von
Gabriele F.

Guten Morgen,

mich beschäftigt eine Frage. Wenn man von der DRV nach Gutachten als teilerwerbsgemindert eingestuft wurde, damit aber nicht einverstanden ist und auch weiter krankgeschrieben ist, wer zahlt einem dann weiter Geld, bis zur endgültigen Klärung? Ich wurde damals ausgesteuert und bezog eine volle Rente, die nun bald endet.
Wohin muss ich mich wenden? Wie ist der genau Vorgang?
Mir wurde vom VDK gesagt das ich keinen Krankengeldanspruch mehr habe, da ich als Rentner geführt werde bei der Kasse. Ist das richtig?
Die Blockfrist bei der Krankenkasse ist allerdings vorbei.

von
Gabriele F.

Nun ging es zu schnell raus. Bitte dringlich auch um Expertenmeinung.
Vielen Dank.Gruß Gabriele F.

von
Schade

Etwaige Krankengeldansprüche erfragen Sie bitte bei Ihrer Krankenkasse und nicht im Rentenforum.

von
Maier

Zitiert von: Gabriele F.
Ich wurde damals ausgesteuert und bezog eine volle Rente, die nun bald endet.
Wohin muss ich mich wenden? Wie ist der genau Vorgang?

Wer hat denn nach der Aussteuerung gezahlt (bis volle Rente bewilligt worden ist). Dann wäre das je nach Situation wieder ALG I oder Jobcenter (Hartz IV) zuständig (falls kein Krankengeld gezahlt wird).

von
Fortitude one

Weiter Krank geschrieben beweist noch lange nicht das man voll erwerbsgemindert ist. Haben Sie jetzt zuletzt Krankengeld bezogen oder die volle Erwerbsminderungsrente? Ich gehe mal davon aus, das Sie nach dem Gutachten vom sozialmedizinischen Dienst als teilweise EMR eingestuft worden sind. Demnach würden Sie nur noch die hälfte an Rente bekommen. Sind Sie damit nicht einverstanden müssen Sie Widerspruch einlegen. Es könnte auch passieren das der Teilzei Arbeitsmarkt verschlossen ist und Sie dann wieder die volle Erwerbsminderungsrente bekommen.
Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Mfg

von
Gabriele F.

Es ist so, ich habe noch eine volle Rente, die bald ausläuf und werde nun Widerspruch gegen die Teilrente einlegen.
Aber wer zahlt mir in der Zwischenzeit Geld? Ich wurde damals ausgesteuert und sollte ALG 1 bekommen. Was aber nicht dazu kam, da ich gleich die volle Rente bekam.

Nun bin ich weiter arbeitsunfähig.Ich stand noch nie in solch einer Situation. Ist die Krankenkasse wieder zuständig oder die Agentur für Arbeit?
Gabriele F.

von Experte/in Experten-Antwort

Wurden Sie vor dem jetzigen Rentenbezug von Ihrer Krankenkasse ausgesteuert, hatten Sie wahrscheinlich Anspruch auf Arbeitslosengeld (Arbeitslosengeld II). Ich empfehle Ihnen, sich dort wieder zu melden. Im Zweifelsfall haben Sie noch einen Restanspruch auf die vorherige Leistung. Parallel würde ich bei der Rentenversicherung formlos die volle Erwerbsminderung unter Berücksichtigung des Arbeitsmarktes (Arbeitsmarktrente) beantragen. Eventuell kann von einem verschlossenen Arbeitsmarkt ausgegangen werden. Hierzu bedarf es jedoch einer Prüfung des regionalen Arbeitsmarktes. Parallel legen Sie fristgerecht Widerspruch gegen den Rentenbescheid (Bewilligung der teilweisen Erwerbsminderungsrente) ein.

von
Gabriele F.

