von
Bonnie

Hallo,
ich hatte gestern meinen ersten von zwei Gutachter Terminen (Orthopäde und Psychiater).
Gestern beim Orthopäden. Der Gutachter untersuchte mich 2,5 Stunden am Stück und hat mich in keinster Weise gefragt, was ich für Einschränkungen habe, wie z.B. mein Tagesablauf ist....ob ich noch dies oder das schaffe (Haushalt)....nichts. Wenn ich was sagen wollte, hat er mich sofort unterbrochen und geantwortet : jajajaja er sieht was los ist. Ich dachte es findet ein vernünftiges Gespräch vorab statt. Wie will der mich beurteilen, wenn er kein Wort mit mir gesprochen hat und auf nichts eingegangen ist. Zum Schluß hat er nur gesagt, mal sehen , was wir bei Ihnen machen können. Ist da normal?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Bonnie,

hier im Forum kann keiner dazu Stellung nehmen, ob diese Begutachtung normal gelaufen ist. Es handelt sich bei Begutachtungen immer um Einzelfälle, die jeder Beteiligte subjektiv auch anders empfinden wird.
Insofern kann Ihnen nur geraten werden, dass Sie Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger direkt mitteilen, dass Sie mit diesem Gutachtertermin nicht zufrieden waren und den Verlauf schildern, damit dies entsprechend gewürdigt werden kann.

von
Herz1952

Ist eigentlich "normal". Der Satz "mal sehen....", spricht eigentlich zu Ihren Gunsten (ohne Gewähr).

Mein Gutachter, ein Rheumatologe, hat mein Herz untersucht (war ja auch ein Internist) hat mich nur gefragt, warum ich nicht zur "Herzsportgruppe" gehe. Da konnte ich ihm mein Problem damit kurz schildern. Das war aber auch alles, was wir gesprochen haben.

Die meisten Gutachter der RV sind schon erfahren. Ein Problem besteht vielleicht nur darin, das sie wirklich nicht genau abschätzen können, welche Einschränkungen die Krankheit(en) für den Einzelnen mit sich bringen.

Alles Gute

von
Schorsch

Zitiert von: Bonnie

Der Gutachter untersuchte mich 2,5 Stunden am Stück und hat mich in keinster Weise gefragt, was ich für Einschränkungen habe, wie z.B. mein Tagesablauf ist....ob ich noch dies oder das schaffe (Haushalt)....nichts. Ist da normal?

Es ist zunächst einmal keinesfalls "normal", dass Sie der Gutachter 2,5 Stunden lang untersucht hat.
Gewöhnlich beschweren sich Betroffene eher darüber, dass sie nicht gründlich genug untersucht wurden und der böse Gutachter daher gar kein korrektes Gutachten erstellen konnte.

Und Ihre subjektiven Einschätzungen Ihrer Einschränkungen im Alltag sind rentenrechtlich völlig irrelevant, da nur objektive Nachweise eventueller Leistungseinschränkungen erheblich sind.
Insofern hat der Gutachter meines Erachtens einen guten Job gemacht.

MfG

von
Bonnie

Zitiert von: Bonnie

Ist eigentlich "normal". Der Satz "mal sehen....", spricht eigentlich zu Ihren Gunsten (ohne Gewähr).

Mein Gutachter, ein Rheumatologe, hat mein Herz untersucht (war ja auch ein Internist) hat mich nur gefragt, warum ich nicht zur "Herzsportgruppe" gehe. Da konnte ich ihm mein Problem damit kurz schildern. Das war aber auch alles, was wir gesprochen haben.

Die meisten Gutachter der RV sind schon erfahren. Ein Problem besteht vielleicht nur darin, das sie wirklich nicht genau abschätzen können, welche Einschränkungen die Krankheit(en) für den Einzelnen mit sich bringen.

Alles Gute

Danke für die Antwort Herz1952. Genau das meinte ich, der hat natürlich alles gesehen, was ich habe, aber welche Schmerzen ich habe, schätzt er wahrscheinlich nicht richtig ein.

von
Schorsch

Zitiert von: Bonnie

Der Satz "mal sehen....", spricht eigentlich zu Ihren Gunsten (ohne Gewähr).

