/Wartezeiten haben Sie ja bereits erfüllt.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.