Vielen Dank für die Informationen. Was genau heißt ich könne einen Antrag auf die volle Rente stellen und was bedeutet das genau mit dieser Arbeitsmarktrente? Ich muss dann also nicht in Widerspruch gehen?
Wohin muss ich mich genau wenden um weiterhin die volle Rente anzustreben? Oder habe ich eteas missverstanden?
Es ist alles sehr verwirrend für mich. Zur Agentur für Arbeit werde ich dann kommende Woche gehen um mich dort arbeitslos melden. Ich habe zum Glück noch nie Arbeitslosengeld beziehen müssen. An die Krankenkasse wende ich mich dann also parallel.
Gabriele F.

von Experte/in Experten-Antwort

Der Widerspruch gegen die nicht bewilligte volle Erwerbsminderungsrente (ohne Abhängigkeit vom Arbeitsmarkt) ist das Rechtsmittel zur Überprüfung dieser Entscheidung (Schritt 1 / Zuständigkeit bei Ihrer Rentenversicherung). Der Überprüfungsantrag der vom regionalen Arbeitsmarkt abhängigen vollen Erwerbsminderungsrente ist vom Widerspruch eigentlich losgelöst, denn der Anspruch besteht ja bei teilweiser Erwerbsminderungsrente, wenn Ihnen der regionale Arbeitsmarkt gar keine Teilzeitbeschäftigung (gemäß der Leistungseinschränkung bei der teilweisen Erwerbsminderungsrente von 3 bis unter 6 Stunden täglich) bietet (Schritt 2 / Zuständigkeit bei Ihrer Rentenversicherung). Dazu sollten Sie sich bei der Agentur für Arbeit melden. Diese prüft den Anspruch auf Arbeitslosengeld und die Meldung dient auch als eine mögliche Voraussetzung für die Prüfung der Arbeitsmarktrente (Schritt 3). Wenn Sie Hilfe brauchen, dann nutzen Sie doch die Möglichkeit, sich durch eine Beratungsstelle unterstützen zu lassen.

von
Gabriele F.

Habe ich das richtig verstanden. Ich erläutere kurz wie ich es verstanden habe. Wenn mir keine Teilzeitstelle auf dem freien Arbeitsmarkt angeboten werden kann und ich trotz bestehendem Arbeitsverhältnis nicht arbeiten kann, könnte eine Teilrente auch in eine sogenannte Arbeitsmarktrente umgedeutet werden. Das heisst die Agentur für Arbeit prüft dann ob mir solch eine Stelle angeboten werden kann, wenn ich mich arbeitslos melde?

Könnte mir im weiteren Verlauf auch ein Versichertenältester der Rentenversicherung darüber Auskunft geben? Oder ist dies der falsche Ansprechpartner?

Arbeiten kann ich definitiv nicht. Was ist denn aber der Unterschied zwischen einer vollen EM Rente und dieser Arbeitsmarktrente? Hat dies Nachteile für mich?

Gabriele F.

von
Schorsch

Zitiert von: Gabriele F.

Was ist denn aber der Unterschied zwischen einer vollen EM Rente und dieser Arbeitsmarktrente? Hat dies Nachteile für mich?

Wer teilweise erwerbsgemindert ist, KANN eine sogenannte "Arbeitsmarktrente" in Form einer vollen Erwerbsminderungsrente erhalten, sofern der regionale (Teilzeit)Arbeitsmarkt als verschlossen gilt.

Manche Rententräger unterstellen grundsätzlich eine Verschlossenheit des (Teilzeit)Arbeitsmarktes, andere hingegen führen zunächst individuelle Einzelfallprüfungen, auch unter Einbeziehung der Bundesagentur für Arbeit, durch.

MfG

von
Gabriele F.

Vielen Dank.
Darf ich fragen was der Unterschied zwischen meiner bisherigen vollen Erwerbsminderungsrente und dieser Arbeitsmarktrente ist? Ich bin nach wie vor voll erwerbsgemindert, auch wenn der Gutachter das wohl anders beurteilt hat. Darum strebe ich auch einen Widerspruch an.
Aber natürlich würde ich auch gerne noch in Erfahrung bringen wo genau der Unterschied liegt und ob es einen Nachteil für mich gäbe, wenn ich diese Arbeitsmarktrente bekommen würde?
Es macht mich wirklich betroffen das ein Gutachter, der einen doch gar nicht kennt in wirklich kürzester Zeit beurteilt das man wieder 3 bis 6 Stunden arbeiten kann.

von
W*lfgang

Zitiert von: Gabriele F.
Ich bin nach wie vor voll erwerbsgemindert, auch wenn der Gutachter das wohl anders beurteilt hat.
Gabriele F.,

eigentlich haben Sie Recht, die Eigenbeurteilung der EM sollte reichen für die Rentenzahlung ...wasn Quatsch auch mit dieser ganzen Gutachterei ;-)

> Es macht mich wirklich betroffen das ein Gutachter, der einen doch gar nicht kennt

Das ist wohl auch Sinn eines möglichst objektiven/neutralen Gutachtens da ein 'Urteil' zu fällen, statt sich auf Gutachter Karl der Käfer aus der Eingangstür neben einem zu berufen, der schon mit Ihnen die Backförmchen im Krabbelalter geteilt hat.