Woher haben Sie denn diese Weisheit?
Diesen Satz sagen Ärzte und Anwälte regelmäßig beim Erstkontakt zu ihren Kunden und sagen damit zunächst überhaupt nichts aus.

MfG

von
Schorsch

Zitiert von: Bonnie

aber welche Schmerzen ich habe, schätzt er wahrscheinlich nicht richtig ein.

Sie sollten die praktischen Erfahrungen der Ärzte nicht unterschätzen.

Welche Beschwerden z.B Bandscheibenvorfälle oder ataktische Störungen machen können, wissen erfahrene Ärzte auch ohne Befragung der Patienten.
Im Übrigen sind subjektive Schilderungen der Patienten wenig aussagekräftig, da sie nicht nachprüfbar sind.

MfG

von
R. Fischer

Hallo Bonnie,

Ich habe eine rheumatische Erkrankung (Bechterew) und war damit bei einem orthopädischen Gutachter. Er hat mich 1 Stunde gründlich untersucht und mich kurz gefragt, was ich für Einschränkungen bei meiner Arbeitsstelle habe. Ich habe es ihm geschildert. Das war alles, was wir besprochen haben. 1,5 Monate später habe ich die volle, unbefristete EWR-Rente zugesprochen bekommen.

Alles Gute und einen lieben Gruß von

R. Fischer

von
Bonnie

Zitiert von: Schorsch

Zitiert von: Bonnie

aber welche Schmerzen ich habe, schätzt er wahrscheinlich nicht richtig ein.

Sie sollten die praktischen Erfahrungen der Ärzte nicht unterschätzen.

Welche Beschwerden z.B Bandscheibenvorfälle oder ataktische Störungen machen können, wissen erfahrene Ärzte auch ohne Befragung der Patienten.
Im Übrigen sind subjektive Schilderungen der Patienten wenig aussagekräftig, da sie nicht nachprüfbar sind.

MfG

Sicherlich schätzen die das ein, aber ich denke kein Mensch kann Schmerzen so einschätzen, wenn er diese selber nicht gehabt hat.

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

ich habe ja geschrieben, dass dieser Gutachter einen guten Job gemacht hat. Auch über die 2,5 Std. habe ich nichts gesagt, sondern nur dass es normal ist, dass ein Gutachter erst mal nichts sagt. Jeder Arzt will sich eigentlich erst einmal ein Bild davon, ohne dass er sich vom Patienten beeinflussen lässt.

Dass er sagt, mal sehen, was sich machen lässt hat er auch nicht gleich gesagt, sondern erst nach einer umfangreichen Untersuchung.

Dass Ärzte nicht wissen können, welche Schmerzen und Beschwerden die Krankheit machen kann, geben sie oft offen zu.

Ein Bandscheibenvorfall muss nicht mal Schmerzen machen, sondern es kann eine muskuläre Verspannung sein.

Ein Patient kann wegen des Vorfalls zur Reha gehen und am Schluss sagt der Arzt: So das hätten wir, Vorfall ist beseitigt. Der Patient darauf: Aber die Schmerzen habe ich immer noch. Der Arzt: Dann müssen wir noch was für die Muskeln tun.

Ich habe die Ärzte auch nicht unterschätzt, aber manches können Sie einfach beim besten Willen nicht Wissen. Außerdem ist das Schmerzempfinden unterschiedlich. Es gibt Menschen, die bei einem Fussbruch schreien, ein anderer aber nur "da ist etwas" spürt. Und dazwischen gibt es jede Menge Stufen. Das hat nichts mit Jammern zu tun, sondern mit der Empfindlichkeit der Nervenleitungen.

Für den Menschen gibt es leider noch kein Diagnoseprogramm über Computer, wie beim "Raumschiff Enterprise". z.Zt. kann man Schmerzen evtl. grob über MRT im Gehirn nachweisen (auch für Fußbrüche). Das ist aber noch viel zu umständlich.

Damit müssen wir leben.

MfG

von
Elise H.

"Mal sehen was wir bei Ihnen machen können."

