von
Fabian

Hi @ all,

zur Zeit habe ich eine Frage zu meinen Riesterversicherungen. Ich habe eine fondsgebundene Riesterversicherung im Jahr 2009 abgeschlossen. 2012 wollte ich meinen Beitrag aufgrund eines höheren Gehaltes anpassen und habe einen zweiten Vertrag beim gleichen Anbieter abgeschlossen. Der Neuvertrag hat leider eine geringere Garantieverzinsung. Ich möchte nun den Neuvertrag in den Altvertrag einschließen.

Ist dies möglich und gibt es mir nicht bekannte Nachteile (z.B. Extrakosten)?

von Experte/in Experten-Antwort

Es ist möglich, den neuen Riester-Vertrag zu kündigen. Das evtl. vorhandene Kapital kann auf den anderen Riester-Vertrag förderunschädlich übertragen werden. Jedoch könnte das Unternehmen entsprechende Gebühren für die Übertragung verlangen. Ob jedoch langfristig der Vertrag mit der höheren Garantieverzinsung tatsächlich der Bessere ist, hängt auch vom Anlageerfolg des Unternehmens ab. Nur wenn der Anlageerfolg (insbesondere im Fondsbereich) im entsprechendem Umfang ausbleibt, zieht die Garantieverzinsung. Sprechen Sie auch mit Ihrem Anbieter über das Anlageportfolio Ihrer Produkte und über Ihre persönliche Risiko-Mentalität bei der Geldanlage. Eine konkrete Produktempfehlung dürfen wir Ihnen nicht geben.

von
Vor der Rente

Zitiert von: Fabian

2012 wollte ich meinen Beitrag aufgrund eines höheren Gehaltes anpassen und habe einen zweiten Vertrag beim gleichen Anbieter abgeschlossen.

Ist denn dieser Erstvertrag so unflexibel, weil ein zweiter abgeschlossen wurde?

Ein weiterer Vertrag hat auch weitere Abschlusskosten. Wie stellen sich diese dar, wenn sie kündigen?

Evtl. sollten sie sich überlegen, diesen zweiten Vertag in einen Banksparplan mit variablen Einzahlungsmodalitäten umzuschichten. Hier hätten sie keine Kosten für die Verwaltung.

Allerdings ist zuvor zu prüfen, ob denn diese Fondswahl besser als im Erstvertrag ist.

Meine generelle Erfahrung mit diesen Riesterfonds ist, dass in einer Finanzkriese viel zu spät in weniger riskante Papiere umgeschichtet wird und die dann umgesch. Beträge im risikoarmen Bereich (Rentenpapiere etc.) verbleiben. Ein Kollege ist damit 2008 so auf die Nase gefallen, dass er den Vertrag beitragsfrei stellte.

Zeitgemässer fände ich heute einen Sparplan mit ETF, privat geführt und frei von irgendwelchen Zuschüssen, an dem nur Vers. und Banker verdienen.