> Darf ich fragen was der Unterschied zwischen meiner bisherigen vollen Erwerbsminderungsrente und dieser Arbeitsmarktrente ist?

An der Höhe der Rente ändert sich gar nichts – die Grundlagen/med./EM-technisch gesehen sind anders. Vereinfacht: eigentlich steht Ihnen nur eine halbe Rente zu, weil Sie noch Teilzeit arbeiten können. Da der Teilzeitarbeitsmarkt aber vor Ort zu prüfen ist/welche passenden Stellen sind frei – und fast immer kein Angebot für Teilzeitstellen besteht – wird aus der halben EM-Rente dann doch eine volle, eben weil keine Teilzeitarbeitsplätze zur Verfügung stehen. Und, eine/diese Rente kann bis ans Lebensende/Regelaltersgrenze wiederholt befristet bewilligt werden ...der Teilzeitarbeitsmarkt könnte wieder ausreichende Stellen anbieten, dann fallen Sie beim nächsten Weiterzahlungsantrag aus der vollen EM-Rente raus. Eine befristete EM-Rente aus rein med. Gründen wird max. nur bis zu 9 Jahren befristet, dann folgt regelmäßig eine Dauerrente.

Gruß
w.

von
Gabriele F.

Guten morgen Wolfgang,

erstmal danke für die Erklärung zum Unterschied zwischender Arbeitsmarktrente und der vollen Erwerbsminderungsrente.Ich werde mir noch überlegen wie ich das am besten angehe.
Aber eines muss ich auch zu Ihren Zeilen noch sagen. Ich beurteile mich nicht selbst, sondern meine behandelnden Ärzte, als auch ein Klinikarzt. Es tut mir leid, aber ich bleibe bei meiner Ansicht das man sich in nun knapp 25 Minuten wohl kaum ein genaues Bild vom Begutachtenden machen kann und ich betrachte diese Begutachtung äusserst kritisch. Aber ich weiß mich zu wehren. Ich hätte nichts gesagt wenn ein angemessener Zeitrahmen vorhanden gewesen wäre und meine gestellten Diagnosen auch berücksichtigt worden wären.
Gabriele F.

von
Kahla

Zitiert von: Gabriele F.

Guten morgen Wolfgang,

erstmal danke für die Erklärung zum Unterschied zwischender Arbeitsmarktrente und der vollen Erwerbsminderungsrente.Ich werde mir noch überlegen wie ich das am besten angehe.
Aber eines muss ich auch zu Ihren Zeilen noch sagen. Ich beurteile mich nicht selbst, sondern meine behandelnden Ärzte, als auch ein Klinikarzt. Es tut mir leid, aber ich bleibe bei meiner Ansicht das man sich in nun knapp 25 Minuten wohl kaum ein genaues Bild vom Begutachtenden machen kann und ich betrachte diese Begutachtung äusserst kritisch. Aber ich weiß mich zu wehren. Ich hätte nichts gesagt wenn ein angemessener Zeitrahmen vorhanden gewesen wäre und meine gestellten Diagnosen auch berücksichtigt worden wären.
Gabriele F.

Hallo Gabriele F.,

ich würde mir das auch nicht gefallen lassen. Letztendlich können nur Sie und natürlich Ihre Fachärzte für eine volle EMR plädieren. Einen guten Fachanwalt für Sozialrecht wäre angebracht. Der Gutachter und der sozialmedizinischer Dienst der DRV stufen Sie aus heiterem Himmel wieder 3 bis unter 6 Stunden ein. Sollte es sich auf eine teilweise EMR hinauslaufen, dann stehen die Chancen trotzdem gut wegen verschlossenen Teilzeitarbeitsmarkt, eine volle EMR zu bekommen. - Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren -

Alles Gute und viel Erfolg.

