von
Tommy2000

Guten Tag,

meine Zwillinge sind Mitte April 2016 geboren. Meine Frau ist verbeamtet. Meine EZ habe ich im 1. und 14. Monat genommen. Mich würde nun interessieren, ob ich meine beiden Partnermonate der Elternzeit in der Rentenversicherung anrechnenlassen muss/kann, damit keine Lücke entsteht?

Am Telefon teilte mir die DRV mit, dass das nicht notwendig wäre, da ich keinen gesamten Monat in Elternzeit war, sondern immer nur halbe Monate. Ist das korrekt? Wie würde sich diese Thematik auf eine etwaige EU Rente auswirken?

Grüße+Danke
Tom K.

von
Biene

Als Beispiel die Zwillinge sind am 10.04.2016 geboren worden.
Lücke 10.04. - 09.05.2016 vorher und nachher versicherungspflichtig Beschäftig. Somit gilt der Monat April und Mai 2016 als belegt.

von
senf-dazu

Hallo Tommy2000

Vermutlich sieht die Lage so aus:
01.-15.04.2016 Pflichtbeiträge ==> Monat mit Pflichtbeitrag
16.-30.04.2016 Elternzeit
01.-15.05.2016 Elternzeit
16.-31.05.2016 Pflichtbeiträge ==> Monat mit Pflichtbeitrag

Damit sind sowohl April als auch Mai mit Pflichtbeiträge gefüllt, egal ob der ganze Monat oder im Extremfall auch nur ein Tag. Allerdings ist dann die Zahlung an die DRV entsprechend geringer.
Aber beide Monate zählen als Pflichtbeitrag und eine Lücke ist nicht vorhanden.
Für die EM-Rente gilt weiter 36 Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren ... beide Monate zählen wie schon gesagt als Pflichtbeitrag. Nur wenn Sie vom Monatsersten bis Monatsletzten nichts in die Rente einzaglen, sondern sich um die Kinder kümmern, erscheint eine Lücke. Aber auch da lässt sich ja ein geringfügiger Teilzeit-Job verabreden ...

von
Tommy2000

Ok, danke für die zusätzlichen Erläuterungen! Dann ist der einzige Unterschied, die Höhe des Beitrages in den Monaten April/Mai. Dies würde ja in die Ermittlung der Höhe einer etwaigen zukünftigen Erwerbsminderungsrente einfließen, korrekt? Wird aber wohl nicht viel ausmachen...

Mir ist dann nur noch nicht klar, wieso es das Formular V8020 und entsprechende Artikel im Internet gibt, die auf diese Thematik hinweisen, z.B.:

https://www.buhl.de/verbraucherblick/blog/vaeter-in-elternzeit-elterngeld-ist-nicht-rentenversichert/

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

wie Sie den vorherigen Antworten entnehmen konnten, entstehen bei Ihnen keine Lücken, da die beiden Monate aufgrund Ihrer Beschäftigung zumindest zum Teil mit Pflichtbeitragszeiten belegt sind. Diese Pflichtbeitragszeiten werden selbstverständlich auch zur Erfüllung sämtlicher versicherungsrechtlicher Voraussetzungen herangezogen. Da Sie in den Monaten weniger verdient und damit weniger Beiträge entrichtet haben, ist dies natürlich für die Ermittlung der Entgeltpunkte relevant, jedoch - wie Sie bereits annehmen - nicht im wesentlichen Umfang.

Da Sie Zwillinge haben, könnten Sie die Kindererziehungszeiten (KEZ) auch aufteilen, indem Sie die KEZ für ein Kind auf sich übertragen. Da Sie das Kind nicht überwiegend erzogen haben bzw. erziehen, ist hierfür eine übereinstimmende Erklärung mit Ihrer Frau erforderlich. Diese Erklärung kann nur für 2 Kalendermonate rückwirkend abgegeben werden (derzeit ab 3/2017). Ihnen könnte dann die KEZ bis 4/2019 und so jährlich bis zu ca. 1 Entgeltpunkt zusätzlich gutgeschrieben werden. In der Versorgung Ihrer Frau wären im Gegenzug nicht mehr beide Kinder, sondern nur noch ein Kind zu berücksichtigen. Sollten Sie diese Möglichkeit in Erwägung ziehen, wenden Sie sich bitte an Ihren Rentenversicherungsträger. Dieser kann Sie beraten, ob sich die Aufteilung für Sie und Ihre Frau tatsächlich günstig auswirken kann.

von
Tommy2000

Guten Tag Experte,

so in etwas hatte ich mir das vorgestellt, bekommt man also für Zwillinge doppelte Punktezahlen gutgeschrieben?

Unabhängig der Zwillinge ist meine Frau Beamtin ist und bezahlt somit keine Rentenversicherungsbeiträge. Funktioniert das bei den Pensionen vergleichbar, sprich Hand in Hand mit der DRV, also "entweder Frau oder Mann"? Oder könnte/sollte ich dann alles auf mich anrechnen lassen, weil nur ich rentenversichert bin?

Vielen Dank!
TK

von
Fastrentner

Bezüglich der Anrechnung in der gesetzlichen RV hat Ihnen der Experte alles wissenswerte mitgeteilt und Ihnen einen Beratungstermin empfohlen.
Bezüglich der Anrechnung bei der Pension Ihrer Frau, wenden sie sich an deren Versorgungsstelle!