Das hört sich so an, als ob, der Gutachter ihnen entgegenkommen will, vorausgesetzt die Daten bzw. das Untersuchungsergebnis gibt das irgendwie her. Hat der Gutachter evtl. Spielräume, werden er sie in ihrem Sinne auslegen.

Aber: das muß nicht so sein, vielleicht sagt er das auch nur, um sie zunächst mal ruhigzustellen, bis sie wieder aus seiner Praxis weg sind. Die Skepsis von Asylanten-Schorsch ist durchaus berechtigt.

Der Gutachter vertritt in erster Linie die Interessen seiner Auftraggeber, welche ihn bezahlen, also Krankenkasse oder Rentenversicherung. Er will ja nicht eines Tages am Hungertuch nagen.

Vielleicht sagt auch was die eigene Menschenkenntnis, wie man den Gutachter einschätzen soll.

von
Bonnie

Er hat mich noch mal komplett geröntgt....Kniee , LWS, HWS, Hand und hat die Bild kommentiert....er erwähnte wohl, dass überall Arthrose zusehen ist und das wäre kein Wunder , dass ich Schmerzen habe und das meine Bewegung ziemlich eingeschränkt ist.

von
F. Sodbrenner

Zitiert von: Elise H.

Die Skepsis von Asylanten-Schorsch ist durchaus berechtigt.

.....und das Geschreibsel von Afd-Elli überflüssig wie ein Kropf.

von
Cornelia W.

Zitiert von: Bonnie

Er hat mich noch mal komplett geröntgt....Kniee , LWS, HWS, Hand und hat die Bild kommentiert....er erwähnte wohl, dass überall Arthrose zusehen ist und das wäre kein Wunder , dass ich Schmerzen habe und das meine Bewegung ziemlich eingeschränkt ist.

Darf ich Sie in aller Form daran erinnern, dass das hier ein Forum für Ratsuchende ist und kein Hausfrauen-Stammtisch?
Dass Sie geröntgt wurden ist hier genauso uninteressant wie das anschließend eingenommene Mittagessen.

Ihre Frage wurde bereits erschöpfend beantwortet und nun können Sie nichts weiter tun als abzuwarten.
Oder Sie tauschen mit @Herz 1952 Ihre Email-Adressen aus und erzählen sich gegenseitig Ihre Leidensgeschichten, ohne die hiesigen Leser zu nerven......

von
Bonnie

Ihre Antwort ist genauso uninteressant....hätten Sie sich sparen können...Expertin.

von
yx

Zitiert von: Bonnie

Sicherlich schätzen die das ein, aber ich denke kein Mensch kann Schmerzen so einschätzen, wenn er diese selber nicht gehabt hat.

Soll man jetzt GA danach aussuchen, ob sie selbst die Selben Leiden wie der zu untersuchende haben?
In welcher Welt leben Sie denn?

von
Bonnie

Zitiert von: yx

Zitiert von: Bonnie

Sicherlich schätzen die das ein, aber ich denke kein Mensch kann Schmerzen so einschätzen, wenn er diese selber nicht gehabt hat.

Soll man jetzt GA danach aussuchen, ob sie selbst die Selben Leiden wie der zu untersuchende haben?
In welcher Welt leben Sie denn?

Wieder so ein dummer Kommentar! Gääähn

von
GroKo

Zitiert von: Bonnie

Zitiert von: yx

Zitiert von: Bonnie

Sicherlich schätzen die das ein, aber ich denke kein Mensch kann Schmerzen so einschätzen, wenn er diese selber nicht gehabt hat.

Soll man jetzt GA danach aussuchen, ob sie selbst die Selben Leiden wie der zu untersuchende haben?
In welcher Welt leben Sie denn?

Wieder so ein dummer Kommentar! Gääähn


Mit dummen Geschwätz kennen Sie sich ja aus.

von
Bonnie

SIE ja wohl auch ! Ist das ein Verein hier... das nennt sich nun Expertenforum.

von
F. Sodbrenner

Zitiert von: Bonnie

ich hatte gestern meinen ersten von zwei Gutachter Terminen (Orthopäde und Psychiater).

Wann ist denn Ihr Psychiater-Termin?
Da werden Sie bestimmt geholfen......:-)