Gruß

von
Gabriele F.

Ich möchte mich für Ihr Verständnis bedanken Kahla und den Mut den Sie mir machen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, denn es geht mir gesundheitlich wirklich schlechter als vor dem Erstantrag. Mein Ärzte verstehen das Ganze nicht und stehen voll hinter mir. Ich wäre auch dankbar wenn ich noch arbeiten könnte.Anscheinend habe ich eine Wunderheilung erlebt.
Es ist wirklich erschreckend was so ein Gutachter für eine Macht hat. Es hängen Existenzen von deren Entscheidung ab. In meinen Augen sollte die Tätigkeit von Gutachtern öfter überprüft werden.

Es grüßt Sie herzlich Gabriele F.

von
Karl der Käfer

Zitiert von: W*lfgang

> Es macht mich wirklich betroffen das ein Gutachter, der einen doch gar nicht kennt

Das ist wohl auch Sinn eines möglichst objektiven/neutralen Gutachtens da ein 'Urteil' zu fällen, statt sich auf Gutachter Karl der Käfer aus der Eingangstür neben einem zu berufen, der schon mit Ihnen die Backförmchen im Krabbelalter geteilt hat.

Hallo W*lfgang

Ich lese Ihre Beiträge hier immer mit sehr gemischten Gefühlen. Sachlich gesehen (sofern Sie sachlich bleiben) sind die Beträge immer sehr hilfreich.

Aber sobald Sie von der Sachlichkeit abweichen und ‚witzig’ werden wollen, wird es für mich unerträglich. Ihre ‚Witze’ gehen fast immer auf Kosten der Fragesteller und sind für mich nichts anderes als verkappte Beleidigungen. Gerade in einem Hilfeforum, in dem es um existenzielle Fragen geht, ist diese Art von 'Witzen' völlig fehl am Platz.

Was soll diese Karl der Käfer Bemerkung in diesem Zusammenhang? Dass man den eigenen Gesundheitszustand selbst am besten glaubt beurteilen zu können ist doch klar. Jedenfalls lebt man selbst in diesem Körper 24 Stunden am Tag. Ich denke wirklich, dass ein Gutachter nur sehr beschränkt den Zustand eines Menschen (psychisch und physisch) beurteilen kann, wenn er ihn nur sehr kurz sieht.

Ein Mensch ist mehr als ein Auto, an dem per Computer eine Diagnosesoftware auf die zweite Kommastelle genau Diagnosen abgelesen werden kann. Ein Mensch ist je nach Tagesform auch immer wieder anders 'drauf'.

Auch ein Gutachter ist ein Mensch, der sicher auch von seiner eigenen Tagesform oder Sympathie dem Patienten gegenüber beeinflussen lässt.

Ein gutes Beispiel sind auch die Abschlussberichte von Reha-Kliniken. Diese sind fast immer dahingehend, dass selbstverständlich die Reha Erfolg gezeigt hat und eine Wunderheilung statt gefunden hat.

von
Kahla

Hallo Karl der Käfer,

Ihr Beitag zu W*lfgang trifft hundertprozentig zu. Vielen Dank.

Mfg

von
Gabriele F.

Vielen Dank für Ihren Beitrag Karl der Käfer. Das ist wirklich sehr zutreffend geschrieben.
Ich hätte es nicht so gut in Worte fassen können wie Sie.

Ich hoffe es herrscht hier in Zukunft ein respektvollerer Umgangston.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele F.

von
W*lfgang

Zitiert von: Karl der Käfer
Dass man den eigenen Gesundheitszustand selbst am besten glaubt beurteilen zu können ist doch klar.
, völlig klar, Selbstmedikation ...mehr muss man dazu aus Rentensicht/her mit meiner EM-Rente, nicht sagen ...klar doch, wie konnte ich das nur übersehen - jetzt werf ich mal einfach mein SGB6 weg und alles wird gut - meine Antworten werden deswegen nicht positiver, weil Fragestellerin oder Sie 'Anspruch auf Schönrede' einfordert.

Gruß
w.
PS: 'Karl der Käfer' scheint Ihnen zu gefallen – also wieder aufs Wesentliche konzentriert ;-)