von
Gernod

Meine Frage : Nach meiner Scheidung wurde der gesetzliche Versorgungsausgleich durchgeführt, was zu einer Übertragung von Rentenanwartschaften auf meine Ex-Ehefrau führte. Nach Gesetz kann ich diese Rentenkürzung bei meiner Rente jedoch durch Sonderbeiträge wieder ausgleichen. Die Frage nun : Sind diese Sonderbeiträge steuerlich absetzbar und wenn ja, in welcher Form? Vielen Dank. Gernod

von
Schade

Das sollten Sie bei Ihrem Steuerberater bzw. beim Finanzamt erfragen!

Wie man Wurst herstellt erfragen Sie doch auch nicht beim Bäcker, oder?

von
Herz1952

Googeln Sie mal "Sonderausgaben" "Außergewöhnliche Belastungen" im Einkommensteuergesetz.

von
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Selbst gezahlt Beiträge an die GRV können als Sonderausgaben bis zu einem Höchstbetrag von 22172.- E für Ledige und 44344.- E für Verheiratete bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden.

Ob und wie sich diese Nachzahlung ( ggf. verteilt über mehrere Jahre ) bei Ihnen in der Berechnung der Einkommensteuer auswirkt, kann ihnen nur ein Steuerberater oder das FA sagen.

von
Reuters

Hallo

hier die Antwort des Experten aus dem Jahr 2010

3. Bei den von Ihnen eventuell zu zahlenden Beitragen handelt es sich nicht um Pflicht –oder freiwillige Beiträge im Sinne des SGB VI. Sie gelten auch nicht für einen bestimmten Monat als gezahlt.
Steuerlich ist nach unserer Kenntnis unbestritten, dass auf Antrag diese Beiträge als Sonderausgaben nach § 10 Abs. 1 Nr. 2a sowie Abs. 3 Einkommenssteuergesetz bis zu den festgelegten Höchstbeträgen geltend gemacht werden können. Strittig ist jedoch, ob sie über die Höchstbeträge hinaus als Werbekosten anzurechnen sind. Dazu erlauben wir uns, Ihnen einen Link zu einem Verfahren vor dem Bundesfinanzhof einzufügen ( http://www.steuer-spar-berater.de/?menuID=264&navID=297&softlinkID=13110&softCache=true ).
Zur näheren Klärung bitten wir Sie jedoch, sich mit Ihrem Steuerberater in Verbindung zu setzen, da wir als Rentenversicherungsträger Ihnen zur steuerlichen Betrachtung keine weiterführenden Erläuterungen abgeben können.

und hier noch weitere Infos aus dem Internet
2.2. Arten der Beitragsleistungen

Im Jahr der Zahlung (Abflussprinzip des § 11 Abs. 2 EStG) sind u.a. folgende Beiträge zu berücksichtigen:
Pflichtbeiträge aufgrund einer abhängigen Beschäftigung;
Pflichtbeiträge aufgrund einer selbstständigen Tätigkeit;
freiwillige Beiträge;
Nachzahlungen von freiwilligen Beiträgen;
freiwillige Zahlungen von Beiträgen zum Ausgleich einer Rentenminderung (bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Altersrente);
freiwillige Zahlungen von Beiträgen zum Auffüllen von Rentenanwartschaften, die durch den Versorgungsausgleich gemindert worden sind (§ 187 SGB VI; » Scheidung);
Abfindung von Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung (§ 187b SGB VI).

Passend zum Weltverbrauchertag noch der Hinweis: Ungeachtet von der für Sie sicherlich wichtigen steuerlichen Komponente, durch die anhaltende Finanzkrise sind die Konditionen für private Altersvorsorgeprodukte derzeit nicht mehr so renditeträchtig (s. hierzu entsprechende Veröffentlichungen auf ihre Vorsorge.de), dass sich eine Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung insbesondere für rentennahe Jahrgänge rechnen kann.
Sie brauche grds. rund 20 Jahre Rentenbezug, damit sie den eingezahlten Betrag wieder herausbekommen.
Wichtig: Dies jedoch ohne Berücksichtigung der Rentenerhöhungen und auch ohne die Berücksichtigung von steuerlichen Gesichtspunkten (sowohl was die Steuerersparnis im Jahr der Beitragszahlung als auch die Versteuerung der Rente betrifft). Lohnender ist die Ausgleichszahlung auch wenn sie einen Anspruch auf Beitragszuschuss zur privaten Krankenversicherung haben.

von Experte/in Experten-Antwort

In welcher Höhe Sonderausgaben steuerrechtlich geltend gemacht werden können sind Beratungen zum Einkommenssteuergesetz. Diese Fragen können nicht von der Deutschen Rentenversicherung beantwortet werden. Bitte wenden Sie sich an einen Steuerberater oder den Lohnsteuerhilfeverein in Ihrer Nähe.

von
Gernod

Hallo,

vielen herzlichen Dank für die qualifizierten Antworten. VG Gernod

Zitiert von:

Hallo

hier die Antwort des Experten aus dem Jahr 2010

3. Bei den von Ihnen eventuell zu zahlenden Beitragen handelt es sich nicht um Pflicht –oder freiwillige Beiträge im Sinne des SGB VI. Sie gelten auch nicht für einen bestimmten Monat als gezahlt.
Steuerlich ist nach unserer Kenntnis unbestritten, dass auf Antrag diese Beiträge als Sonderausgaben nach § 10 Abs. 1 Nr. 2a sowie Abs. 3 Einkommenssteuergesetz bis zu den festgelegten Höchstbeträgen geltend gemacht werden können. Strittig ist jedoch, ob sie über die Höchstbeträge hinaus als Werbekosten anzurechnen sind. Dazu erlauben wir uns, Ihnen einen Link zu einem Verfahren vor dem Bundesfinanzhof einzufügen ( http://www.steuer-spar-berater.de/?menuID=264&navID=297&softlinkID=13110&softCache=true ).
Zur näheren Klärung bitten wir Sie jedoch, sich mit Ihrem Steuerberater in Verbindung zu setzen, da wir als Rentenversicherungsträger Ihnen zur steuerlichen Betrachtung keine weiterführenden Erläuterungen abgeben können.

und hier noch weitere Infos aus dem Internet
2.2. Arten der Beitragsleistungen

Im Jahr der Zahlung (Abflussprinzip des § 11 Abs. 2 EStG) sind u.a. folgende Beiträge zu berücksichtigen:
Pflichtbeiträge aufgrund einer abhängigen Beschäftigung;
Pflichtbeiträge aufgrund einer selbstständigen Tätigkeit;
freiwillige Beiträge;
Nachzahlungen von freiwilligen Beiträgen;
freiwillige Zahlungen von Beiträgen zum Ausgleich einer Rentenminderung (bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Altersrente);
freiwillige Zahlungen von Beiträgen zum Auffüllen von Rentenanwartschaften, die durch den Versorgungsausgleich gemindert worden sind (§ 187 SGB VI; » Scheidung);
Abfindung von Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung (§ 187b SGB VI).

Passend zum Weltverbrauchertag noch der Hinweis: Ungeachtet von der für Sie sicherlich wichtigen steuerlichen Komponente, durch die anhaltende Finanzkrise sind die Konditionen für private Altersvorsorgeprodukte derzeit nicht mehr so renditeträchtig (s. hierzu entsprechende Veröffentlichungen auf ihre Vorsorge.de), dass sich eine Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung insbesondere für rentennahe Jahrgänge rechnen kann.
Sie brauche grds. rund 20 Jahre Rentenbezug, damit sie den eingezahlten Betrag wieder herausbekommen.
Wichtig: Dies jedoch ohne Berücksichtigung der Rentenerhöhungen und auch ohne die Berücksichtigung von steuerlichen Gesichtspunkten (sowohl was die Steuerersparnis im Jahr der Beitragszahlung als auch die Versteuerung der Rente betrifft). Lohnender ist die Ausgleichszahlung auch wenn sie einen Anspruch auf Beitragszuschuss zur privaten Krankenversicherung haben.